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Welfenkaserne Landsberg

Am Anfang stand ein Besuchsbefehl. Ordnung muss schließlich sein. Zum ersten Mal in der noch jungen Geschichte der Realschule im Blauen Land besuchten Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe in der der letzten Woche des Schuljahres 2016/17 die „Militärgeschichtliche Sammlung Weingut II“ auf dem Gelände der Welfenkaserne in Landsberg. Der Besuch der Holocaust-Gedenkstätte ist Teil der intensiven Erinnerungsarbeit im Fach Geschichte. Organisiert wurde die Exkursion von den betreuenden Lehrkräften Julia Wachter und Hannes Bräu.
Als Partner stand hierfür die Bundeswehr zur Seite. Oberstabsfeldwebel Herr Siebert übernahm leitete die Gruppen über das Gelände der Welfenkaserne. Dabei erhielten die Schülerinnen und Schüler anhand eines Vortrags, einer Filmsequenz, dem Besuch des historischen „Bunkers“ und einer Ausstellung einen detaillierten Einblick in die „Logistik des Bösen“.
Tausende Zwangsarbeiter starben unter menschenverachtenden Bedingungen unter der Herrschaft der NSDAP in den letzten Monaten des 2. Weltkriegs auf dem Gebiet der Welfenkaserne. „Weingut II“ war Teil eines Projekts der Luftwaffe, die aufgrund des massiven alliierten Bombardements in der Endphase des Weltkriegs die Produktion von Flugzeugen unter Tage verlegten. Am Ende blieb die Anlage in Landsberg eine unfertige Baustelle, die zahlreiche, meist jüdische Menschenleben kostete. Zum Abschluss eines gelungenen Vormittags erhielten die Schülerinnen und Schüler ein kostenfreies Mittagsessen in der Mensa der Kaserne – gesponsert von der Bundeswehr.

Römertag 2015

Gespannt empfingen ca. 90 Schülerinnen und Schüler der sechsten Klassen am Montag, den 06.07.2015, den Archäologen Bernhard Bischler, der für diesen Tag aus München angereist kam.
Der Besuch des Historikers sollte den Kindern einen kleinen Einblick in das Leben der alten Römer verschaffen. Er erklärte einiges über die Lebensweise der damaligen Soldaten, beispielsweise wie und womit sie kämpften, wo sie sesshaft geworden sind und welche Spuren sie hinterlassen haben.
Ein Highlight für die Schülerinnen und Schüler war es, dass sie Mitgebrachtes wie ein Kettenhemd, einen Römerhelm und ein Schwert selbst in die Hand nehmen durften und sich somit ein Bild davon verschaffen konnten, wie ein römischer Soldat ausgerüstet war.
Zum Abschluss durften die Schülerinnen und Schüler einen römischen Spiegel basteln.
Die Kinder verabschiedeten Herrn Bischler mit dem Versprechen, dass er bald wieder käme und der Erkenntnis, dass Geschichte nicht nur langweiliges Lernen aus Büchern ist.
Nick Geiger, Klasse 6 b

Der Steinzeittag

„Hoffentlich klappt es bei diesem Wetter!“, dieser Gedanke schoss wohl so manchem Schüler am Dienstag, den 12.11.2013 durch den Kopf. Denn an diesem Tag besuchte der Archäologe Bernhard Bischler die 6. Jahrgangsstufen der Staatlichen Realschule Murnau. Die Kinder konnten durch echte Zeugnisse aus der Steinzeit Geschichte mit allen Sinnen erleben.
Viele Fragen hatten sich die Kinder für Herrn Bischler überlegt und sehr gespannt erwarteten sie ihn in ihren Klassenzimmern. Diese waren u.a. „Wie haben die Menschen in der Altsteinzeit gelebt?“ „Woher haben wir diese Informationen?“ Die wichtigste Frage war aber, gelingt es Herrn Bischler an diesem novembergrauen, feuchten Dienstagvormittag Feuer, wie die Steinzeitmenschen, zu machen?
Der Archäologe zog die Kinder mit seinen spannenden Berichten aus seinem Arbeitsalltag in den Bann. Ein Fund war sogar über 100 000 Jahre alt. Das Besondere für die Schüler war, dass sie diese alten Steine und andere alten Gegenstände aus der Steinzeit anfassen durften.
Dass die Kinder echtes Leder mit einem uralten, aber sehr scharfen Feuerstein schneiden durften, war für sie ein erstes Highlight, das sie so schnell nicht mehr vergessen werden.
Zum Abschluss des Steinzeittages stieg die Spannung nochmals an, da das versprochene Feuermachen noch bevor stand.  Der Archäologe erklärte, dass man nur drei Dinge brauche: Etwas getrocknetes Heu, Katzengold (auch Pyrit genannt), und etwas Zunder, das man aus einem Baumpilz bekomme.
Die Kinder staunten nicht  schlecht, als sie erkannten, dass man ohne Feuerzeug nur aus „Naturprodukten“  Feuer machen kann!
Mit viel Applaus, dem Versprechen, dass er sie bald wieder besuche, und der Erkenntnis, dass Geschichte nicht nur Lernen aus Büchern ist, wurde Herr Bischler entlassen!
Karina Christoph