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Serviertablette

Die Werkstoffe Holz und Kunststoff sollten in einem Werkstück vereint werden. Hierzu wurden in der 10 a klassische Holzserviertablette mit Fingerzinkung hergestellt – allerdings war nur der Rahmen aus Holz.
Einlegeboden und Griffe wurden aus Acrylglas gefertigt. Bei den Griffen war darauf zu achten, dass diese ergonomisch geformt sein sollten. Ferner musste man mit den Fingern, auch wenn das Tablett auf einer ebenen Unterlage liegt, von unten in den Griff fassen können. Die Rundung wurde mittels thermischer Verformung (Heißluftföhn) über Rundstab hergestellt. Durch gestalterische Elemente sollten Boden und Griff zueinander passen. Wenn man Acrylglas kauft, ist dieses auf Ober- und Unterseite mit Schutzfolie versehen. Durch Einschneiden und Abziehen derselben können Stellen freigelegt werden. Nun konnte ein mattes (geeistes) Dekor aufgebracht werden, indem die freien Stellen mit Schleifpapier und Stahlwolle (kreisende Bewegung) bearbeitet wurden.
Unser Hausmeister Herr Buchner hat Nute eingeschnitten, in welche die Plexiglasplatte vor dem Zusammenleimen gesteckt wurde.
Die Griffe wurden mittels Linsenkopfschraube und Muttern befestigt.
Angelika Luidl

Gipsplastiken à la Giacometti

BlauesLand Schuhdesign

Schuhe sind nicht nur ein funktioneller Bestandteil der Kleidung. Heute bestimmen vor allem die Marken der Schuhe das eigene Image. Männer und Frauen haben dabei unterschiedliche Anforderungen an Schuhe. Für Frauen ist neben dem Namen ein außergewöhnliches Aussehen wichtig. Mit Kunst am Fuß wollen Männer hingegen meist nicht auffallen. Bei ihnen steht neben starken Farben die Funktion im Vordergrund.
In Deutschland gibt es etwa eine Hand voll großer Namen im Schuhdesign. Schuhmacher oder gar Schlappenflicker sind das nicht mehr, sondern Schuhtechniker. Etwa ein Dutzend werden jedes Jahr im rheinland-pfälzischen Pirmasens ausgebildet.
Die Schüler der Klasse 9 d haben sich des Themas angenommen und - natürlich angelehnt an Trendmarken - „ihren Schuh“ nachgetöpfert.
Angelika Luidl und
Isabell Hemmann

Französischer Buttertopf

Die Schüler der 7 d stellten einen Buttertopf in Plattentechnik aus Ton her.
Dieser besteht aus zwei Zylindern, wobei der kleinere mit überstehendem Rand, der auch als Deckel bzw. Griff dient, in den größeren mit bündigem Boden gestülpt wird.
In einem Butterkühler bleibt die Butter stets streichzart – weder zu hart noch zu weich - und lässt sich auch auf weiches Brot gut auftragen.
Man bedient sich hier des physikalischen Prinzips der Verdunstungskühle.
Anwendung:

  • Die Butter mit einem Messer in das kleinere, zylinderförmige Oberteil drücken
  • in das Unterteil etwa zwei bis drei Zentimeter hoch Leitungswasser einfüllen
  • das Wasser alle zwei bis drei Tage erneuern
  • gereinigt wird der Buttertopf in der Spülmaschine
  • Übrigens: Der Buttertopf kommt NICHT in den Kühlschrank.

Angelika Luidl

Smörknivar = Buttermesser

Eines der wichtigsten Tisch-Accessoires in Schweden ist das Buttermesser. Dort gehört es sich, dass man die Butter mit einem speziellen Messer aufs Brot streicht. Anschließend wird es wieder für alle greifbar z. B. in den Buttertopf zurückgelegt. So ein Buttermesser hat eine Länge von ca. 18 cm und wird meist aus Birke, Wacholder oder Kiefer gefertigt. Wir stellten welche aus Kiefernholz her, das zudem noch besonders antibakteriell wirkt.
Simon, unser Spezialist fürs Schnitzen, leitete uns bei der Fertigung an:
Die erste Regel ist: „Wer schnitzt, der sitzt“.
Dann geht es an das eigentliche Schnitzen, das nach Möglichkeit vom Körper weg erfolgt. Beide Oberarme liegen am Oberkörper an. Es werden nur kleine Bewegungen ausgeführt und nur sehr wenig Holz abgetragen. Lediglich die Hand, in der das Holz liegt, darf zurückgezogen werden. Meistens müssen wir aber zum eigenen Körper hin schnitzen und sind damit einer hohen Verletzungsgefahr ausgesetzt. Deshalb ist der Daumen der nicht schnitzenden Hand dabei gut zu schützen und stets unterhalb des Schnittes anzulegen.
Angelika Luidl

Der „Wasserfloh“ in der Schweinebucht

Die Klasse 6 a durfte in der vorletzten Schulwoche die im Werken-Unterricht erstellten Holzboote zu Wasser lassen. So manches Boot stellte sich zwar im See als wenig stabil heraus, aber der Großteil der Flotte schlug sich wacker. Sogar ein Rennen wurde ausgetragen.

Sandra Schweiger

Karfreitagsratsche – 7 d

In unserer Gegend ist es Brauch, dass Ratschen am Karfreitag die Kirchenglocken ersetzen. Dazu werden oft sehr große Ratschen verwendet. Wir haben etwas Handlichere gebaut, die aber trotzdem richtig schön Krach machen. Unsere können auch hervorragen bei Sportveranstaltungen oder im Fasching eingesetzt werden.
Viele Hölzer mussten abgelängt und noch mehr Bohrungen gesetzt werden, bis wir überhaupt daran denken konnten, unsere Ratsche zusammenzubauen. Das Zahnrad haben wir mittels einer Raspel hergestellt, indem wir etwa 8 mm tiefe, halbrunde Einkerbungen in das Rad gearbeitet haben.
Die größte Schwierigkeit war das Verleimen der Einzelteile. Das Zahnrad haben wir dann extra noch mit einem Nagel gegen Verdrehen gesichert.
Angelika Luidl

Pflanztöpfe - Pflanzköpfe

Die Schüler der 7 d haben aus weiß brennendem Ton mit der Daumenschalentechnik diese Pflanzköpfe/-töpfehergestellt. Jetzt fehlt nur noch der Haarschmuck - Kresse könnte man anpflanzen.
Angelika Luidl

Diese Tischlampen der Klasse 9 d

wurden im oberen Drittel mittels Cutter/Skalpell auf einer Schneidematte individuell gestaltet.
Die Aussparungen auf einer Laterne sollten thematisch zueinander passen.
Isabell Hemmann und Angelika Luidl

Ohrmuschel oder Ohrwaschel

... kannst du mich hören?

Zaubermappen

Sie besteht aus zwei Buchdeckeln, die mit Bändern verbunden sind. Sie können sowohl in die eine als auch in die andere Richtung geöffnet werden. Und das eigentliche Zaubern besteht darin, Geldscheine, Karten oder Bilder (je nachdem, wofür die Mappe verwendet wird) von der einen auf die andere Seite zu zaubern.
Wie das funktioniert, haben wir anhand einer fertigen Zaubermappe beobachtet:
Zaubermappe öffnen, Geldschein hineinlegen und wieder schließen
nun an der gegenüberliegenden Seite öffnen – an den Kanten „hineinluren“, es ist zu beobachten, dass der Geldschein unter die gekreuzten Bänder gezogen und unter den gerade verlaufenden Bändern heraus gezogen wurde – wieder schließen
wieder zur anderen Seite öffnen – unter welchen Bändern liegt nun der Geldschein?
Die Klasse 6 c hat ihre Zaubermappen mit selbst marmoriertem Papier bezogen. Die Arbeit zog sich über mehrere Wochen hin, da nach dem eigentlichem Bezug des Papieres die Buchbindearbeit zunächst einmal getrocknet und gepresst werden musste, um unschöne Druckstellen durch die Bänder zu vermeiden. Dann hat uns das Satinband etwas geärgert, dieses ließ sich nur schwer so aufkleben, wie wir das wollten – aber am Schluss hielten wir unsere poppigen Zaubermappen in der Hand.
Angelika Luidl

Postiv-Negativ-Technik = zwei Topfuntersetzer

Die Klassen 6 b und 6 d haben in Annäherung an diese Technik je zwei Topfuntersetzer gefertigt. Wie konnte das aber mit einem Brett erreicht werden? Eine Positivform – z. B. ein Kuhkopf ergibt einen kleinen Untersetzer. Eine negative Form – hier bleibt das eigentliche Motiv als Aussparung übrig – ergibt den großen Untersetzer.
Wir haben zunächst eine passende Form gesucht. Dabei wurden wir fündig, indem wir im Internet nach Silhouette/Kontur, kurz gesagt einem Umriss gesucht haben. Als weitere Suchbegriffe waren natürlich Tierarten, ein Piktogramm (Ampelmann/Twitter), Serienhelden (Darth Vader/Batman), ... nötig.
Nach dem Aufzeichnen der Form mittels Kohlepapier auf das Furniersperrholz ging es an das Ausschneiden. Dazu wurde am Rand der Silhouette ein winziges Loch gebohrt, durch das gerade so das Laubsägeblatt passte. Dann wurde immer am Bleistiftriss entlang gesägt. Wichtig war, dass das Sägeblatt absolut senkrecht geführt wurde, sonst konnte die Innenform nach dem Schnitt gar nicht entfernt werden.
Beide Teile wurden noch geschliffen und mit Öl eingelassen. Und dann hatten wir eben nicht einen, sondern zwei Untersetzer.
Angelika Luidl

Die klassische Papiertüte

Fast täglich haben wir sie in der Hand. Wir bekommen sie in vielen Geschäften, vor allem seitdem Plastiktüten etwas kosten. In Bekleidungsgeschäften und Parfümerien haben sie eine wahre Wiedergeburt erfahren. Nebenbei tragen wir nun die Werbung für die einzelnen Geschäfte spazieren. Teilweise sind die Tüten sehr hochwertig und edel.
Wie geht man nun aber der Reihe nach vor, wenn man so eine Papiertüte in Handarbeit herstellen will?
Dazu hat die 6 c handelsübliche Tüten genau untersucht und auch versucht, die Klebestellen vorsichtig zu öffnen, um nachzuvollziehen, wie diese vor dem Kleben gefaltet werden.
Die Schüler haben erkannt, dass eine genaue Abfolge der Arbeitsschritte notwendig ist, um zu einem brauchbaren Ergebnis zu kommen. Es kann z. B. nicht erst die Seitennaht verklebt und dann am offenen Ende das Papier umgefaltet werden, damit der Rand stabilisiert wird.
...  mal schnell - so ist eine Tüte nicht gemacht. Für die erste Tüte wird man schon eine Stunde brauchen. Aber es ist ein tolles Upcycling-Projekt. Man kann nicht nur, wie im Bild zu sehen, selbst hergestelltes Stempelpapier verwenden, auch alte Kalenderblätter eignen sich hervorragend.
Angelika Luidl

Werken — Ein tolles Fach

In der 6. Jahrgangsstufe haben wir Werkstücke aus Ton, Holz und Metall angefertigt. Unsere Lieblingswerkstücke waren ein richtungsweisender Magnet und ein Armband aus Metall.
Die Arbeit mit den verschiedenen Materialien hat allen viel Spaß gemacht, da es sehr abwechslungsreich war. Wir haben viel aus der praktischen Arbeit gelernt, aber auch Theorie gehört zum Unterricht dazu.
Werken ist im Gegensatz zu den anderen Fächern abwechslungsreich und entspannt. Natürlich sind auch schon Sachen schief gegangen wie zum Beispiel: das erste Mal sägen mit der Laubsäge, da die Sägeblätter schnell gerissen sind. Es gehört auch dazu, dass mal etwas schief geht, aber die Lehrer können einem immer helfen. Trotz allem ist Werken ein tolles Fach und man kann es jedem weiter empfehlen.
Franziska Rehberger und Emilia Krüll 6 b

Smartphone-Stuhl

Die Schüler/innen der Klasse 8 d stellten in ihrem Werkunterricht einen Smartphone-Stuhl aus Aluminium her. Aluminium ist ein leicht zu bearbeitendes Metall, das die Werkschüler/innen mit relativ geringem Kraftaufwand biegen konnten. Verschiedene „neue“ Metallwerkzeuge wurden verwendet sowie einige „neue“ Arbeitstechniken erlernt.
Arbeitstechniken waren das Anreißen, Sägen, Feilen, Bohren, Schneiden (Blechschere), Schleifen und Biegen (kalt verformen) im Metallschraubstock mittels Biegeholz und Hammer.
Als Differenzierungsarbeit hatten die Schüler/innen die Möglichkeit, den Smartphone-Stuhl als Klapp-Stuhl zu bauen, was um einiges schwieriger war.
Die Oberfläche durfte individuell gestaltet, bzw. mit Stahlwolle geschliffen, gesäubert und mit Metall-Lack eingesprüht werden, um sie zu schützen.
Nach Fertigstellung der Arbeit, „testeten“ und fotografierten die Schüler/innen die Smartphone-Stühle und Klappstühle.
Cornelia Jais

Klebstreifenabroller

Eine Klebstreifenrolle diente in der 10 c als Ausgangspunkt für diese Aufgabe. Ziel war es, ein Produkt nach persönlicher Vorstellung zu entwerfen und herzustellen.
Vor der Planung wurden Kriterien zur Funktion, Gestaltung und Verarbeitung geklärt.
Hinsichtlich der Funktion war darauf zu achten, dass

  • die Klebstreifenrolle einfach auswechselbar,
  • der Klebstreifen einhändig abreißbar und
  • mit einem Handgriff wieder aufnehmbar

sein sollte.

Das Werkstück sollte

  • originell und ansprechend gestaltet sein.

Bei der handwerklichen Ausführung war auf die Qualität

  • der spanenden Bearbeitung durch Ritzbrechen, Sägen, Bohren und
  • der thermischen Verformung

zu achten.


Angelika Luidl

Kirigami

Es handelt sich um eine japanische Papier-Schneidekunst. Diese erinnert an Origami.
Das Wort Kirigami setzt sich aus „Kiru“ = schneiden und „kami“ = Papier zusammen.
Wenn man die Karten betrachtet, könnte man auch an Pop-Up-Karten denken. Der Unterschied besteht darin, dass Kirigami mit einem einzelnen Blatt Papier auskommt, das mit speziellen Schnitten versehen und entsprechend gefaltet wird.
Im Werkunterricht der Klasse 9 a entstanden solche Karten wie die St. Pauls Kathedrale, der Eiffelturm oder die Skyline von New-York.
Die geraden Schnitte wurden mit einem Cutter, der an einem Lineal entlang geführt wurde, angebracht. Für Bögen benötigte man ein Skalpell. Nach dem Schneiden wurde entlang der Berg- und Talfalten das Gebilde gefaltet und auf eine Karte geklebt.
Angelika Luidl

Im Schmuckatelier

… klein aber fein. Diese Medaillons mit einem Durchmesser von ca. 5 cm sind in der Klasse 8 d entstanden. Neue Metallbearbeitungstechniken waren das „Auftiefen, Hartlöten und Beizen“.
Was verbirgt sich nun hinter diesen drei Begriffen?
Auftiefen: Dahinter versteckt sich ein formverändernder, spanloser Arbeitsvorgang. Da der Anhänger eine leicht gewölbte Form aufweisen sollte, wurde mittels eines Treibhammers in einer Treibschale eine konvexe (erhabene) runde Form hergestellt.
Hartlöten: Darunter versteht man die Vereinigung von metallischen Werkstücken durch ein geschmolzenes zusätzliches Metall (wird als „Lot“ bezeichnet). Der Schmelzpunkt des verwendeten Lotes muss unterhalb desjenigen der Metallstücke liegen, die verbunden werden sollen. Die Lötstelle musste zunächst metallisch rein sein. Dann wurde ein Flussmittel (hier Borax) aufgetragen. Lotpailletten wurden direkt über der Lotspalte platziert. Das Werkstück wurde mit einer Gaskartusche über 450 °C erwärmt. Durch Löten entstand zwischen den Metallen und dem Lot eine feste Verbindung.
Beizen: Nach dem Löten wurde das Werkstück zunächst in kaltem Wasser abgeschreckt. Danach wurde es in einem warmen Alaunbad gebeizt. Dieses Bad wird zur Reinigung der Oberfläche benutzt und wirkt langsamer als eine Schwefelsäurelösung, diese findet aber im schulischen Bereich keine Anwendung.
Angelika Luidl

Zauberkreuz

… oder ist es doch nur ein schlichter Topfuntersetzer?
Auf den ersten Blick meint man, es handelt sich um eine Kreuzüberblattung. Das Geheimnis des Zauberkreuzes liegt in der unsichtbaren Verriegelung der Einzelteile und der überraschenden Entriegelung.
Die erste Herausforderung war schon die Festlegung der individuellen Größe. Weitere folgten beim Bau. Nach dem Sägen und Feilen soll ein rechter Winkel von der Hirnholzfläche zu den Seitenteilen gegeben sein. Die Bohrlöcher sind exakt mittig anzureißen und zu bohren. Beim Verleimen ist darauf zu achten, dass sich eine Nut ergibt, in die das zweite Holzteil gerade eben so hineinpasst. Die kurzen Teile sind zur Außenkante bündig auf das lange Holzstück zu leimen.
So einfach, wie die Schüler ursprünglich dachten, war der Bau nicht. Doch hatte jeder Schüler auch nach Irrwegen ein passables Ergebnis.
Angelika Luidl

Schnürlkasperl

Die Schüler der 6 a haben aus 5 mm starkem Furniersperrholz solche lustigen Gesellen, nicht nur „Kasperl“, angefertigt. Zuerst wurden die benötigten Einzelteile auf Holzplatten aufgezeichnet, anschließend mit der Laubsäge ausgesägt, danach die Kanten geschliffen und mit Acrylfarbe bemalt.
Nun wurden die Bohrlöcher gearbeitet, die für die spätere Montage notwendig sind. Dazu wurden zuerst auf dem Körper die Stellen markiert, an denen Beine und Arme befestigt werden sollten. Oberhalb dieser Löcher wurden außerdem jeweils kleinere Bohrungen für die Zugschnur angebracht. Danach wurden die Körperteile mittels Holzdübel, an deren Enden Holzkugeln aufgeleimt wurden, verbunden.
In Partnerarbeit wurde die Montage der Zugschnur ausgeführt. Das ist alleine nicht zu bewerkstelligen. Die Zugschnur ist so anzubringen, dass die Hampelfigur in Ruhestellung liegt, also total entspannt. Da auf die Knoten Zug gebracht werden muss, braucht man jemanden, der die Teile in ihrer Position hält.
Angelika Luidl

Handschmeichler

Die Schüler der Klasse 6 d wollten unbedingt Handschmeichler herstellen.
Ein Handschmeichler soll von seiner Größe her bequem in die Hand passen. Durch die Glätte seiner Oberfläche wie durch die abgerundeten Kanten soll er bei der Berührung ein angenehmes Gefühl hervorrufen. Handschmeichler werden zur Entspannung benutzt.
Herr Buchner, unser Hausmeister, verleimte uns dafür Esche und Mahagoniholzstücke. Die Holzstücke wiesen eine Größe von 7 x 4,6 x 3 cm aus. Nun ging es daran, diesen nach seinen eigenen Vorstellungen eine ansprechende Form zu geben. Mit Raspel und Feile wurden zunächst die scharfen Kanten geglättet und eine gefällige Form herausgearbeitet. Es entstanden Loisachkiesel, Knochen, Kissen, ...
Anschließend machten die Schüler ein „Schleifdiplom“! (… ich hatte sie gewarnt.) Mit Schleifpapier immer feiner werdend, bis hin zu Schleifpads, wurden die Werkstücke so bearbeitet, dass sie diese wunderbar glatte Oberfläche erhalten haben. Eine dünne Schicht Öl sorgte für einen seidigen Glanz.
Angelika Luidl

Tonmasken

Gipsplastik

Osterhasen hoppeln durch das Gras

Bevor sie das aber tun konnten, wurden diese durch die Schüler der 6 a aus Ton – weiß brennend – gestaltet.
So sind sie dabei vorgegangen:

  • Hohlkugel aus zwei Daumenschalen hergestellt
  • Einzelteile (Ohren, Augen, Puschel, Nase) aus Wülsten oder in der Hand formend gefertigt
  • Werkstück und zu verbindende Einzelteile angeritzt, mit Schlicker bestrichen, aufgesetzt und gut verstrichen
  • mittels Löffel, Kopfmacher (Nietwerkzeug) und Modellierstäbchen Vertiefungen (z. B. um die Augen) eingebracht
  • nach dem Brand Werkstücke mit Manganoxid geschwärzt und erneut gebrannt

Naja, ob unsere Hasen wirklich hoppeln können ... sie sitzen zwar im Gras, aber hoppeln hat sie bislang noch niemand gesehen.
Angelika Luidl

Skizzenbuch A5-Querformat der Klasse 9 c

An Buchbindearbeiten kann man nicht irgendwie herangehen, hier bedarf es einer sorgfältigen Planung der aufeinanderfolgenden Arbeitsschritte. Daneben sind die Eigenschaften des Papiers zu berücksichtigen, die auf den ersten Blick nicht zu erkennen sind. Die Schüler wurden aufgefordert, Materialproben gezielt zu untersuchen, z. B. zu tasten oder mit Wasser zu befeuchten. Danach gab das Material doch noch einige seiner Eigenschaften preis. Außerdem wird bei Buchbindearbeiten vor allem die Feinmotorik und das exakte Arbeiten geschult. Nicht nur im fertigen Endprodukt liegt das pädagogische Ziel, sondern auch im Entstehungsprozess.
Angelika Luidl

Klemmbrett der Klasse 7 d

Als alltägliches Ge- und Verbrauchsmaterial steht Papier heute völlig selbstverständlich jedem in beliebiger Menge zur Verfügung. Bei Faltarbeiten, von Sternen oder geometrischen Körpern bis zu Papierfliegern, haben Schüler in den unteren Klassenstufen bereits vielfältige Erfahrungen mit Papier gesammelt, ohne sich dabei der besonderen Eigenschaften des Materials wirklich bewusst zu werden. Normalerweise beachtet man es kaum, es gilt als ausgesprochenes Wegwerfmaterial, scheint wenig dauerhaft und in seinem Gebrauchswert äußerst begrenzt.
Heute sind Kartonagearbeiten und Bücher sehr billig industriell herstellbar, der Sinn der Buchbindearbeiten ist es nicht, hierzu in Konkurrenz zu treten.
Die strenge Technik des Buchbindens mit ihren voneinander abhängigen und aufeinander aufbauenden Handgriffen verlangt und schult Disziplin im Denken und Handeln.
Angelika Luidl

STECKTIER

Ein fächerübergreifendes Thema: „Werken trifft Technisches Zeichnen oder umgedreht?“

  • Entwurf maßstabsgetreu zeichnen
  • Ablängen der Körperteile mittels Feinschnittsäge (Beine und Rumpf)
  • an allen Teilen Stablöcher (Durchbrüche 20 x 20 mm) mittels Streichmaß anreißen
  • Tipp:
  • Um Messfehler zu vermeiden,
  • nur von zwei Maßbezugskanten
  •  aus anzeichnen!
  • vor dem eigentlichen Ausstemmen, Stechbeitel mit leichtem Druck an allen vier angezeichneten Linien des Durchbruchs ansetzen – so wird ein Ausfransen der Werkstückoberfläche vermieden
  • zum Stemmen den Stechbeitel jeweils an oberer oder unterer Linie ansetzen, da nur quer zur Holzfaser gestemmt wird
  • von der Mitte aus zur vorgestemmten Ober- oder Unterkante des Durchbruchs hinarbeiten
  • bis auf die Hälfte das Material abtragen
  • zweite Hälfte von der Gegenseite arbeiten
  • Körperteile (Beine und Rumpf) auf Stab bringen (evtl. mittels Kreppband fixieren) und Umriss des Tieres aufreißen
  • Silhouette mit dünnem Bandsägeblatt aussägen (Lehrer)
  • Silhouette mit Feile und Schleifpapier bearbeiten
  • Silhouette des Kopfes aufreißen und an der Dekupiersäge aussägen
  • Kopfsilhouette mit Feile und Schleifpapier bearbeiten
  • Vierkantstab (20 x 20 mm) ablängen (Länge = Körper plus Überstand für den Keil),
  • ein Querseitenende des Vierkantstabes und die gerade Seite des Kopfes (Höhe beachten!) mittig mit 8 mm Bohrung etwa 20 mm tief versehen
  • Vierkantstab und Kopfteil mittels Holzdübel (leimen) verbinden
  • auf den Verbindungsstab den Körper fädeln, am hinteren Ende Bleistiftstrich setzen – dann die Körperteile wieder herunter nehmen und etwa 3 mm Richtung Stabende mittig eine 10 mm Bohrung setzen
  • Keil zur Fixierung herstellen – 10 mm Rundstab ablängen, ein Ende keilförmig feilen und schleifen
  • evtl. am anderen Ende des Keils Schwanz mit Naturfasergarn anbringen – dazu Bohrung mit entsprechendem Durchmesser anbringen und Garn einleimen
  • Einzelteile des fertigen Tieres wachsen und polieren

Angelika Luidl

Hoibe Kriagal

Die Seidl wurden in der 9 c in Plattentechnik hergestellt. Zunächst wurde ein passendes Kunststoffbehältnis straff mit Zeitungspapier umwickelt und mit Kreppband fixiert. Dies stellte unseren Stützzylinder dar. Anschließend wurde mit einem Plattenschneider eine Tonplatte aus einem Hubel Ton herausgeschnitten. Diese wurde, nachdem sie in der geforderten Größe rechtwinklig zugschnitten war, um den Stützzylinder gewickelt, an der Nahtstelle angeraut, angeschlickert und mit dem Messer gegeneinander verstrichen. Danach wurde das Werkstück auf eine weitere Tonplatte gestellt. Großzügig wurde mit etwa 5 mm Überstand um den Zylinder herum eine runde Platte ausgeschnitten, die den Boden des Humpen bildete. Mit einem Messer und einer nach oben streichenden Bewegung wurden Boden und Zylinder miteinander verbunden. Nun wurde vorsichtig, mit einer drehenden Bewegung, der Stützzylinder entnommen. Der Tonzylinder wurde mit der Naht nach unten gelegt und die innere Ansatzstelle verstrichen. Mit einem Modellierstäbchen wurde der stehende Zylinder am Boden so bearbeitet, dass auch da die Ansatzstellen miteinander verbunden wurden.
Gefäß samt Stützzylinder wurde in einer Plastiktüte verpackt und für eine Woche aufbewahrt. Nach dieser Woche war der Gegenstand lederhart und konnte abschließend endbearbeitet werden. Zunächst wurde der Trinkrand nochmals geglättet. Danach wurde ein Henkel gezogen und an das Gefäß montiert – Ansatzstellen anrauen, anschlickern, Teile aufeinander drücken und  Überstände verstreichen. Oberfläche glätten und bitte nicht am Henkel hoch heben, der ist noch nicht stabil genug.
Angelika Luidl

Glückselefant

… mal schauen, ob es hilft. Seit Jahrtausenden gilt der Elefant als Symbol für Glück, Weisheit und Treue. Vor allem durch seine Intelligenz steht er im besonderen Maß für Wissen und Weisheit und
ist so der ideale Begleiter für alle Lernenden.
Aus dem Werkstoff Ton – weiß brennend – gestalteten die Schüler der Klasse 7 d sich je ihren eigenen Glückselefanten.
So sind sie dabei vorgegangen:

  • Hohlkugel aus zwei Daumenschalen hergestellt
  • Einzelteile (Rüssel, Ohren, Augen …)  aus Wülsten oder in der Hand formend gefertigt
  • Werkstück und zu verbindende Einzelteile angeritzt, Schlicker aufgetragen, angesetzt und gut
  • verstrichen
  • Mund und Nasenlöcher mit geeigneten Werkzeugen eingedrückt
  • nach dem ersten Brand wurden die Werkstücke mit Manganoxid geschwärzt und anschließend nochmals gebrannt

Angelika Luidl

Geduldspiel

Die Klasse 6 c stellte aus Fichtenleisten ein Geduldspiel her. Bevor es an die Planung und den anschließenden Bau ging, setzten sich die Schüler mit der Gesetzmäßigkeit des Spieles auseinander.
Aufgabe des Spieles ist es, den Ring zu entfernen, natürlich ohne das Seil zu durchtrennen. An mehreren Vorführmodellen wurde zunächst ausprobiert, wie das bewerkstelligt werden kann. Anschließend wurden die Gesetzmäßigkeiten formuliert, z. B. der Ring darf nicht über die beiden Endplättchen geschoben werden können.
Bei der Herstellung wurde mit Laubsäge samt Laubsägetischchen, Feile, Schleifklotz und -papier gearbeitet.
Nachdem die Flächen von Laffe und Endplättchen geglättet waren, wurden die Einzelteile miteinander verbunden.
Nicht nur bei der Herstellung war Geduld gefordert, auch beim Ausprobieren, wie denn der Ring nun entfernt werden kann. Denn das hatten einige Schüler nach der Montage ihres Spieles schon wieder vergessen.
Angelika Luidl

Rudolph

Stimmungsvolle Teelichtelche entstanden in der 6 a vor Weihnachten. Ausgangsmaterial war Furniersperrholz aus Pappel mit einer Stärke von 6 mm. Auf dieses wurden zunächst mittels vorgegebenen Schablonen die Umrisse von Front- und Profilteil aufgezeichnet. Vor dem Aussägen wurde bei den beiden Einschnitten nochmals kontrolliert, ob sie eine Breite von 6 mm aufweisen. Bei Abweichung wurde nachgebessert. Hier war besondere Sorgfalt wichtig, da die beiden Teile auf Presspassung gearbeitet werden sollten.
Anschließend wurden die Einzelteile mit einer Laubsäge ausgesägt. Je genauer gesägt war, desto leichter war die anschließende Bearbeitung mit dem Schleifpapier. Die Kanten mussten geglättet und leichte Fasen angebracht werden. Nachdem alles sauber verschliffen war, konnte der Elch zusammengesteckt werden.
Jetzt zeigte sich, wer exakt gearbeitet hatte. Konnten die beiden Teile nur sehr schwer ineinander gesteckt werde, war die sog. Presspassung entstanden. Vorteil hiervon ist, dass sie ohne Leim auskommt. Wiesen die Steckverbindungen ein sog. „Spiel“ auf, mussten die beiden Teile miteinander verleimt werden. Zum Schluss wurde „Rudolph“ mit einer Schleife um den Hals versehen und die beiden roten Kugeln als Nasen aufgeklebt.
Angelika Luidl

Krippenfiguren

... als Gipsplastik über einem Drahtgerüst fertigten die Schüler der Klasse 9 c. Zunächst wurde verlost, wer welche Figur herstellt. Die Personenhöhe wurde auf ca. 30 cm festgelegt. Tiere sollten proportional dazu passen.
Zunächst wurden Skizzen gefertigt. Die Skizze sollte eine Biegevorlage für den Draht wiedergeben. Mit verzinktem Stahldraht in verschiedenen Durchmessern wurden Grundgerippe hergestellt. Mittels Krampen wurden diese auf einer Grundplatte befestigt. Es war darauf zu achten, dass ein Umkippen vermieden wird.
Anschließend wurden die Skelette mit Gipsbinden ummantelt. Dazu wurden Stücke von Gipsbinden um das Gerüst gelegt. Längere Gipsbinden wurden als Kleidungsstücke herunterhängen gelassen.
Vor allem musste zügig gearbeitet werden, da der Gips sehr schnell abbindet. Ferner musste darauf geachtet werden, dass der Gips nicht über das Waschbecken entsorgt wird, da Gips sogar noch im Wasser abbindet und so die Abwasserrohre verstopfen würde.
Angelika Luidl

Schattenspiel

Aus verzinktem Stahlblech fertigten die Schüler der 8 a weihnachtliche Dekoaufsteller. Ähnlich wie bei Buchstützen wurde eine Rundung mit einem Durchmesser von 55 mm im 45°-Winkel abgekantet. Auf diese Standfläche wird ein Teelicht gestellt, damit sich eben ein „Schattenspiel“ ergibt.
Bei der Planung des Schattenspieles war zu berücksichtigen, dass das Gewicht vom Standfuß ausgehend nach beiden Seiten gleichmäßig verteilt wird, damit ein Umkippen vermieden wird.
Vom Blech bis zum fertigen Gegenstand waren viele Arbeitsschritte zur erledigen:

  • Skizze erstellen und Ausschneiden dieser mit der Schere, da sie als Schablone dient
  • Anreißen der Umrisse und der Veränderungen auf dem Blech mit der Reißnadel
  • Vorkörnen der evtl. anzubringenden Bohrlöcher mit dem Körner, Bohren dieser an der Ständerbohrmaschine
  • Aussägen des Umrisses und der Veränderungen mittels Feinmechanikersägebogen mit Laubsägeblatt auf dem Laubsägetisch
  • Entgraten der Kanten mit diversen Hand- und Schlüsselfeilen und Schleifpapier unterschiedlicher Körnung
  • Abkanten an der Abkantbank
  • Oberflächenbehandlung mit Stahlwolle

Angelika Luidl

Metall-Werkstücke Klasse 8 c

In der 8. Klasse wurden im Werkunterricht aus unterschiedlichen Metallen Werkstücke hergestellt, wobei die SchülerInnen auch verschiedene Metall-Arbeitstechniken kennenlernten.
Die Arbeitstechnik des „Treibens“ mit den dazugehörigen Werkzeugen erlernten sie anhand der Herstellung einer flachen Kupferschale, die als Kerzenständer dient. Damit das Kupfermetall seinen Glanz behält, wurde es mit Lack versiegelt.
Nach dieser eher gestalterischen Arbeit folgte ein weiteres Metall-Werkstück, das absolut maßgenau hergestellt werden musste, damit es funktioniert – eine Aluminium-Schmiege.
Hierbei sammelten die SchülerInnen Erfahrungen bezüglich des millimetergenauen Übertragens von Maßangaben, des Bohrens in Metall und des Gewindeschneidens.
Nach dem Zusammenbau bzw. –schrauben wurde die Funktionalität des Werkstücks getestet.
Cornelia Jais 

Besuch bei den „shg“ Schulen für Holz und Gestaltung

Am 29.10.2015 unternahm der Werkenzweig der Klasse 8 a eine Exkursion in die „Schulen für Holz und Gestaltung“ (shg) in Garmisch-Partenkirchen.
Am Anfang der Führung erklärte uns Herr Christoph Widenmayer, dass die Bildungseinrichtung schon 150 Jahre besteht. Früher wurden dort nur Schnitzer unterrichtet. Heute hat sich das natürlich ein bisschen verändert: Es werden nunmehr Bildhauer und Schreiner in drei Lehrjahren ausgebildet. Danach kann sich für Schreiner die Meisterschule anschließen, die nochmals 1 ½ Jahre dauert. Ferner gibt es noch Krippenbauer und die Fachakademie für Raum und Objektdesign. Bei Letzterer geht es um die Innenausstattung und die Innenarchitektur. Ein Schüler kostet die Schule pro Halbjahr über 7000 Euro.
Nun übernahm Herr Roger Mandl die Führung und gab uns einen Einblick in fachliche Aspekte.
Der Bildhauer erarbeitet aus einer Idee zuerst eine Skizze. Anschließend wird ein Modell aus Ton hergestellt und daraus eine Gipsschablone gefertigt, bevor das eigentliche Bildhauen beginnt. Wir schauten uns „Schnitzmännchen“ an,  die als „Stehlen“ bezeichnet werden. Zu Beginn  steht immer der Entwurf. Die Stehlen haben eine Bedeutung, sprich jede erzählt eine eigene  Geschichte. Ab dem ersten Lehrjahr entwickeln die Schüler ihre Ideen selbst und zu manchen wird ein kleines Modell hergestellt. Dieses hält die Proportionen des eigentlichen Werkstückes ein.
In den Werkräumen befinden sich Hobelbänke, an denen bis zu 34 Schüler arbeiten. Dort sind auch viele Werkzeuge selbstgebaut, wie z. B. die „Schwalbenschwanzschmiege“. Im ersten Lehrjahr wird noch sehr viel Handarbeit geleistet. Es werden seltene Techniken erlernt, die heute nur noch wenig verwendet werden. Momentan bauten die Schüler des ersten Lehrjahres an Schragen, die uns natürlich auch gefallen hätten. Jeder Schüler wird bei seiner Arbeit individuell betreut.
Ab dem zweiten Lehrjahr dürfen die Schüler an den Maschinen arbeiten. Dafür machen sie einen Maschinenschein. Die Schule ist sehr gut ausgestattet. Um nur einige Maschinen aufzuzählen, wären da die Rahmenpresse, die Furnierpresse, die Tischkreisfräse, die Oberfräse, die Langbank... Die teuerste Maschine ist wohl die „CNC-Fräse“, mit ihr kann man Konturen und Rundungen fräsen. Sie fräst alles erst grob ab, dann genauer und exakter in dreidimensionaler Form.
Bei allen Maschinen in der Schule wird der übrig gebliebene Span abgesaugt. Dieser ist teilweise sehr giftig und stört beim Arbeiten.
Der Beruf des Schreiners ist sehr anspruchsvoll und mittlerweile ein wenig verbreiteter Beruf. Wir erfuhren: Je flacher das Land wird, desto weniger Schreiner gibt es. Hier im Oberland sind noch sehr viele Schreiner ansässig. Allerdings kommen die wenigsten Schüler direkt aus der Region.
Die Schule kümmert sich auch um die Nachpflanzung der Bäume. Pro Jahr werden 1000 Bäume gepflanzt.
An der „shg“ gibt es eine „Handwerkerhilfe“. Das bedeutet: Die Schule hat jedes Jahr Mitte November einen „Tag der Offenen Tür“. Dort verkaufen die Schüler selbstgemachte Gegenstände, z. B. Holzspielzeug. Die Einnahmen werden zu Hilfszwecken nach Afrika gespendet.
Moritz Strehmann − Klasse 8 c

Besuch in der Schnitzschule Garmisch-Partenkirchen

„Schule für Holz und Gestaltung“
Die Werkgruppe der Klasse 8 c fuhr mit ihrer Werklehrerin Frau Jais in die Schnitzschule, in die „Schule für Holz und Gestaltung“ in Garmisch-Partenkirchen. Die SchülerInnen konnten Einblicke in verschiedene Holz- und Gestaltungsberufe gewinnen, die sie für ihre Berufswünsche in Betracht ziehen können. Die Fachlehrer der Schnitzschule GAP führten die SchülerInnen durch die verschiedenen Ausbildungs-Bereiche (Ausbildungs-Werkstatt, Bildhauer-Werkstatt, Maschinenräume, Zeichenräume, Krippenbauschule, ...). dabei bekamen unsere SchülerInnen immer wieder die Möglichkeit, mit verschiedenen Ausbildungsschülern der Schnitzschule Gespräche zu führen und ihnen Fragen zu stellen. Äußerst beeindruckt waren die SchülerInnen von den Abschlussarbeiten, die in einem extra Ausstellungsraum besichtigt werden konnten. Nach diesem interessanten Vormittag fuhren wir mit vielen neuen Eindrücken und Ideen mit dem Zug zurück nach Murnau.
Cornelia Jais

Alltagsgegenstand aus Draht, auf Neudeutsch "Wire-Art"

Die Schüler der Klasse 8 c stellten aus verzinktem Stahldraht mit unterschiedlichem Durchmesser plastische Gegenstände her. Hier die Arbeitsschritte im Einzelnen:

  • Ideenfindung und Zeichnen eines Gegenstandes – Welche Bestandteile sind wichtig, damit der Gegenstand wieder erkannt werden kann?
  • Anstellen von Vorüberlegungen – In welcher Reihenfolge muss ein Gegenstand gebogen werden, um ihn aus möglichst wenigen Einzelstücken zu fertigen?
  • evtl. Anfertigen einer Detailzeichnung im Originalmaßstab als Biegevorlage
  • Abschätzen, wieviel Draht für die Einzelteile benötigt wird und Abzwicken der entsprechenden Menge von der Rolle mittels Vorn- oder Seitenschneider
  • Entfernen des Grats, an dem Ende, an dem mit dem Biegen angefangen wird, mittels Feile und Schleifpapier
  • Biegen mittels Rundzange, Flachzange oder über geeignete Gegenstände (Rundstab)
  • Zusammenbinden von Teilen mit engen Windungen; nach Möglichkeit Anbringen einer eng aneinander liegenden Spiralwicklung – Darauf achten, dass das Ende in den Gegenstand hineinschaut, damit keine Verletzungsgefahr besteht!
  • evtl. Einbinden weiterer Gegenstände, z. B. große Perlen als Auslöser für eine Kamera oder Auffädeln von Perlen, um am Kofferradio eine Skala darzustellen – Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!

Angelika Luidl

Geflügelte Schweine


Aus dem Werkstoff Ton – weiß brennend – gestalteten die Schüler der Klasse 6 b ihren persönlichen Schweine-„engel“.
So sind sie dabei vorgegangen:

  • Die Hohlkugel wurde aus zwei Daumenschalen hergestellt.
  • Einzelteile wurden aus Wülsten oder in der Hand formend gefertigt.
  • Das Werkstück und die zu verbindenden Einzelteile ritzten die Schüler an und bestrichen sie mit Schlicker. Ein Teil setzte man auf die präparierte Stelle auf, drückte es an und verstrich die Ansatzstelle so, dass sie nicht mehr zu sehen war.
  • Mund, Nasenlöcher und Augenbrauen mussten mit Bleistift eingeritzt werden.
  • Nach dem ersten Brand wurden die Werkstücke mit Manganoxid geschwärzt und anschließend nochmals bei 1100 °C gebrannt.

Im Schweinehimmel gibt es die Schweineengel.
Angelika Luidl

Oldtimer

… noch lieber hätte die 7 a ja Traktoren gebaut … aber auch mit dem gestellten Thema konnten sie etwas anfangen.
Bevor so richtig mit dem „Werkeln“ gestartet wurde, ging es zunächst an die Entwürfe im Maßstab 1 : 1. Das Gestalterische spielt neben dem Handwerklichen eine große Rolle. Hier gilt: Die Gestaltung sollte zum Werkstück und die Proportionen zueinander passen. Auch sollte bereits beim Entwurf auf die Materialgerechtigkeit, also eine zum Material passende Dimensionierung, geachtet werden. Beispielsweise sollte Holz nicht zu dünn abgetragen werden.
Die Gestaltung allein ist aber nicht ausschlaggebend. An diesem Thema übten sich die Schüler im praktischen Umgang mit dem Stemmeisen sowie Raspel und Feile, um nur einige Werkzeuge zu nennen. Bei dieser Gelegenheit wurden auch die unterschiedlichen Arten von Stecheisen, ihr Aufbau und Einsatz erläutert. Dabei wurde großes Augenmerk auf den Sicherheitsaspekt gelegt. Der Aufbau von Raspel und Feile wurde besprochen und wie diese fachgerecht eingesetzt werden. Natürlich stehen wir beim Arbeiten mit diesen beiden Werkzeugen.
Angelika Luidl

Werkzeugkasten mit unterschiedlichen Holzverbindungen

Werker brauchen Werkzeugkästen. Im Werkunterricht der 8 c wurden diese aus Fichtenbrettern, Fichtenlatten, Furniersperrholz und Rundholz hergestellt.
Vorgabe war, an jeder Ecke eine klassische Holzverbindung anzuwenden. Natürlich würde kein Fachmann vier unterschiedliche Holzverbindungen an einem Werkstück kombinieren, aber hier sollten die verschiedenen Verbindungen erarbeitet werden.
Zunächst wurden die vorgeschnittenen Bretter begutachtet und dabei festgestellt, dass sie sich teilweise in eine Richtung wölbten. Die sog. rechte Seite oder Kernseite genannt wölbt sich nach außen, die linke Seite oder Splintseite wölbt sich nach innen. Dies kann mit folgendem Merksatz im Gedächtnis behalten werden:
„Die linke Seite ist die Herzseite, weil das Herz im Inneren des Körpers ist.“
Üblicherweise wendet man die „rechte Seite“ nach außen. Ausnahme bilden lediglich Sitzflächen oder Böden. Grund dafür ist, dass die rechte Seite zur stärkeren Splitterbildung neigt.
Wir legten die Bretter mit der rechten Seite nach außen auf. Nun wurden die Teile, die aneinanderstoßen, mit Passzeichen versehen (Dreieck, Quadrat, Kreis, für jedes Paar ein anderes).
Jetzt ging es an das Anreißen der Holzverbindungen. Mittels Bleistift, Stahlmaßband, Winkel und Streichmaß wurden zunächst Ecküberplattung, Schlitz- und Zapfen und die einfache Fingerzinkung angerissen. Das Abfallholz (der Friedhof) wurde jeweils schraffiert.
Beim Aufreißen der etwas komplizierteren Schwalbenschwanzzinken zogen wir unseren Fachmann vor Ort, unseren Hausmeister Peter Buchner, heran. Nochmals großen Dank für die prima Erklärung und tolle Unterstützung!
Anschließend wurden zunächst mittels japanischer Feinschnittsäge die Schnitte gesetzt und anschließen mit dem Stemmeisen herausgestemmt (erst bis zur Hälfte von der einen Seite, am Rand etwas als Auflagefläche stehen lassen, dann von der anderen Seite).
Falls die Verbindung noch nicht zusammen passte, wurde mit dem Stemmeisen ausgeputzt.
Als die Teile gut ineinander passten, verleimten wir das Gehäuse nach Möglichkeit rechtwinklig miteinander. Anschließend wurde der Boden aufgeleimt, die Fichtenleisten mit Sackbohrungen zur Aufnahme des Tragegriffes versehen und ebenfalls an der Werkzeugkiste angebracht.
Wer wollte, konnte sich noch Werkstückhalterungen montieren.
Angelika Luidl

Papageno

Schüler der Klassen 6 b und c fertigten aus Holz Vögel, die sie mit bunten Federn ausschmückten:  Paradiesvögel.
Zunächst wurde auf einer sägerauen Leiste der Umriss des Vogels aufgezeichnet und grob ausgesägt. Anschließend arbeiteten die Schüler die Körperform mittels Raspel und Feile heraus und schliffen diese mit Schleifpapier immer feinerer Körnung. Um den Grundkörper mit Holzbeize einfärben zu können, wurde der Vogel in wässrige Beize getaucht: einmal mit der einen Hälfte in die eine und dann mit der anderen Hälfte in die andere Farbe. Durch Verwischen in der Mitte ergab sich ein fließender Farbübergang. Das Bein besteht aus einem Zweig, den die Schüler sich in der Natur gesucht hatten. Der Fuß ist aus einem Kastanienrundling geschnitten. Für den Schnabel wurde ein 8 mm Rundholz mit einem Bleistift angespitzt. Nachdem alle Bohrungen gesetzt waren (für Schnabel, Bein und Federn), erhielten die Vögel noch Augen. Dazu dienten Posternägel. Der Schnabel wurde montiert, das Bein in den Fuß gesteckt und darauf der Körper des Vogels befestigt. Nachdem in die seitlichen und hinteren Bohrlöcher noch bunte Bastelfedern gesteckt worden waren, hatten
wir einen bunt schillernden Dekoartikel.
Angelika Luidl

Tonvögel

Zu Beginn des zweiten Halbjahres erstellte die Klasse 6 b im Fach Werken kreative Tonvögel. Die beiden in der Daumentechnik hergestellten Halbschalen wurden aufeinander gelegt, gut miteinander verstrichen und ergaben somit den Grundkörper der Vögel.
Anschließend wurden die Augen, Füße, Flügel und der Schnabel „montiert“. Der Kreativität waren dabei keine Grenzen gesetzt. Vom flippigen Vogel, über die Prinzessin bis hin zum Minion-Vogel war alles vertreten. Am Schluss musste im Boden noch ein Loch angebracht werden, um das Platzen des Werkstückes beim Brennvorgang zu verhindern. Nach dem Schrühbrand wurden die Vögel noch mit Manganoxid geschwärzt und durften es sich gleich noch einmal im Brennofen gemütlich machen. Ein schöner, individueller Gegenstand ist so binnen weniger Werkstunden entstanden.
Isabell Heisig

Werkstattwoche – Schule für Holz und Gestaltung

Am 21.10.2014 machte sich die 8 c auf den Weg nach Garmisch-Partenkirchen, um das Aus- und Weiterbildungszentrum für das Schreiner- und Holzbildhauerhandwerk zu besuchen. Dort werden vier verschiedene Ausbildungsmöglichkeiten angeboten. Neben den Berufsfachschulen für Schreiner und Holzbildhauer gibt es noch die Meisterschule für Schreiner und die Fachakademie für Raum- und Objektdesigner.
Zunächst besuchten wir die Werkstätte für das Schreinerhandwerk. Im ersten Lehrjahr wird hauptsächlich mit Handwerkzeugen gearbeitet. Hier lernen die Schüler die klassischen Holzverbindungen wie Finger- und Schwalbenschwanzzinkung, aber auch Schlitz- und Zapfenverbindungen kennen und herstellen.
Im zweiten Lehrjahr wird dann der Maschinenschein gemacht. Die Schüler lernen, wie man mit Bandsäge, Tischfräse, Abricht- und Dickenhobelmaschine und der Kreissäge sach- und fachgerecht arbeitet. Hier wird besonderes Augenmerk darauf gelegt, Verletzungen vorzubeugen. Bei dieser Gelegenheit erfuhren die Schüler, dass die elektrischen Geräte heute einen sehr hohen Sicherheitsstandard aufweisen. Die Sicherheitseinrichtungen, wie Sägehilfen, wurden zusammen mit der Berufsgenossenschaft entwickelt. Die Sägehilfen haben sogar Namen erhalten: Fritz und Franz.
Besonders gut hat der 8 c der Tischkicker gefallen, der dort in Kleinserien gefertigt wird. Die Lehrlinge können ihren selbst hergestellten Tischkicker erwerben, wenn sie die Materialkosten übernehmen. Ursprünglich waren auch die Figuren aus Holz. Sie erwiesen sich jedoch als nicht besonders haltbar. Deswegen werden jetzt Plastikfiguren verwendet … schade.
Solch ein Tischkicker wäre doch auch etwas für unseren neuen Pausenbereich, oder Herr Havelka? Nicht teuer, aber ein sehr hoher Spaß-Faktor.
Angelika Luidl und Isabell Heisig

Kaminholz-Engel der Klassen 6 a und b

Cornelia Jais
Nach einer Anleitung aus der Zeitschrift Landlust — November/Dezember 2011