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Besteckbox

Die 10 d hatte die Aufgabe, eine Besteckbox, in der das Besteck senkrecht stehend aufbewahrt werden soll, zunächst mit Werkskizze und Stückliste selbst zu planen und anschließend herzustellen. Die Abmessung konnte quadratisch oder rechteckig sein. Als Material für den Korpus wurde den Schülern Kiefernleimholz mit einer Stärke von 18 mm nach der jeweiligen Stückliste der Jugendlichen hergerichtet. Ferner stand für Boden und Innenfächer Sperrholz der Stärke 4 und 6 mm zur Verfügung, ebenso Acryl- bzw. Plexiglasplatten.

Die Kriterien zur Mindestausführung:

  • Verbindung mit klassischer Parallel-/Fingerzinkung (3er-Teilung)
  • Mindestens vier Unterteilungen (Messer, Gabel, Suppenlöffel, Kaffeelöffel
  • Ergonomische Transportvorrichtung (Tragegriff)

Zusatzausführungen konnten sein:

  • Halterung für Servietten oder Salz-/Pfefferstreuer
  • Verzierungen auf dem Korpus
  • ...

Angelika Luidl

Griffelkasten

Ein Griffelkasten diente zur Aufbewahrung des Griffels. Der Griffel ist so eine Art Stift, der zum Beschreiben von Schiefer- oder Wachstafeln diente. Uroma und Uropa hatten Griffelschachteln oder -boxen. Oft waren diese aus Holz. Sie konnten schlicht oder aufwendig, aus geringwertigem oder hochwertigem Material gefertigt sein. Sie waren bemalt, beklebt, gebrannt, einstöckig oder mehrstöckig. Sie waren entweder mit Schiebe-deckel, Klappdeckel oder drehbarem Deckel versehen.
Heute sagt man Federmappe oder Federmäppchen. Allerdings ist meist nicht mehr bekannt, woher der Begriff kommt. Griffel wurden von den Schreibfedern und später vom Füllfederhalter abgelöst.
Die Schüler der 10 d haben ihre aus Kiefernrechteckleisten mit Schiebedeckel hergestellt. Die Box wurde mit einer klassischen Holzverbindung, der Überblattung, hergestellt. Die beiden Längsseiten erhielten jeweils eine Nut in die Seitenteile. An einer Querseite musste auf Höhe der Nut ein Stück längs abgesägt werden. Dieses diente auf dem Schiebedeckel aufgeklebt als Griff. Beim Verleimen musste auf die Rechtwinkligkeit geachtet werden.
Alle Schüler wollten einen Schiebedeckel aus Acryl- bzw. Plexiglas. Bei diesem sind die Kanten mit der Ziehklinge zu bearbeiten. Beim Abtragen des Materials muss auf den Sitz des Deckels geachtet werden. Nimmt man zu viel Material weg, fällt der Deckel einfach heraus.
Angelika Luidl

Schule daheim - konstruktives Arbeiten mit Papier

Charakterköpfe – konstruktives Arbeiten mit Wellpappe

Die Schüler der 9 d erprobten elementare Gesetzmäßigkeiten des konstruktiven Bauens, um daraus Erkenntnisse (Statik, Belastbarkeit) für das eigene Werkvorhaben „Charakterkopf“ zu gewinnen.
Angelika Luidl

Taschenbuch-Etui

Früher war das Buchbinden ein spezielles Handwerk. Wenn man sich ein Buch kaufte, erhielt man nur die bedruckten Seiten. Danach musste man das Buch bei einem Buchbinder binden lassen. Das Gute daran war, dass man selbst bestimmen konnte, wie das Buch aussehen sollte. So wählten reiche Leute etwa einen mit Blattgold verzierten Einband aus Leder mit dem eigenen Wappen oder Firmenlogo. Manche Einbände wurden sogar mit einem Schloss versehen.
Die Schüler der 9 d haben zwar kein Buch bezogen, aber ein Etui hergestellt, in das man unterschiedliche Buchblöcke stecken kann, um diese zu schützen. Oder einfach um klarzustellen:
„Muss ja nicht jeder gleich sehen, was ich da lese.“
Hier wurden verschiedene klassische Techniken des Buchbinderhandwerkes angewendet, wie Falzen, Beschmieren, Kaschieren, … Auch setzten die Schüler unterschiedliche Materialien ein, die in der Buchbinderei verwendet werden. Sie kennen nun z. B. Buchleinen, Gaze, Litze, … Beim Buchbinden gibt es, je nach Objekt, sehr viele Einzelteile, die zunächst zugeschnitten werden müssen.
Wichtig ist vor allem immer die Farbkomposition: So soll das Schmuckpapier einerseits zum Buchleinen passen, sich aber andererseits auch genügend davon abheben.
Angelika Luidl

Windige Typen

… also Figuren, bei denen nach Fertigstellung der Arbeit ersichtlich wurde, dass sie gegen den Wind ankämpfen, sollten die Schüler der Klasse 9 d herstellen.
Zunächst wurden Skizzen erstellt, danach ein Grundgerüst aus Draht gebogen, das auf einen Sockel getackert wurde. Die Figuren erhielten einen Pappmaché-Überzug, der nach dem Trocknen einen Farbanstrich bekam.
Als letzter Arbeitsschritt wurde die Kleidung so über die Figur drapiert, dass es aussah, als würde diese vom Wind verblasen.
Angelika Luidl

Mittelalterliche Tonflasche

Die Werkschüler der 7 d wollten Flaschen aus Ton herstellen. Wie solche Flaschen im Mittelalter hergestellt wurden, wissen wir nicht. Wir haben bei der Herstellung gleich zwei handwerkliche Verarbeitungstechniken angewandt, zum einen die Plattentechnik. Mit dieser wurde die Grundform um einen zylinderförmigen Körper, der zunächst mit Zeitung umwickelt wurde, hergestellt. Zum anderen die Daumenschalentechnik. Mit einer Daumenschale, die etwa den Durchmesser des Zylinders hatte, wurde dieser oben verschlossen. Anschließend erhielten die Flaschen noch einen entsprechenden Hals mit Öffnung und wurden nach Lust und Laune mit Oberflächengestaltungen wie Auflagen, Einritzungen und Stempeldekor verziert.
Danach mussten die Flaschen erst einmal trocknen und geschrüht werden. Nach dem Glasurauftrag wurden die Flaschen nochmals gebrannt. Anschließend wurde die Flaschenöffnung ausgemessen und entsprechende Korken bestellt. Diese können nun wunderbar als Mineralwasserflaschen verwendet werden – sind wir nicht echt „Öko“?
Angelika Luidl

Gummibärchen-Katapult

Der Umgang mit der Tisch- oder Ständerbohrmaschine gehört zu den gefährlicheren Arbeiten im Werkunterricht. Hier müssen viele Sicherheitsvorschriften eingehalten werden, wie z. B. das Zurückbinden der Haare, das Tragen einer Schutzbrille, das Einspannen des Werkstückes – um nur einige wenige zu nennen.
In der 5. und 6. Jahrgangsstufe dürfen die Schüler bereits unter Aufsicht Bohren. Ab der
7. Jahrgangsstufe tun die Schüler dies teilselbstständig. Das heißt, der Schüler oder die Schülerin befindet sich im Blickfeld der Lehrerin.
Jetzt musste nur noch ein Werkstück gefunden werden, an dem Bohrungen auszuführen sind. Nachdem die Schüler bereits in der 6. Klasse den Wunsch geäußert hatten, ein Katapult zu bauen, war dieses schnell gefunden.
Zunächst wurden die Quadratleisten in der Schneidlade mit einer japanischen Feinschnittsäge abgelängt. Anschließend ging es an das Anreißen und Vorstechen der Bohrmittelpunkte. Danach wurden unzählige Bohrungen mit unterschiedlichen Durchmessern gesetzt. Nachdem auch die Schnittflächen mit Feile und Schleifpapier geglättet waren, ging es an den Zusammenbau. Da zeigten sich allerdings die fehlerhaft gesetzten Bohrungen. Folglich weisen nun manche Wurfschleudern Bohrungen auf, die überhaupt nicht erforderlich sind, was der Funktion aber nicht im Wege steht.
Natürlich wurden die fertigen Wurfschleudern kräftig getestet. Etwa, ob man ein Gummibärchen gezielt in den Mund eines anderen trifft. Der Hinweis, nur weiche Gegenstände damit umherzuschießen, fehlte selbstverständlich nicht.
Angelika Luidl

Die Löwen sind los

Als erste Werkarbeit haben die Klassen 6 b, c und d Stecktiere aus Holz hergestellt. Solche gibt es auch als Holzbausätze zu kaufen. Diese sind dann meist vorgestanzt und müssen nur noch herausgebrochen und zusammengesetzt werden.
Die vier Einzelteile des Löwen hingegen wurden von den Schülern eigenhändig mit der Laubsäge ausgesägt. Dabei kommt es auf Genauigkeit an. Vor allem die Nuten, an denen die Tiere zusammengesteckt werden, müssen exakt gearbeitet sein. Ist zu viel Material weggesägt worden, sind die Tiere nach dem Zusammenstecken sehr wackelig. Ist hingegen zu wenig abgesägt, muss mit der Feile nachgearbeitet werden.
Mit der Laubsäge wird im Sitzen gearbeitet. Das Werkstück liegt auf einem Laubsägetisch auf. Geeignet ist dieses Werkzeug vor allem für runde oder geschweifte Formen, da man die Laubsäge immer in der gleichen Position von oben nach unten bewegt. Das Material wird auf dem Laubsägetisch so bewegt, dass man es an den Zähnen des Sägeblattes „zufüttert“.
Angelika Luidl

Teeschalen

wollten die Schüler der Klasse 6 d herstellen. Das Thema war „tea for two“. Will heißen, nicht eine, sondern zwei Teeschalen, die zudem noch fast gleich aussehen, sollten es werden.
Die Schüler erhielten einen Klumpen Ton, den sie zunächst in zwei gleich große Teile halbierten. Danach wurden „Knödel“ geformt, aus denen anschließend mit der Daumenschalentechnik – drücken, streichen, stauchen – Halbschalen geformt wurden. Das stellte sich dann für die Kinder doch als etwas schwieriger heraus, als es den Anschein hatte. Vor allem am oberen Rand wies der Ton oft sehr schnell Trockenrisse auf.
Nachdem die eigentlichen Schalen fertig waren, wurde an der Unterseite ein Standring angebracht.
Ob es nun japanische oder chinesische Teeschalen sind, ist nicht geklärt, auf jeden Fall sind es eher Winter- als Sommerschalen, da diese doch eine erhebliche Dicke aufweisen.
Angelika Luidl

Trockener Ton – und nun?

… da mal wieder sehr viel zu trockner Ton da war und man keine 20 kg Schlicker (Tonkleber) braucht, war die Frage:  was machen wir daraus?
Der Ton war noch nicht ausgetrocknet, aber auch nicht mehr so geschmeidig, dass er gut formbar gewesen wäre. Das Aufbereiten zur wieder geschmeidigen, gebrauchsfertigen Masse ist sehr aufwendig. Dazu hätte man ihn erst einmal komplett austrocknen lassen müssen. Danach wird er zerkleinert, in einem Gefäß mit Wasser wieder benetzt und dann muss er einige Tage stehen, um die Feuchtigkeit wieder aufzunehmen. Anschließend muss er homogenisiert werden. Die Tonmasse muss dabei so lange vermengt (geschlagen) werden, bis überall der gleiche Feuchtegrad im Ton ist.
Das ist sehr aufwändig und wer macht das gerne?
So trat die 6 a in die Kerzenständerproduktion ein. Die zwei Tonhubel wurden in Quader von etwa 50 x 50 x 70 mm geschnitten. Die Schüler klopften nun mittels Schlaghölzer die Quader in Pyramidenstümpfe. Anschließend wurden die Seiten mit den Oberflächengestaltungen des Stempelns oder Ritzens z. B. mit freundlichen oder grimmigen Gesichtern verziert.
Am Schluss wurde mit einem Rundholz mit einem Durchmesser von 20 mm eine etwa 15 mm tiefe Mulde eingebracht – diese dient als Kerzenhalterung.
Angelika Luidl

Bauhaus Hampelmann

Diesen Hampelmann hat Margaretha Reichardt, eine der ganz großen Vertreterinnen des Bauhauses, während ihrer Ausbildung am Bauhaus in den Jahren 1926 bis 1930 entwickelt.
Die SchülerInnen der 6 b haben ihn aus 5 mm starkem Furniersperrholz nachgebaut.
Zuerst wurden die benötigten Einzelteile auf die Holzplatten aufgezeichnet, anschließend mit der Laubsäge ausgesägt, danach die Kanten geschliffen und mit Acrylfarbe bemalt.
Nach Anbringung der erforderlichen Bohrlöcher für die Achsen der einzelnen Körperteile erfolgte die Montage in Partnerarbeit. Dies ist alleine nicht zu bewerkstelligen, da die Einzelteile in Ruhestellung montiert werden und zugleich auf die Fäden Zug gebracht werden muss.
Eine sehr langwierige, kleinteilige und zeitaufwändige Arbeit.
Großen Respekt an die Werkgruppe – ihr habt drei Monate daran gearbeitet, ohne irgendwie missmutig oder mürrisch zu werden – ihr seid einfach spitze.
Angelika Luidl

Zettelkasten

Materialkombination und Steckverbindungen bildeten den Arbeitsschwerpunkt des Zettelkastens, der von der 10 d geplant und hergestellt wurde.
Den Schülern standen ein Stück Aluminiumblech mit den Abmessungen 300 x 130 x 2 mm und Acrylglasplatten mit einer Stärke von 3 mm in verschiedenen Farben zur Verfügung.
Das Blech erhielt einen rechten Winkel. Zudem sollte der obere Bereich mit einem ansprechenden Motiv gestaltet werden. Zur seitlichen Begrenzung fertigten die SchülerInnen Acryl- bzw. Plexiglasteile, die mittels Steckverbindungen in Durchbrüche der Aluminiumteile befestigt und verriegelt wurden. Die Ablagefläche für Zettel war mittels „Nasen“, die durch Langlöcher im Aluminium gesteckt wurden, an den Plexiglasteilen schräg zu stellen.
Ferner sollten die SchülerInnen die Plexiglaseinsätze an geeigneter Stelle so gestalten, dass sie nicht nur als Seitenbegrenzung, sondern auch zur Aufnahme eines Stiftes dienen.
Insgesamt war wichtig, dass sowohl Zettel als auch Stifte leicht zu entnehmen sind.
Angelika Luidl und Isabell Hemmann

… jedes Töpfchen findet sein Deckelchen

Zunächst wurden in der 10 d Dosen getöpfert. Wichtig war hier die Erstellung einer geraden Oberkante. Dies war wie folgt zu erreichen: Nachdem sie alles verbunden und verstrichen hatten, drehten die SchülerInnen die Dose um und kürzten deren Rand gerade und sauber mittels danebenliegenden Holzleisten und eines Schneidedrahtes.
Die Dosen wurden glasiert und dann ging es an das Design des Deckels, der aus Holz angefertigt wurde. Man benötigte hierfür zwei Holzteile: den eigentlichen Deckel und einen etwas kleineren Rand, damit der Deckel auch gut schließt. Manche Deckelformen waren jedoch schwer zu ermitteln, deshalb wurden die Dosen kurzerhand mit ihrer Öffnung auf den Kopierer gestellt und schon hatte man die Größe für das Innenteil.
Ferner stand die Frage im Raum, und wie denn der Griff zu gestalten und zu montieren sei, ob mit oder ohne Griff. Eine Zuckerdose erhielt z. B. einen „Würfelzucker“. An eine Kastanie wurde gedacht, aber wieder verworfen, die trocknet und kann deshalb nicht dauerhaft mit einer Schraube montiert werden. Außerdem haben manche Schüler fertige Möbelgriffe, die in einem „Billigkaufhaus“ für 1 € feilgeboten werden, hergenommen.
Angelika Luidl und Isabell Hemmann 

Geheimbuch

… was lange währt …
Aufgabe war es, in ein altes Buch einen rechteckigen Ausschnitt zu schneiden und die offenen Seiten dann innen miteinander zu verleimen, damit ein Fach entsteht. Weiter sollte das Buch einen individuellen Umschlag erhalten.
Nachdem die Schüler der 9 d in der 7. Jahrgangsstufe bereits ein Buch gebunden hatten, wobei sie allerdings die Teile mundgerecht zugeschnitten bekommen hatten, sollten sie bei dem Geheimbuch eine Stückliste erstellen und die Einzelteile zuschneiden, da ja jedes Buch eine andere Größe aufwies. Das war offensichtlich ein schwieriges Unterfangen. Es gab eine Stückliste, in welcher die entsprechenden Maße zu berechnen waren. Nach etwa 6 Schulstunden anstehen an der Schneidemaschine und der Produktion von 50 % Verschnitt ging es aber dann endlich an die Herstellung des Buchrückens, was erneut fast drei Schulstunden in Anspruch nahm. In der Folgewoche konnte jedoch der Buchblock eingeleimt werden – puh, wir haben es doch tatsächlich noch geschafft.
So ein Buch hat ja auch wahnsinnig viele Einzelteile: Buchblock, Vorsatzpapier, Gazestreifen, Lesezeichen, Kapitalband, Buchdeckel, Buchrücken, Rückenhalterung, Rückenbezug, Kantenleinen, Deckelbezug – dass man da mal nicht den Überblick verliert.
Angelika Luidl und Isabell Hemmann

Erdmännchen

In der 8 d entstanden in subtraktiver Arbeitsweise diese geselligen Tiere.
Als Ausgangsmaterial stand ein Lindenholz mit den Abmessungen 250 x 40 x 40 mm zur Verfügung. Es kamen sehr viele unterschiedliche Werkzeuge zum Abtragen des Holzes zum Einsatz: Von der Japanischen Feinschnittsäge, über Flach- und Hohleisen, Schnitzmesser, Raspel, Feile, Ziehklinge bis hin zum Schleifpapier. Manche Werkzeuge waren schon länger bekannt, mit dem Stemmeisen wurde hingegen das erste Mal gearbeitet. Folglich wurde auf Arbeitsweise und Sicherheitsmaßnahmen besonders eingegangen – trotzdem brauchten wir viele Pflaster. Nach dem letzten Schleifvorgang wurden charakteristische Details wie Ohrmuscheln, Augen, Schnauze oder Krallen mit dem Lötkolben eingebrannt.
Angelika Luidl

Kerzenständer

Die 8 d hat aus Kupferblech Kerzenständer in Treibarbeit hergestellt. Darunter versteht man das Bearbeiten von Blechen zu hohlen und gewölbten Formen mit Hilfe von Treibhämmern.
Der Kerzenständer besteht aus einer Tropfschale und einem getriebenem Fuß. Form und Größe von Fuß und Tropfschale waren beliebig. Als Gestaltungselement sollte der Fuß mit Aussparungen versehen werden.
Zur Verbindung wurde ein fertiger Kerzendorn aus Messing benutzt. Dieser ist am unteren Ende mit einem M4-Gewinde versehen.
Angelika Luidl

Tortenheber

Die SchülerInnen der 8 d hatten die Aufgabe, einen Tortenheber aus Kunststoff herzustellen.
Neben dem Anfertigen einer Skizze war auch das Erstellen einer Schablone notwendig, um Größe und Funktion des Tortenhebers zu testen. Falls eine Spiegelgeometrie gewünscht war, wurde vor dem Ausschneiden der Schablone das Blatt auf der Spiegelachse gefaltet.
Anschließend fertigten die Schüler den Tortenheber aus Kunststoff, besser gesagt PMMA = Polymethylmethacrylat. Das ist der Kunststoff, mit dem hauptsächlich im Werkbereich gearbeitet wird, da er gut mechanisch bearbeitbar und thermisch verformbar ist.
Gearbeitet wurde mit Laubsäge, Feile, Ziehklinge, Schleifpapier und Stahlwolle. Anschließend wurde das Plexiglas an den Kanten an der Schwabbelscheibe poliert. Nun durfte endlich die Schutzfolie abgenommen werden und die Biegungen konnten nach dem Erwärmen mit dem Biegegerät oder dem Heißluftföhn samt Biegehilfen angebracht werden. Achtung: heiß – bei dieser Arbeit waren Schutzhandschuhe unerlässlich.
Danke an Theresas Oma, die uns eine feine „Goldtröpfchen“-Torte gebacken hatte. Da konnten die Tortenheber auch gleich ausprobiert werden.
Angelika Luidl

Kressebär

Aus dem Werkstoff Ton – weiß brennend – gestalteten die Schüler der Klasse 6 a sich einen Kressebär.
So gingen sie dabei vor
Hohlkugel aus zwei Daumenschalen hergestellt, mittels Klopfholz in liegende Eiform gebracht
Kopf aus Halbschale gefertigt und angebaut, Einzelteile (Beine, Schwanz, Nase und Ohren) aus Wülsten oder in der Hand formend gefertigt
Werkstück und zu verbindende Einzelteile angeritzt, Schlicker aufgetragen, angesetzt und gut verstrichen
Augen mit einem Kopfmacher (Metallbearbeitungswerkzeug zum Nieten) eingedrückt, Mund mit Bleistift eingeritzt
Rücken mit einer Gabel mit tiefen Rissen strukturiert: das soll einerseits das Fell darstellen, andererseits kann sich in den Vertiefungen der Kressesamen festhalten
nach etwa 10 Tagen Werkstück brennen
Der Kressesamen wird auf dem Rücken verteilt. Die Kresse muss feucht gehalten werden, das erreicht man am besten mit einer Sprühflasche und frischem Wasser. Nach ein paar Tagen kann geerntet werden.
Angelika Luidl

Schildkröte

Ein faszinierendes Tier. Von „der Schildkröte“ kann man wohl aber nicht sprechen. Derzeit unterscheidet man 341 Arten mit über 200 Unterarten. Gemeinsam ist allen, dass sie einen Panzer haben. Dieser macht etwa 30 % ihres Gewichtes aus. Der Panzer der Schildkröten umschließt mit Rücken- und Bauchpanzer alle wichtigen Organe und Körperregionen.
Die 6 b hat welche getöpfert. Dabei hat sie zunächst eine Hohlkugel aus zwei Daumenschalen hergestellt und sie etwas flach geklopft. An diese Halbkugel wurden Beine, Kopf und Schwanz angebracht.
Einen Panzer im eigentlichen Sinn hat unsere Schildkröte nicht, da haben wir etwas geschummelt. Wir haben eine Tonwulst ausgerollt, diese ganz außen am Körper aufgelegt und den Überstand nach oben verstrichen.
Zum Schluss wurden mittels Strukturfolien der Panzer und die Haut von Kopf, Beinen und Schwanz strukturiert, aber auch Augen, Nasenlöcher und ein Mund mittels Stempel eingebracht oder mit Modellierstäbchen eingeritzt.
Stellt sich nur noch die Frage: Haben wir jetzt eine Großkopfschildkröte, Landschildkröte, Meeresschildkröte, Lederschildkröte, Alligatorschildkröte, Tabascoschildkröte oder Schlammschildkröte, … getöpfert?
Angelika Luidl

Kräutertasche

Im Werkunterricht fertigten die Schüler der Klasse 7 d eine Kräutertasche aus Ton, die mit verschiedenen Kräutern (z. B. Schnittlauch, Basilikum, Dill, Petersilie, Thymian, ...) bepflanzt wurde. Jeder einzelne Schüler konnte sich eine Kräuter-Pflanze auswählen, die er dann in sein getöpfertes Tongefäß einpflanzte. Informationen über „ihre Kräuter“ recherchierten die Schüler im Internet und stellten den Mitschülern ihr Ergebnis vor, z. B. woher die Pflanze kommt, wozu sie verwendet wird, Kochideen, welche gesundheitliche Wirkung sie besitzt u. v. m. Zuletzt durften die Schüler ihre Werke mit nach Hause nehmen – Guten Appetit!
Cornelia Jais

Serviertablette

Die Werkstoffe Holz und Kunststoff sollten in einem Werkstück vereint werden. Hierzu wurden in der 10 a klassische Holzserviertablette mit Fingerzinkung hergestellt – allerdings war nur der Rahmen aus Holz.
Einlegeboden und Griffe wurden aus Acrylglas gefertigt. Bei den Griffen war darauf zu achten, dass diese ergonomisch geformt sein sollten. Ferner musste man mit den Fingern, auch wenn das Tablett auf einer ebenen Unterlage liegt, von unten in den Griff fassen können. Die Rundung wurde mittels thermischer Verformung (Heißluftföhn) über Rundstab hergestellt. Durch gestalterische Elemente sollten Boden und Griff zueinander passen. Wenn man Acrylglas kauft, ist dieses auf Ober- und Unterseite mit Schutzfolie versehen. Durch Einschneiden und Abziehen derselben können Stellen freigelegt werden. Nun konnte ein mattes (geeistes) Dekor aufgebracht werden, indem die freien Stellen mit Schleifpapier und Stahlwolle (kreisende Bewegung) bearbeitet wurden.
Unser Hausmeister Herr Buchner hat Nute eingeschnitten, in welche die Plexiglasplatte vor dem Zusammenleimen gesteckt wurde.
Die Griffe wurden mittels Linsenkopfschraube und Muttern befestigt.
Angelika Luidl

Gipsplastiken à la Giacometti

BlauesLand Schuhdesign

Schuhe sind nicht nur ein funktioneller Bestandteil der Kleidung. Heute bestimmen vor allem die Marken der Schuhe das eigene Image. Männer und Frauen haben dabei unterschiedliche Anforderungen an Schuhe. Für Frauen ist neben dem Namen ein außergewöhnliches Aussehen wichtig. Mit Kunst am Fuß wollen Männer hingegen meist nicht auffallen. Bei ihnen steht neben starken Farben die Funktion im Vordergrund.
In Deutschland gibt es etwa eine Hand voll großer Namen im Schuhdesign. Schuhmacher oder gar Schlappenflicker sind das nicht mehr, sondern Schuhtechniker. Etwa ein Dutzend werden jedes Jahr im rheinland-pfälzischen Pirmasens ausgebildet.
Die Schüler der Klasse 9 d haben sich des Themas angenommen und - natürlich angelehnt an Trendmarken - „ihren Schuh“ nachgetöpfert.
Angelika Luidl und
Isabell Hemmann

Französischer Buttertopf

Die Schüler der 7 d stellten einen Buttertopf in Plattentechnik aus Ton her.
Dieser besteht aus zwei Zylindern, wobei der kleinere mit überstehendem Rand, der auch als Deckel bzw. Griff dient, in den größeren mit bündigem Boden gestülpt wird.
In einem Butterkühler bleibt die Butter stets streichzart – weder zu hart noch zu weich - und lässt sich auch auf weiches Brot gut auftragen.
Man bedient sich hier des physikalischen Prinzips der Verdunstungskühle.
Anwendung:

  • Die Butter mit einem Messer in das kleinere, zylinderförmige Oberteil drücken
  • in das Unterteil etwa zwei bis drei Zentimeter hoch Leitungswasser einfüllen
  • das Wasser alle zwei bis drei Tage erneuern
  • gereinigt wird der Buttertopf in der Spülmaschine
  • Übrigens: Der Buttertopf kommt NICHT in den Kühlschrank.

Angelika Luidl

Smörknivar = Buttermesser

Eines der wichtigsten Tisch-Accessoires in Schweden ist das Buttermesser. Dort gehört es sich, dass man die Butter mit einem speziellen Messer aufs Brot streicht. Anschließend wird es wieder für alle greifbar z. B. in den Buttertopf zurückgelegt. So ein Buttermesser hat eine Länge von ca. 18 cm und wird meist aus Birke, Wacholder oder Kiefer gefertigt. Wir stellten welche aus Kiefernholz her, das zudem noch besonders antibakteriell wirkt.
Simon, unser Spezialist fürs Schnitzen, leitete uns bei der Fertigung an:
Die erste Regel ist: „Wer schnitzt, der sitzt“.
Dann geht es an das eigentliche Schnitzen, das nach Möglichkeit vom Körper weg erfolgt. Beide Oberarme liegen am Oberkörper an. Es werden nur kleine Bewegungen ausgeführt und nur sehr wenig Holz abgetragen. Lediglich die Hand, in der das Holz liegt, darf zurückgezogen werden. Meistens müssen wir aber zum eigenen Körper hin schnitzen und sind damit einer hohen Verletzungsgefahr ausgesetzt. Deshalb ist der Daumen der nicht schnitzenden Hand dabei gut zu schützen und stets unterhalb des Schnittes anzulegen.
Angelika Luidl

Der „Wasserfloh“ in der Schweinebucht

Die Klasse 6 a durfte in der vorletzten Schulwoche die im Werken-Unterricht erstellten Holzboote zu Wasser lassen. So manches Boot stellte sich zwar im See als wenig stabil heraus, aber der Großteil der Flotte schlug sich wacker. Sogar ein Rennen wurde ausgetragen.

Sandra Schweiger

Karfreitagsratsche – 7 d

In unserer Gegend ist es Brauch, dass Ratschen am Karfreitag die Kirchenglocken ersetzen. Dazu werden oft sehr große Ratschen verwendet. Wir haben etwas Handlichere gebaut, die aber trotzdem richtig schön Krach machen. Unsere können auch hervorragen bei Sportveranstaltungen oder im Fasching eingesetzt werden.
Viele Hölzer mussten abgelängt und noch mehr Bohrungen gesetzt werden, bis wir überhaupt daran denken konnten, unsere Ratsche zusammenzubauen. Das Zahnrad haben wir mittels einer Raspel hergestellt, indem wir etwa 8 mm tiefe, halbrunde Einkerbungen in das Rad gearbeitet haben.
Die größte Schwierigkeit war das Verleimen der Einzelteile. Das Zahnrad haben wir dann extra noch mit einem Nagel gegen Verdrehen gesichert.
Angelika Luidl

Pflanztöpfe - Pflanzköpfe

Die Schüler der 7 d haben aus weiß brennendem Ton mit der Daumenschalentechnik diese Pflanzköpfe/-töpfehergestellt. Jetzt fehlt nur noch der Haarschmuck - Kresse könnte man anpflanzen.
Angelika Luidl

Diese Tischlampen der Klasse 9 d

wurden im oberen Drittel mittels Cutter/Skalpell auf einer Schneidematte individuell gestaltet.
Die Aussparungen auf einer Laterne sollten thematisch zueinander passen.
Isabell Hemmann und Angelika Luidl

Ohrmuschel oder Ohrwaschel

... kannst du mich hören?

Zaubermappen

Sie besteht aus zwei Buchdeckeln, die mit Bändern verbunden sind. Sie können sowohl in die eine als auch in die andere Richtung geöffnet werden. Und das eigentliche Zaubern besteht darin, Geldscheine, Karten oder Bilder (je nachdem, wofür die Mappe verwendet wird) von der einen auf die andere Seite zu zaubern.
Wie das funktioniert, haben wir anhand einer fertigen Zaubermappe beobachtet:
Zaubermappe öffnen, Geldschein hineinlegen und wieder schließen
nun an der gegenüberliegenden Seite öffnen – an den Kanten „hineinluren“, es ist zu beobachten, dass der Geldschein unter die gekreuzten Bänder gezogen und unter den gerade verlaufenden Bändern heraus gezogen wurde – wieder schließen
wieder zur anderen Seite öffnen – unter welchen Bändern liegt nun der Geldschein?
Die Klasse 6 c hat ihre Zaubermappen mit selbst marmoriertem Papier bezogen. Die Arbeit zog sich über mehrere Wochen hin, da nach dem eigentlichem Bezug des Papieres die Buchbindearbeit zunächst einmal getrocknet und gepresst werden musste, um unschöne Druckstellen durch die Bänder zu vermeiden. Dann hat uns das Satinband etwas geärgert, dieses ließ sich nur schwer so aufkleben, wie wir das wollten – aber am Schluss hielten wir unsere poppigen Zaubermappen in der Hand.
Angelika Luidl

Postiv-Negativ-Technik = zwei Topfuntersetzer

Die Klassen 6 b und 6 d haben in Annäherung an diese Technik je zwei Topfuntersetzer gefertigt. Wie konnte das aber mit einem Brett erreicht werden? Eine Positivform – z. B. ein Kuhkopf ergibt einen kleinen Untersetzer. Eine negative Form – hier bleibt das eigentliche Motiv als Aussparung übrig – ergibt den großen Untersetzer.
Wir haben zunächst eine passende Form gesucht. Dabei wurden wir fündig, indem wir im Internet nach Silhouette/Kontur, kurz gesagt einem Umriss gesucht haben. Als weitere Suchbegriffe waren natürlich Tierarten, ein Piktogramm (Ampelmann/Twitter), Serienhelden (Darth Vader/Batman), ... nötig.
Nach dem Aufzeichnen der Form mittels Kohlepapier auf das Furniersperrholz ging es an das Ausschneiden. Dazu wurde am Rand der Silhouette ein winziges Loch gebohrt, durch das gerade so das Laubsägeblatt passte. Dann wurde immer am Bleistiftriss entlang gesägt. Wichtig war, dass das Sägeblatt absolut senkrecht geführt wurde, sonst konnte die Innenform nach dem Schnitt gar nicht entfernt werden.
Beide Teile wurden noch geschliffen und mit Öl eingelassen. Und dann hatten wir eben nicht einen, sondern zwei Untersetzer.
Angelika Luidl

Die klassische Papiertüte

Fast täglich haben wir sie in der Hand. Wir bekommen sie in vielen Geschäften, vor allem seitdem Plastiktüten etwas kosten. In Bekleidungsgeschäften und Parfümerien haben sie eine wahre Wiedergeburt erfahren. Nebenbei tragen wir nun die Werbung für die einzelnen Geschäfte spazieren. Teilweise sind die Tüten sehr hochwertig und edel.
Wie geht man nun aber der Reihe nach vor, wenn man so eine Papiertüte in Handarbeit herstellen will?
Dazu hat die 6 c handelsübliche Tüten genau untersucht und auch versucht, die Klebestellen vorsichtig zu öffnen, um nachzuvollziehen, wie diese vor dem Kleben gefaltet werden.
Die Schüler haben erkannt, dass eine genaue Abfolge der Arbeitsschritte notwendig ist, um zu einem brauchbaren Ergebnis zu kommen. Es kann z. B. nicht erst die Seitennaht verklebt und dann am offenen Ende das Papier umgefaltet werden, damit der Rand stabilisiert wird.
...  mal schnell - so ist eine Tüte nicht gemacht. Für die erste Tüte wird man schon eine Stunde brauchen. Aber es ist ein tolles Upcycling-Projekt. Man kann nicht nur, wie im Bild zu sehen, selbst hergestelltes Stempelpapier verwenden, auch alte Kalenderblätter eignen sich hervorragend.
Angelika Luidl

Werken — Ein tolles Fach

In der 6. Jahrgangsstufe haben wir Werkstücke aus Ton, Holz und Metall angefertigt. Unsere Lieblingswerkstücke waren ein richtungsweisender Magnet und ein Armband aus Metall.
Die Arbeit mit den verschiedenen Materialien hat allen viel Spaß gemacht, da es sehr abwechslungsreich war. Wir haben viel aus der praktischen Arbeit gelernt, aber auch Theorie gehört zum Unterricht dazu.
Werken ist im Gegensatz zu den anderen Fächern abwechslungsreich und entspannt. Natürlich sind auch schon Sachen schief gegangen wie zum Beispiel: das erste Mal sägen mit der Laubsäge, da die Sägeblätter schnell gerissen sind. Es gehört auch dazu, dass mal etwas schief geht, aber die Lehrer können einem immer helfen. Trotz allem ist Werken ein tolles Fach und man kann es jedem weiter empfehlen.
Franziska Rehberger und Emilia Krüll 6 b

Smartphone-Stuhl

Die Schüler/innen der Klasse 8 d stellten in ihrem Werkunterricht einen Smartphone-Stuhl aus Aluminium her. Aluminium ist ein leicht zu bearbeitendes Metall, das die Werkschüler/innen mit relativ geringem Kraftaufwand biegen konnten. Verschiedene „neue“ Metallwerkzeuge wurden verwendet sowie einige „neue“ Arbeitstechniken erlernt.
Arbeitstechniken waren das Anreißen, Sägen, Feilen, Bohren, Schneiden (Blechschere), Schleifen und Biegen (kalt verformen) im Metallschraubstock mittels Biegeholz und Hammer.
Als Differenzierungsarbeit hatten die Schüler/innen die Möglichkeit, den Smartphone-Stuhl als Klapp-Stuhl zu bauen, was um einiges schwieriger war.
Die Oberfläche durfte individuell gestaltet, bzw. mit Stahlwolle geschliffen, gesäubert und mit Metall-Lack eingesprüht werden, um sie zu schützen.
Nach Fertigstellung der Arbeit, „testeten“ und fotografierten die Schüler/innen die Smartphone-Stühle und Klappstühle.
Cornelia Jais

Klebstreifenabroller

Eine Klebstreifenrolle diente in der 10 c als Ausgangspunkt für diese Aufgabe. Ziel war es, ein Produkt nach persönlicher Vorstellung zu entwerfen und herzustellen.
Vor der Planung wurden Kriterien zur Funktion, Gestaltung und Verarbeitung geklärt.
Hinsichtlich der Funktion war darauf zu achten, dass

  • die Klebstreifenrolle einfach auswechselbar,
  • der Klebstreifen einhändig abreißbar und
  • mit einem Handgriff wieder aufnehmbar

sein sollte.

Das Werkstück sollte

  • originell und ansprechend gestaltet sein.

Bei der handwerklichen Ausführung war auf die Qualität

  • der spanenden Bearbeitung durch Ritzbrechen, Sägen, Bohren und
  • der thermischen Verformung

zu achten.


Angelika Luidl

Kirigami

Es handelt sich um eine japanische Papier-Schneidekunst. Diese erinnert an Origami.
Das Wort Kirigami setzt sich aus „Kiru“ = schneiden und „kami“ = Papier zusammen.
Wenn man die Karten betrachtet, könnte man auch an Pop-Up-Karten denken. Der Unterschied besteht darin, dass Kirigami mit einem einzelnen Blatt Papier auskommt, das mit speziellen Schnitten versehen und entsprechend gefaltet wird.
Im Werkunterricht der Klasse 9 a entstanden solche Karten wie die St. Pauls Kathedrale, der Eiffelturm oder die Skyline von New-York.
Die geraden Schnitte wurden mit einem Cutter, der an einem Lineal entlang geführt wurde, angebracht. Für Bögen benötigte man ein Skalpell. Nach dem Schneiden wurde entlang der Berg- und Talfalten das Gebilde gefaltet und auf eine Karte geklebt.
Angelika Luidl

Im Schmuckatelier

… klein aber fein. Diese Medaillons mit einem Durchmesser von ca. 5 cm sind in der Klasse 8 d entstanden. Neue Metallbearbeitungstechniken waren das „Auftiefen, Hartlöten und Beizen“.
Was verbirgt sich nun hinter diesen drei Begriffen?
Auftiefen: Dahinter versteckt sich ein formverändernder, spanloser Arbeitsvorgang. Da der Anhänger eine leicht gewölbte Form aufweisen sollte, wurde mittels eines Treibhammers in einer Treibschale eine konvexe (erhabene) runde Form hergestellt.
Hartlöten: Darunter versteht man die Vereinigung von metallischen Werkstücken durch ein geschmolzenes zusätzliches Metall (wird als „Lot“ bezeichnet). Der Schmelzpunkt des verwendeten Lotes muss unterhalb desjenigen der Metallstücke liegen, die verbunden werden sollen. Die Lötstelle musste zunächst metallisch rein sein. Dann wurde ein Flussmittel (hier Borax) aufgetragen. Lotpailletten wurden direkt über der Lotspalte platziert. Das Werkstück wurde mit einer Gaskartusche über 450 °C erwärmt. Durch Löten entstand zwischen den Metallen und dem Lot eine feste Verbindung.
Beizen: Nach dem Löten wurde das Werkstück zunächst in kaltem Wasser abgeschreckt. Danach wurde es in einem warmen Alaunbad gebeizt. Dieses Bad wird zur Reinigung der Oberfläche benutzt und wirkt langsamer als eine Schwefelsäurelösung, diese findet aber im schulischen Bereich keine Anwendung.
Angelika Luidl

Zauberkreuz

… oder ist es doch nur ein schlichter Topfuntersetzer?
Auf den ersten Blick meint man, es handelt sich um eine Kreuzüberblattung. Das Geheimnis des Zauberkreuzes liegt in der unsichtbaren Verriegelung der Einzelteile und der überraschenden Entriegelung.
Die erste Herausforderung war schon die Festlegung der individuellen Größe. Weitere folgten beim Bau. Nach dem Sägen und Feilen soll ein rechter Winkel von der Hirnholzfläche zu den Seitenteilen gegeben sein. Die Bohrlöcher sind exakt mittig anzureißen und zu bohren. Beim Verleimen ist darauf zu achten, dass sich eine Nut ergibt, in die das zweite Holzteil gerade eben so hineinpasst. Die kurzen Teile sind zur Außenkante bündig auf das lange Holzstück zu leimen.
So einfach, wie die Schüler ursprünglich dachten, war der Bau nicht. Doch hatte jeder Schüler auch nach Irrwegen ein passables Ergebnis.
Angelika Luidl

Schnürlkasperl

Die Schüler der 6 a haben aus 5 mm starkem Furniersperrholz solche lustigen Gesellen, nicht nur „Kasperl“, angefertigt. Zuerst wurden die benötigten Einzelteile auf Holzplatten aufgezeichnet, anschließend mit der Laubsäge ausgesägt, danach die Kanten geschliffen und mit Acrylfarbe bemalt.
Nun wurden die Bohrlöcher gearbeitet, die für die spätere Montage notwendig sind. Dazu wurden zuerst auf dem Körper die Stellen markiert, an denen Beine und Arme befestigt werden sollten. Oberhalb dieser Löcher wurden außerdem jeweils kleinere Bohrungen für die Zugschnur angebracht. Danach wurden die Körperteile mittels Holzdübel, an deren Enden Holzkugeln aufgeleimt wurden, verbunden.
In Partnerarbeit wurde die Montage der Zugschnur ausgeführt. Das ist alleine nicht zu bewerkstelligen. Die Zugschnur ist so anzubringen, dass die Hampelfigur in Ruhestellung liegt, also total entspannt. Da auf die Knoten Zug gebracht werden muss, braucht man jemanden, der die Teile in ihrer Position hält.
Angelika Luidl

Handschmeichler

Die Schüler der Klasse 6 d wollten unbedingt Handschmeichler herstellen.
Ein Handschmeichler soll von seiner Größe her bequem in die Hand passen. Durch die Glätte seiner Oberfläche wie durch die abgerundeten Kanten soll er bei der Berührung ein angenehmes Gefühl hervorrufen. Handschmeichler werden zur Entspannung benutzt.
Herr Buchner, unser Hausmeister, verleimte uns dafür Esche und Mahagoniholzstücke. Die Holzstücke wiesen eine Größe von 7 x 4,6 x 3 cm aus. Nun ging es daran, diesen nach seinen eigenen Vorstellungen eine ansprechende Form zu geben. Mit Raspel und Feile wurden zunächst die scharfen Kanten geglättet und eine gefällige Form herausgearbeitet. Es entstanden Loisachkiesel, Knochen, Kissen, ...
Anschließend machten die Schüler ein „Schleifdiplom“! (… ich hatte sie gewarnt.) Mit Schleifpapier immer feiner werdend, bis hin zu Schleifpads, wurden die Werkstücke so bearbeitet, dass sie diese wunderbar glatte Oberfläche erhalten haben. Eine dünne Schicht Öl sorgte für einen seidigen Glanz.
Angelika Luidl

Tonmasken

Gipsplastik

Osterhasen hoppeln durch das Gras

Bevor sie das aber tun konnten, wurden diese durch die Schüler der 6 a aus Ton – weiß brennend – gestaltet.
So sind sie dabei vorgegangen:

  • Hohlkugel aus zwei Daumenschalen hergestellt
  • Einzelteile (Ohren, Augen, Puschel, Nase) aus Wülsten oder in der Hand formend gefertigt
  • Werkstück und zu verbindende Einzelteile angeritzt, mit Schlicker bestrichen, aufgesetzt und gut verstrichen
  • mittels Löffel, Kopfmacher (Nietwerkzeug) und Modellierstäbchen Vertiefungen (z. B. um die Augen) eingebracht
  • nach dem Brand Werkstücke mit Manganoxid geschwärzt und erneut gebrannt

Naja, ob unsere Hasen wirklich hoppeln können ... sie sitzen zwar im Gras, aber hoppeln hat sie bislang noch niemand gesehen.
Angelika Luidl

Skizzenbuch A5-Querformat der Klasse 9 c

An Buchbindearbeiten kann man nicht irgendwie herangehen, hier bedarf es einer sorgfältigen Planung der aufeinanderfolgenden Arbeitsschritte. Daneben sind die Eigenschaften des Papiers zu berücksichtigen, die auf den ersten Blick nicht zu erkennen sind. Die Schüler wurden aufgefordert, Materialproben gezielt zu untersuchen, z. B. zu tasten oder mit Wasser zu befeuchten. Danach gab das Material doch noch einige seiner Eigenschaften preis. Außerdem wird bei Buchbindearbeiten vor allem die Feinmotorik und das exakte Arbeiten geschult. Nicht nur im fertigen Endprodukt liegt das pädagogische Ziel, sondern auch im Entstehungsprozess.
Angelika Luidl

Klemmbrett der Klasse 7 d

Als alltägliches Ge- und Verbrauchsmaterial steht Papier heute völlig selbstverständlich jedem in beliebiger Menge zur Verfügung. Bei Faltarbeiten, von Sternen oder geometrischen Körpern bis zu Papierfliegern, haben Schüler in den unteren Klassenstufen bereits vielfältige Erfahrungen mit Papier gesammelt, ohne sich dabei der besonderen Eigenschaften des Materials wirklich bewusst zu werden. Normalerweise beachtet man es kaum, es gilt als ausgesprochenes Wegwerfmaterial, scheint wenig dauerhaft und in seinem Gebrauchswert äußerst begrenzt.
Heute sind Kartonagearbeiten und Bücher sehr billig industriell herstellbar, der Sinn der Buchbindearbeiten ist es nicht, hierzu in Konkurrenz zu treten.
Die strenge Technik des Buchbindens mit ihren voneinander abhängigen und aufeinander aufbauenden Handgriffen verlangt und schult Disziplin im Denken und Handeln.
Angelika Luidl

STECKTIER

Ein fächerübergreifendes Thema: „Werken trifft Technisches Zeichnen oder umgedreht?“

  • Entwurf maßstabsgetreu zeichnen
  • Ablängen der Körperteile mittels Feinschnittsäge (Beine und Rumpf)
  • an allen Teilen Stablöcher (Durchbrüche 20 x 20 mm) mittels Streichmaß anreißen
  • Tipp:
  • Um Messfehler zu vermeiden,
  • nur von zwei Maßbezugskanten
  •  aus anzeichnen!
  • vor dem eigentlichen Ausstemmen, Stechbeitel mit leichtem Druck an allen vier angezeichneten Linien des Durchbruchs ansetzen – so wird ein Ausfransen der Werkstückoberfläche vermieden
  • zum Stemmen den Stechbeitel jeweils an oberer oder unterer Linie ansetzen, da nur quer zur Holzfaser gestemmt wird
  • von der Mitte aus zur vorgestemmten Ober- oder Unterkante des Durchbruchs hinarbeiten
  • bis auf die Hälfte das Material abtragen
  • zweite Hälfte von der Gegenseite arbeiten
  • Körperteile (Beine und Rumpf) auf Stab bringen (evtl. mittels Kreppband fixieren) und Umriss des Tieres aufreißen
  • Silhouette mit dünnem Bandsägeblatt aussägen (Lehrer)
  • Silhouette mit Feile und Schleifpapier bearbeiten
  • Silhouette des Kopfes aufreißen und an der Dekupiersäge aussägen
  • Kopfsilhouette mit Feile und Schleifpapier bearbeiten
  • Vierkantstab (20 x 20 mm) ablängen (Länge = Körper plus Überstand für den Keil),
  • ein Querseitenende des Vierkantstabes und die gerade Seite des Kopfes (Höhe beachten!) mittig mit 8 mm Bohrung etwa 20 mm tief versehen
  • Vierkantstab und Kopfteil mittels Holzdübel (leimen) verbinden
  • auf den Verbindungsstab den Körper fädeln, am hinteren Ende Bleistiftstrich setzen – dann die Körperteile wieder herunter nehmen und etwa 3 mm Richtung Stabende mittig eine 10 mm Bohrung setzen
  • Keil zur Fixierung herstellen – 10 mm Rundstab ablängen, ein Ende keilförmig feilen und schleifen
  • evtl. am anderen Ende des Keils Schwanz mit Naturfasergarn anbringen – dazu Bohrung mit entsprechendem Durchmesser anbringen und Garn einleimen
  • Einzelteile des fertigen Tieres wachsen und polieren

Angelika Luidl

Hoibe Kriagal

Die Seidl wurden in der 9 c in Plattentechnik hergestellt. Zunächst wurde ein passendes Kunststoffbehältnis straff mit Zeitungspapier umwickelt und mit Kreppband fixiert. Dies stellte unseren Stützzylinder dar. Anschließend wurde mit einem Plattenschneider eine Tonplatte aus einem Hubel Ton herausgeschnitten. Diese wurde, nachdem sie in der geforderten Größe rechtwinklig zugschnitten war, um den Stützzylinder gewickelt, an der Nahtstelle angeraut, angeschlickert und mit dem Messer gegeneinander verstrichen. Danach wurde das Werkstück auf eine weitere Tonplatte gestellt. Großzügig wurde mit etwa 5 mm Überstand um den Zylinder herum eine runde Platte ausgeschnitten, die den Boden des Humpen bildete. Mit einem Messer und einer nach oben streichenden Bewegung wurden Boden und Zylinder miteinander verbunden. Nun wurde vorsichtig, mit einer drehenden Bewegung, der Stützzylinder entnommen. Der Tonzylinder wurde mit der Naht nach unten gelegt und die innere Ansatzstelle verstrichen. Mit einem Modellierstäbchen wurde der stehende Zylinder am Boden so bearbeitet, dass auch da die Ansatzstellen miteinander verbunden wurden.
Gefäß samt Stützzylinder wurde in einer Plastiktüte verpackt und für eine Woche aufbewahrt. Nach dieser Woche war der Gegenstand lederhart und konnte abschließend endbearbeitet werden. Zunächst wurde der Trinkrand nochmals geglättet. Danach wurde ein Henkel gezogen und an das Gefäß montiert – Ansatzstellen anrauen, anschlickern, Teile aufeinander drücken und  Überstände verstreichen. Oberfläche glätten und bitte nicht am Henkel hoch heben, der ist noch nicht stabil genug.
Angelika Luidl

Glückselefant

… mal schauen, ob es hilft. Seit Jahrtausenden gilt der Elefant als Symbol für Glück, Weisheit und Treue. Vor allem durch seine Intelligenz steht er im besonderen Maß für Wissen und Weisheit und
ist so der ideale Begleiter für alle Lernenden.
Aus dem Werkstoff Ton – weiß brennend – gestalteten die Schüler der Klasse 7 d sich je ihren eigenen Glückselefanten.
So sind sie dabei vorgegangen:

  • Hohlkugel aus zwei Daumenschalen hergestellt
  • Einzelteile (Rüssel, Ohren, Augen …)  aus Wülsten oder in der Hand formend gefertigt
  • Werkstück und zu verbindende Einzelteile angeritzt, Schlicker aufgetragen, angesetzt und gut
  • verstrichen
  • Mund und Nasenlöcher mit geeigneten Werkzeugen eingedrückt
  • nach dem ersten Brand wurden die Werkstücke mit Manganoxid geschwärzt und anschließend nochmals gebrannt

Angelika Luidl

Geduldspiel

Die Klasse 6 c stellte aus Fichtenleisten ein Geduldspiel her. Bevor es an die Planung und den anschließenden Bau ging, setzten sich die Schüler mit der Gesetzmäßigkeit des Spieles auseinander.
Aufgabe des Spieles ist es, den Ring zu entfernen, natürlich ohne das Seil zu durchtrennen. An mehreren Vorführmodellen wurde zunächst ausprobiert, wie das bewerkstelligt werden kann. Anschließend wurden die Gesetzmäßigkeiten formuliert, z. B. der Ring darf nicht über die beiden Endplättchen geschoben werden können.
Bei der Herstellung wurde mit Laubsäge samt Laubsägetischchen, Feile, Schleifklotz und -papier gearbeitet.
Nachdem die Flächen von Laffe und Endplättchen geglättet waren, wurden die Einzelteile miteinander verbunden.
Nicht nur bei der Herstellung war Geduld gefordert, auch beim Ausprobieren, wie denn der Ring nun entfernt werden kann. Denn das hatten einige Schüler nach der Montage ihres Spieles schon wieder vergessen.
Angelika Luidl

Rudolph

Stimmungsvolle Teelichtelche entstanden in der 6 a vor Weihnachten. Ausgangsmaterial war Furniersperrholz aus Pappel mit einer Stärke von 6 mm. Auf dieses wurden zunächst mittels vorgegebenen Schablonen die Umrisse von Front- und Profilteil aufgezeichnet. Vor dem Aussägen wurde bei den beiden Einschnitten nochmals kontrolliert, ob sie eine Breite von 6 mm aufweisen. Bei Abweichung wurde nachgebessert. Hier war besondere Sorgfalt wichtig, da die beiden Teile auf Presspassung gearbeitet werden sollten.
Anschließend wurden die Einzelteile mit einer Laubsäge ausgesägt. Je genauer gesägt war, desto leichter war die anschließende Bearbeitung mit dem Schleifpapier. Die Kanten mussten geglättet und leichte Fasen angebracht werden. Nachdem alles sauber verschliffen war, konnte der Elch zusammengesteckt werden.
Jetzt zeigte sich, wer exakt gearbeitet hatte. Konnten die beiden Teile nur sehr schwer ineinander gesteckt werde, war die sog. Presspassung entstanden. Vorteil hiervon ist, dass sie ohne Leim auskommt. Wiesen die Steckverbindungen ein sog. „Spiel“ auf, mussten die beiden Teile miteinander verleimt werden. Zum Schluss wurde „Rudolph“ mit einer Schleife um den Hals versehen und die beiden roten Kugeln als Nasen aufgeklebt.
Angelika Luidl

Krippenfiguren

... als Gipsplastik über einem Drahtgerüst fertigten die Schüler der Klasse 9 c. Zunächst wurde verlost, wer welche Figur herstellt. Die Personenhöhe wurde auf ca. 30 cm festgelegt. Tiere sollten proportional dazu passen.
Zunächst wurden Skizzen gefertigt. Die Skizze sollte eine Biegevorlage für den Draht wiedergeben. Mit verzinktem Stahldraht in verschiedenen Durchmessern wurden Grundgerippe hergestellt. Mittels Krampen wurden diese auf einer Grundplatte befestigt. Es war darauf zu achten, dass ein Umkippen vermieden wird.
Anschließend wurden die Skelette mit Gipsbinden ummantelt. Dazu wurden Stücke von Gipsbinden um das Gerüst gelegt. Längere Gipsbinden wurden als Kleidungsstücke herunterhängen gelassen.
Vor allem musste zügig gearbeitet werden, da der Gips sehr schnell abbindet. Ferner musste darauf geachtet werden, dass der Gips nicht über das Waschbecken entsorgt wird, da Gips sogar noch im Wasser abbindet und so die Abwasserrohre verstopfen würde.
Angelika Luidl

Schattenspiel

Aus verzinktem Stahlblech fertigten die Schüler der 8 a weihnachtliche Dekoaufsteller. Ähnlich wie bei Buchstützen wurde eine Rundung mit einem Durchmesser von 55 mm im 45°-Winkel abgekantet. Auf diese Standfläche wird ein Teelicht gestellt, damit sich eben ein „Schattenspiel“ ergibt.
Bei der Planung des Schattenspieles war zu berücksichtigen, dass das Gewicht vom Standfuß ausgehend nach beiden Seiten gleichmäßig verteilt wird, damit ein Umkippen vermieden wird.
Vom Blech bis zum fertigen Gegenstand waren viele Arbeitsschritte zur erledigen:

  • Skizze erstellen und Ausschneiden dieser mit der Schere, da sie als Schablone dient
  • Anreißen der Umrisse und der Veränderungen auf dem Blech mit der Reißnadel
  • Vorkörnen der evtl. anzubringenden Bohrlöcher mit dem Körner, Bohren dieser an der Ständerbohrmaschine
  • Aussägen des Umrisses und der Veränderungen mittels Feinmechanikersägebogen mit Laubsägeblatt auf dem Laubsägetisch
  • Entgraten der Kanten mit diversen Hand- und Schlüsselfeilen und Schleifpapier unterschiedlicher Körnung
  • Abkanten an der Abkantbank
  • Oberflächenbehandlung mit Stahlwolle

Angelika Luidl

Metall-Werkstücke Klasse 8 c

In der 8. Klasse wurden im Werkunterricht aus unterschiedlichen Metallen Werkstücke hergestellt, wobei die SchülerInnen auch verschiedene Metall-Arbeitstechniken kennenlernten.
Die Arbeitstechnik des „Treibens“ mit den dazugehörigen Werkzeugen erlernten sie anhand der Herstellung einer flachen Kupferschale, die als Kerzenständer dient. Damit das Kupfermetall seinen Glanz behält, wurde es mit Lack versiegelt.
Nach dieser eher gestalterischen Arbeit folgte ein weiteres Metall-Werkstück, das absolut maßgenau hergestellt werden musste, damit es funktioniert – eine Aluminium-Schmiege.
Hierbei sammelten die SchülerInnen Erfahrungen bezüglich des millimetergenauen Übertragens von Maßangaben, des Bohrens in Metall und des Gewindeschneidens.
Nach dem Zusammenbau bzw. –schrauben wurde die Funktionalität des Werkstücks getestet.
Cornelia Jais 

Alltagsgegenstand aus Draht, auf Neudeutsch "Wire-Art"

Die Schüler der Klasse 8 c stellten aus verzinktem Stahldraht mit unterschiedlichem Durchmesser plastische Gegenstände her. Hier die Arbeitsschritte im Einzelnen:

  • Ideenfindung und Zeichnen eines Gegenstandes – Welche Bestandteile sind wichtig, damit der Gegenstand wieder erkannt werden kann?
  • Anstellen von Vorüberlegungen – In welcher Reihenfolge muss ein Gegenstand gebogen werden, um ihn aus möglichst wenigen Einzelstücken zu fertigen?
  • evtl. Anfertigen einer Detailzeichnung im Originalmaßstab als Biegevorlage
  • Abschätzen, wieviel Draht für die Einzelteile benötigt wird und Abzwicken der entsprechenden Menge von der Rolle mittels Vorn- oder Seitenschneider
  • Entfernen des Grats, an dem Ende, an dem mit dem Biegen angefangen wird, mittels Feile und Schleifpapier
  • Biegen mittels Rundzange, Flachzange oder über geeignete Gegenstände (Rundstab)
  • Zusammenbinden von Teilen mit engen Windungen; nach Möglichkeit Anbringen einer eng aneinander liegenden Spiralwicklung – Darauf achten, dass das Ende in den Gegenstand hineinschaut, damit keine Verletzungsgefahr besteht!
  • evtl. Einbinden weiterer Gegenstände, z. B. große Perlen als Auslöser für eine Kamera oder Auffädeln von Perlen, um am Kofferradio eine Skala darzustellen – Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!

Angelika Luidl

Geflügelte Schweine


Aus dem Werkstoff Ton – weiß brennend – gestalteten die Schüler der Klasse 6 b ihren persönlichen Schweine-„engel“.
So sind sie dabei vorgegangen:

  • Die Hohlkugel wurde aus zwei Daumenschalen hergestellt.
  • Einzelteile wurden aus Wülsten oder in der Hand formend gefertigt.
  • Das Werkstück und die zu verbindenden Einzelteile ritzten die Schüler an und bestrichen sie mit Schlicker. Ein Teil setzte man auf die präparierte Stelle auf, drückte es an und verstrich die Ansatzstelle so, dass sie nicht mehr zu sehen war.
  • Mund, Nasenlöcher und Augenbrauen mussten mit Bleistift eingeritzt werden.
  • Nach dem ersten Brand wurden die Werkstücke mit Manganoxid geschwärzt und anschließend nochmals bei 1100 °C gebrannt.

Im Schweinehimmel gibt es die Schweineengel.
Angelika Luidl

Oldtimer

… noch lieber hätte die 7 a ja Traktoren gebaut … aber auch mit dem gestellten Thema konnten sie etwas anfangen.
Bevor so richtig mit dem „Werkeln“ gestartet wurde, ging es zunächst an die Entwürfe im Maßstab 1 : 1. Das Gestalterische spielt neben dem Handwerklichen eine große Rolle. Hier gilt: Die Gestaltung sollte zum Werkstück und die Proportionen zueinander passen. Auch sollte bereits beim Entwurf auf die Materialgerechtigkeit, also eine zum Material passende Dimensionierung, geachtet werden. Beispielsweise sollte Holz nicht zu dünn abgetragen werden.
Die Gestaltung allein ist aber nicht ausschlaggebend. An diesem Thema übten sich die Schüler im praktischen Umgang mit dem Stemmeisen sowie Raspel und Feile, um nur einige Werkzeuge zu nennen. Bei dieser Gelegenheit wurden auch die unterschiedlichen Arten von Stecheisen, ihr Aufbau und Einsatz erläutert. Dabei wurde großes Augenmerk auf den Sicherheitsaspekt gelegt. Der Aufbau von Raspel und Feile wurde besprochen und wie diese fachgerecht eingesetzt werden. Natürlich stehen wir beim Arbeiten mit diesen beiden Werkzeugen.
Angelika Luidl

Werkzeugkasten mit unterschiedlichen Holzverbindungen

Werker brauchen Werkzeugkästen. Im Werkunterricht der 8 c wurden diese aus Fichtenbrettern, Fichtenlatten, Furniersperrholz und Rundholz hergestellt.
Vorgabe war, an jeder Ecke eine klassische Holzverbindung anzuwenden. Natürlich würde kein Fachmann vier unterschiedliche Holzverbindungen an einem Werkstück kombinieren, aber hier sollten die verschiedenen Verbindungen erarbeitet werden.
Zunächst wurden die vorgeschnittenen Bretter begutachtet und dabei festgestellt, dass sie sich teilweise in eine Richtung wölbten. Die sog. rechte Seite oder Kernseite genannt wölbt sich nach außen, die linke Seite oder Splintseite wölbt sich nach innen. Dies kann mit folgendem Merksatz im Gedächtnis behalten werden:
„Die linke Seite ist die Herzseite, weil das Herz im Inneren des Körpers ist.“
Üblicherweise wendet man die „rechte Seite“ nach außen. Ausnahme bilden lediglich Sitzflächen oder Böden. Grund dafür ist, dass die rechte Seite zur stärkeren Splitterbildung neigt.
Wir legten die Bretter mit der rechten Seite nach außen auf. Nun wurden die Teile, die aneinanderstoßen, mit Passzeichen versehen (Dreieck, Quadrat, Kreis, für jedes Paar ein anderes).
Jetzt ging es an das Anreißen der Holzverbindungen. Mittels Bleistift, Stahlmaßband, Winkel und Streichmaß wurden zunächst Ecküberplattung, Schlitz- und Zapfen und die einfache Fingerzinkung angerissen. Das Abfallholz (der Friedhof) wurde jeweils schraffiert.
Beim Aufreißen der etwas komplizierteren Schwalbenschwanzzinken zogen wir unseren Fachmann vor Ort, unseren Hausmeister Peter Buchner, heran. Nochmals großen Dank für die prima Erklärung und tolle Unterstützung!
Anschließend wurden zunächst mittels japanischer Feinschnittsäge die Schnitte gesetzt und anschließen mit dem Stemmeisen herausgestemmt (erst bis zur Hälfte von der einen Seite, am Rand etwas als Auflagefläche stehen lassen, dann von der anderen Seite).
Falls die Verbindung noch nicht zusammen passte, wurde mit dem Stemmeisen ausgeputzt.
Als die Teile gut ineinander passten, verleimten wir das Gehäuse nach Möglichkeit rechtwinklig miteinander. Anschließend wurde der Boden aufgeleimt, die Fichtenleisten mit Sackbohrungen zur Aufnahme des Tragegriffes versehen und ebenfalls an der Werkzeugkiste angebracht.
Wer wollte, konnte sich noch Werkstückhalterungen montieren.
Angelika Luidl

Papageno

Schüler der Klassen 6 b und c fertigten aus Holz Vögel, die sie mit bunten Federn ausschmückten:  Paradiesvögel.
Zunächst wurde auf einer sägerauen Leiste der Umriss des Vogels aufgezeichnet und grob ausgesägt. Anschließend arbeiteten die Schüler die Körperform mittels Raspel und Feile heraus und schliffen diese mit Schleifpapier immer feinerer Körnung. Um den Grundkörper mit Holzbeize einfärben zu können, wurde der Vogel in wässrige Beize getaucht: einmal mit der einen Hälfte in die eine und dann mit der anderen Hälfte in die andere Farbe. Durch Verwischen in der Mitte ergab sich ein fließender Farbübergang. Das Bein besteht aus einem Zweig, den die Schüler sich in der Natur gesucht hatten. Der Fuß ist aus einem Kastanienrundling geschnitten. Für den Schnabel wurde ein 8 mm Rundholz mit einem Bleistift angespitzt. Nachdem alle Bohrungen gesetzt waren (für Schnabel, Bein und Federn), erhielten die Vögel noch Augen. Dazu dienten Posternägel. Der Schnabel wurde montiert, das Bein in den Fuß gesteckt und darauf der Körper des Vogels befestigt. Nachdem in die seitlichen und hinteren Bohrlöcher noch bunte Bastelfedern gesteckt worden waren, hatten
wir einen bunt schillernden Dekoartikel.
Angelika Luidl

Tonvögel

Zu Beginn des zweiten Halbjahres erstellte die Klasse 6 b im Fach Werken kreative Tonvögel. Die beiden in der Daumentechnik hergestellten Halbschalen wurden aufeinander gelegt, gut miteinander verstrichen und ergaben somit den Grundkörper der Vögel.
Anschließend wurden die Augen, Füße, Flügel und der Schnabel „montiert“. Der Kreativität waren dabei keine Grenzen gesetzt. Vom flippigen Vogel, über die Prinzessin bis hin zum Minion-Vogel war alles vertreten. Am Schluss musste im Boden noch ein Loch angebracht werden, um das Platzen des Werkstückes beim Brennvorgang zu verhindern. Nach dem Schrühbrand wurden die Vögel noch mit Manganoxid geschwärzt und durften es sich gleich noch einmal im Brennofen gemütlich machen. Ein schöner, individueller Gegenstand ist so binnen weniger Werkstunden entstanden.
Isabell Heisig

Kaminholz-Engel der Klassen 6 a und b

Cornelia Jais
Nach einer Anleitung aus der Zeitschrift Landlust — November/Dezember 2011