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Jugendliche im Landkreis sind zur U18-Wahl aufgerufen – ein Stimmlokal in der Realschule im Blauen Land

Landkreis – Den Jugendlichen eine Stimme verleihen und ihre Meinung ernst nehmen. Das ist das Ziel der U18- Wahlen, die heute bundesweit stattfinden. „Wir wollen die Jugendlichen für ihr demokratisches Grundrecht sensibilisieren“, sagt Markus Kölling, Sozialpädagoge für kommunale Jugendarbeit des Landratsamtes Garmisch-Partenkirchen. Mit dem örtlichen Kreisjugendring organisieren Kölling und seine Kollegen das Projekt im Landkreis Garmisch-Partenkirchen.
Zehn Wahllokale sind dafür in den letzten Tagen aufgestellt worden. In Rathäusern, Jugendzentren und Bildungseinrichtungen. Genau wie bei der Bundestagswahl am 24. September geben heute die Jugendlichen auch zwei Stimmen ab. Wählen darf jeder Minderjährige, unabhängig von Herkunft, Status, Religion oder Hautfarbe. Hauptsache derjenige macht sein Kreuz geheim und ganz eigenständig. Selbstverständlich alles nur fürs Papier. Die U18-Wahl ist eine Art Probelauf für später, wenn die heute noch Minderjährigen bei der großen Bundestagswahl ihre Stimmzettel in die Urne werfen können.
Eine der Wahlstätten steht in der Realschule im Blauen Land in Murnau. Jugendsozialarbeiter des Kreisjugendrings haben das Projekt in den Sommerferien dort angestoßen. Die Sozialkundelehrer Thomas Mittelstraß und Hannes Bräu waren begeistert. „Politische Bildung benötigt in der Schule einen höheren Stellenwert als sie aktuell hat“, meint Bräu. Schulen müssen einen Beitrag dazu leisten, Jugendlichen nahe zu bringen, dass sie durch Wahlen Einfluss auf die Zukunft ihrer Heimat haben. Mit den Wahlhelfern der 9c wurde die Aula gestern zum Wahllokal umfunktioniert. Das Engagement der Pädagogen reichte jedoch noch weiter. Die Woche vor der Wahl nutzten die Murnauer Lehrer, um alle Jahrgangsstufen im Unterricht entsprechend auf ihre politische Meinungsäußerung vorzubereiten. „Wir haben Infomaterialien pädagogisch und didaktisch aufbereitet“, sagt Bräu. In eine Sprache übersetzt, die auch die Jüngsten an der Schule verstehen. Die Heranwachsenden einfach so abstimmen zu lassen, war für den 30-Jährigen keine Option. Parteiprogramme wurden jugendgerecht besprochen, Fragen beantwortet, Entscheidungshilfe gegeben. Ein Schwerpunkt des Unterrichts war die Kinder- und Familienpolitik. „Mit Themen direkt aus dem Umfeld der Jugendlichen motivieren wir sie am besten.“
Denn genau darum geht es: das Interesse der Heranwachsenden an Politik und sozialem Engagement zu wecken. Nicht nur in Bräus Klassenzimmer. „U18 Wähler sollen miteinander sprechen und Familien daheim debattieren“ erhofft sich Landratsamt-Mitarbeiter Kölling. Diskussionen und Meinungsäußerungen sieht der Sozialpädagoge als wichtiges Element der Demokratie. Die U18-Wahl bereitet Jugendliche darauf vor. „Als soziale Einrichtung muss man dieser Verantwortung nachkommen.“ Zum zweiten Mal begleitet das Amt in Kooperation mit dem Kreisjugendring eine Wahl. Eine Prognose abgeben, was die Jugend des Landkreises heute wählt, kann Kölling allerdings nicht. Die jungen Wähler können freiwillig auf ihrem Stimmzettel Alter und Geschlecht angeben. „Am stärksten werden die 11- bis 17-Jährigen vertreten sein.“ Das Ergebnis der Zweitstimme, der Wahl einer Partei, wird noch heute Abend vom Bayerischen Jugendring, dem landesweiten Organisator des Projekts veröffentlicht. Auch in Murnau werden die schulinternen Ergebnisse publik gemacht – am schwarzen Brett. „Wir sind sehr engagiert bei diesem Projekt“ urteilt Bräu. Wählen zu gehen, ist für ihn nicht nur Bürgerrecht, sondern Bürgerpflicht. Den Schülern das begreiflich zu machen, ist das ganz individuelle Ziel in Murnau. 

Murnauer Merkur - 14.09.2017 - Martina Baumeister

Realschule Murnau: Einweihung des zweiten Bauabschnitts

Neubau mit Platzproblemen

Das Vorzeigeprojekt des Landkreises, die Errichtung der Murnauer Realschule, ist abgeschlossen: Jetzt konnte auch der zweite Bauabschnitt offiziell eingeweiht werden. Doch trotz zusätzlicher Flächen platzt die beliebte Bildungsstätte aus allen Nähten.

Murnau– Landrat Anton Speer (Freie Wähler) war bei bester Laune: „Heute ist ein freudiger Tag für uns alle“, rief er in seiner Festrede den Ehrengästen, Lehrern und Schülern in der Aula der Murnauer Realschule entgegen. Nach etwa vierjähriger Bauzeit ist der Komplex an der Weindorfer Straße, den derzeit rund 600 Mädchen und Buben besuchen, endlich komplett fertiggestellt. Das Vorhaben wurde in zwei Etappen verwirklicht, Architekten sprechen von einer modularen Bauweise: Das Hauptgebäude wurde bereits 2014 bezogen (wir berichteten). Mit dem jetzt eingeweihten zweiten Abschnitt kamen ein L-förmiger Erweiterungsbau, der unter anderem weitere Klassenzimmer, eine Mensa und die Mittagsbetreuung beheimatet, eine Turnhalle sowie die Außenanlagen hinzu.

Die Baukosten liegen bei rund 18,7 Millionen Euro. Davon fließen 6,5 Millionen Euro in Form staatlicher Zuschüsse. Der Landkreis als verantwortlicher Sachaufwandsträger beweise damit, betonte Speer, welch hohen Stellenwert die Bildung hier in der Region habe. Der Chef der Kreisbehörde musste aber auch „räumliche Engpässe“ einräumen, mit denen die Realschule im Blauen Land, so der offizielle Titel, trotz des Ausbaus zu kämpfen hat. Der Hintergrund ist bekannt: Die 2011 ins Leben gerufene Bildungsanstalt, die anfangs provisorisch in der Mittelschule und in Containern untergebracht war, genießt einen exzellenten Ruf – und erlebt einen regelrechten Ansturm. Eigentlich ist sie baulich und konzeptionell dreizügig ausgelegt – also für drei Klassen pro Jahrgangsstufe (5 bis 10). Doch die Realität sieht anders aus: Die Jahrgangsstufen 5 bis 8 laufen mittlerweile vierzügig. Das Raumprogramm ist für 18 Klassen gedacht, tatsächlich sind es 22. Und es sieht nicht danach aus, dass sich die Situation entspannt. Im Gegenteil: Für das nächste Schuljahr liegen schon wieder, wie auf der Feier zu erfahren war, rund 100 Anmeldungen vor. Das heißt: Wahrscheinlich wird es dann eine weitere Jahrgangsstufe mit vier Klassen geben. Der Neubau stößt an seine Grenzen.

Müsste man da nicht über einen dritten Bauabschnitt nachdenken? Nein, sagt Speer. „Eine vierte Eingangsklasse wird es weiterhin nur als Ausnahme geben“, stellte er klar. Aus Rücksicht auf die umliegenden Realschulen soll es seinen Angaben zufolge bei der Dreizügigkeit bleiben. Speer ist davon überzeugt, dass die Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium (G9) eine Entlastung bringt. Bis dahin müsse man improvisieren und beispielsweise andere Räume als Klassenzimmer nutzen.

Direktor Ralf Havelka glaubt indessen nicht so recht an den erhofften G9-Effekt. Bislang habe man jedenfalls davon nichts gespürt. Er rechne in den nächsten Jahren mit gleichbleibend hohen Anmeldezahlen. „Wir brauchen eine tragfähige Lösung“, appellierte er an die Politik.

Der Ministerialbeauftragte Ernst Fischer lobte in seinem Grußwort die Murnauer Realschule als „Kleinod“. Bürgermeister Rolf Beuting (ÖDP/Bürgerforum) betrachtete das komplette Schulzentrum aus der wirtschaftspolitischen Perspektive: „Für unsere Gemeinde ist das ein immenser Standortvorteil.“ Die kirchliche Segnung des Hauses nahmen der katholische Pfarrer Siegbert Schindele und sein evangelischer Kollege Andreas Fach vor. Mädchen und Buben der Einrichtung sorgten für die musikalische Gestaltung.

Murnauer Merkur - 30.06.2017, 19:10 Uhr - Andreas Seiler (Text und Bild)

Aus der Schülerzeitung wird ein Blog

Murnau – „Tweets“, „Blog“, „Hashtag“ – es sind Begriffe aus dem Zeitalter des Internets, die bei so manchen älteren Semestern die Stirn runzeln lassen. Für die Kinder und Erwachsenen von morgen gehören sie aber im Zeitalter der Smartphones zum Alltag.
Diese Gedanken hatte Deutschlehrer Hannes Bräu im Kopf, als er im Herbst 2016 die Schülerzeitung an der Realschule im Blauen Land übernahm. Bräu, der über jahrelange Erfahrung in der professionellen Öffentlichkeits- und Pressearbeit verfügt, wollte etwas Neues wagen. Weg vom Papier, hin zum Internet. Diesen Weg sollte seine Schülerzeitung einlegen: „Das Internet eröffnet uns eine Vielzahl an Publikationsmöglichkeiten, zudem ist es ein sehr demokratisches Medium.“ Jeder könne Informationen zu jeder Zeit abrufen oder eben selbst produzieren.
In Form eines Internetblogs fand Bräus anfängliche Idee  nun seine praktische Ausführung. „Blog im Blauen Land“ nennt sich der erste Schülerblog im Landkreis Garmisch-Partenkirchen, der ab dem heutigen Mittwoch unter der Internetadresse www.bib-murnau.de online geht.
In den Monaten zuvor hatten 14 Schülerinnen und Schüler der Murnauer Realschule unter Leitung von Deutschlehrer Bräu die technischen und inhaltlichen Voraussetzungen geschaffen. Für den Blog wurde noch vor Schuljahresbeginn das Wahlfach Schülerzeitung in „Crossmedia“ umformuliert. „Wir konzentrieren uns hier längst nicht nur auf das Schreiben von Texten“, betont Bräu. Fotografieren, Layout, Webdesign oder auch Planung, Schnitt und Realisierung von Podcasts, kurzen Radiosendungen, stehen auf der Tagesordnung. Einmal wöchentlich findet eine Redaktionssitzung mit zweistündiger Kernarbeitszeit statt. Ab heute können die Schüler selbstständig rund um die Uhr Beiträge online verfassen, die dann im gemeinsamen Gespräch mit ihrem Lehrer überarbeitet und schließlich „gepostet“ werden. Inhaltlich dreht sich dabei viel um das Schulleben an der Realschule im Blauen Land. „Letztendlich sind die Themen und Ideen aber den Schülern vorbehalten“, erklärt Initiator Bräu. Die gesteigerte öffentliche Aufmerksamkeit solle sie motivieren. Ganz nebenbei wird Medienpädagogik betrieben: Was darf ich veröffentlichen? Wie muss es erscheinen? Welche Quellen muss ich zitieren und angeben? Ein Grundkurs Journalismus an der Realschule.
Das Design des Blogs lag fast ausschließlich in Schülerhand. Daniel Weber, der die 10. Jahrgangsstufe besucht und als Chefredakteur fungiert, tüftelte monatelang mit seinem Wahlfachlehrer an einer technischen Lösung und grafischen Feinheiten. Webdesign und Programmieren werden ihn nach der Schule auch beruflich begleiten. „Schade, dass es dieses Projekt hier nicht schon früher gab“, meint er. Dem Blog im Blauen Land will er aber auch nach seinem Abschluss noch treu bleiben. Schließlich hat seine Schule im Landkreis absolutes Neuland betreten. Es gibt noch einiges zu tun. Bräu glaubt, dass bald mehr Schulen in der Region ähnliche Projekte auf die Beine stellen: „Die Zukunft spielt sich im Internet ab.“
www.bib-murnau.de - „Blog im Blauen Land“
Im Laufe des heutigen Mittwochs geht der Schülerblog der Realschule Murnau online. In wöchentlichen Updates und einigen Medienformaten berichten Schülerinnen und Schüler über das Schulleben oder selbst ausgewählte Themen.
Murnauer Tagblatt - 22.03.2017 - Paul Silber

Von einem Großprojekt ins nächste

7,5 Millionen Euro wird der Landkreis in den nächsten Jahren in die Sanierung der Berufsschule stecken. Eine Mammut-Aufgabe, mit der heuer begonnen wird. Und das ist nicht das einzige Projekt: Insgesamt fließen über zwei Millionen Euro in die Landkreis-Einrichtungen.
Garmisch-Partenkirchen – Es gibt eine Zahl, die macht schnell deutlich, warum der Landkreis viel Geld in den Klassentrakt der Berufsschule in Garmisch-Partenkirchen stecken wird: Seit 38 Jahren wird der so genannte 1970er-Jahre-Bau schon genutzt und nun erstmals generalsaniert. Heuer sind 700.000 Euro für die Planungsleistungen und erste Bauarbeiten vorgesehen, weitere 250.000 Euro müssen für Ersatzklassenzimmer ausgegeben werden. Diese sollen, wie Kreisbaumeister Alkmar Zenger bei den Haushaltsberatungen im Schulausschuss sagte, auf freien Flächen an der Straße Am Königreich entstehen. „Ein Umbau während des laufenden Betriebs geht nicht.“ Deshalb werde an eine Container-Lösung gedacht.
Insgesamt plant der Landkreis, 7,5 Millionen Euro in die Berufsschule zu stecken. So gelte es unter anderem, das Flachdach zu sanieren, die Lüftungs- und Sanitäranlagen zu erneuern, den Wärmeschutz zu verbessern und das Gebäude grundsätzlich um neue Räume zu ergänzen.
Ein Erweiterungsbau steht zudem im Mittelpunkt eines weiteren Großprojekts des Landkreises: der Realschule Murnau. Nachdem der erste Bauabschnitt 2014 fertiggestellt werden konnte, laufen die Arbeiten an einem zweiten Trakt samt Turnhalle und Mensa. Unterm Strich entstanden bis Ende 2016 Baukosten in Höhe von 18,4 Millionen Euro. Eine weitere Million wird heuer folgen.
Außerdem auf der Investitionsliste: 100.000 Euro „Rest–abwicklungskosten“ nach dem Altbau-Umbau der Geigenbauschule in Mittenwald, sowie 15.000 Euro an Restkosten nach der Sanierung der Turnhalle in der Zugspitz-Realschule in Garmisch-Partenkirchen. Unterm Strich stehen im Kreishaushalt 2,065 Millionen Euro, die in Schul-Bauprojekte fließen.
Thema war in der Sitzung aber auch das Werdenfels-Gymnasium, bei dem die Sanierung von zwei Chemie-Räumen auf der Agenda steht. Max Wank, CSU-Kreisrat und selbst Lehrer an der Einrichtung, wollte wissen, wann dieses Projekt angegangen wird. Laut Zenger steht die Sanierung der Zugspitz-Realschule noch weiter oben auf der Prioritäten-Liste. Bevor es am Werdenfels-Gymnasium losgeht, dürfte noch einige Zeit vergehen. „Das könnte 2020, 21 oder 22 werden.“
Daraufhin erklärte Wank, dass es schon heute schwierig sei, Standards zu halten. Weil es im Altbau zum Beispiel kein Internet-Netz gebe. „Moderner Unterricht ist so nicht möglich.“ Punkte, die Zenger ernst nahm. Er stellte in Aussicht, dass Arbeiten an beiden Schulen vielleicht auch parallel laufen könnten.
Die Haushalts-Beratungen gehen nun in den Gremien weiter. Die Sitzung des Kreisausschusses ist für den 16. Februar geplant. Das letzte Wort hat der Kreistag.
Murnauer Tagblatt – 08.02.2017 – Nadja Hoffmann

200 Kilo Münzen ausgezählt

Murnau – Es war die vielleicht ungewöhnlichste Spende der Vorweihnachtszeit: 600 Schüler sammelten an der Murnauer Realschule im Blauen Land so viel Kleingeld, um ihren Direktor Ralf Havelka mittels einer Waage in die Höhe zu heben. Als Anreiz, möglichst viel Kupfer zu sammeln, diente auch ein in Aussicht gestellter früherer Schulschluss am Tag vor Weihnachten. Wie berichtete, wurde die Wette locker gewonnen. „Ich hätte wohl mehr als drei Mal aufgewogen werden können“, verdeutlich Havelka.
Die Auszählung der mehr als 200 Kilogramm Münzen stellte die Organisatoren dann noch vor ganz andere Herausforderungen. Auch die VR-Bank Werdenfels, die sich bereit erklärt hatte, die Spende zu zählen, war sich der Dimensionen an Münzen nicht ganz bewusst. Gleich zwei Mitarbeiter wurden für diese Aktion und die maschinelle Zählung abgestellt. Das Endergebnis konnte sich dann sehen lassen. 2.790,31 Euro hatten die Murnauer Schüler gesammelt. Dieser Betrag geht nun an den Verein Arme Menschen, der sich vor allem für Hilfsprojekte in Brasilien einsetzt. „Wir werden natürlich über die genauere Verwendung der Gelder berichten“, kündigt Havelka an.
Murnauer Tagblatt – 23.01.2017 – eb

Internet

Mehr Infos
zur Organisation Arme Menschen und die Verwendung von Spendengeldern gibt es im Internet unter www.armemenschen.de

So macht Französisch Spaß

Das war einmal ein Unterricht der anderen Art: Die rund 100 Schüler der vier sechsten Klassen der Realschule im Blauen Land Murnau hatten vor kurzem Besuch des so genannten „France Mobil“, einem Gemeinschaftsprojekt unter anderem der Robert-Koch-Stiftung und des Deutsch-Französischen-Jugendwerks. Junge Lektoren aus Frankreich brachten den Schülern mit Spielen, Musik und Filmen Frankreich viel näher als das im allgemeinen Schulunterricht normalerweise möglich ist.
Murnauer Tagblatt – 20.01.2017 – Michaela Feldmann-Kirschner (Text und Foto)

Realschule Murnau ist heiß begehrt

Murnau – Die neue Murnauer Realschule erfreut sich eines enormen Zuspruchs. Die Einrichtung kann gar nicht alle Interessenten aufnehmen. Bei anderen Realschulen sinken hingegen die Zahlen. Doch das war offenbar teilweise auch so geplant.
Bernd Schober, Leiter der Zugspitz-Realschule in Garmisch-Partenkirchen, zeigt sich entspannt. „Ich bin zufrieden, so wie es ist.“ Rund 400 Schüler drücken in der Einrichtung am Gamsangerweg aktuell die Schulbank. Das war vor ein paar Jahren noch anders. Zu Hochzeiten wurden schon mal 650 gezählt. „Da waren wir mit der Aufnahmekapazität an der Grenze.“
Schober denkt, dass sich die Zahlen bei 400 einpendeln werden. „Ich sehe keine Gefahr, dass es zu wenig Schüler werden.“ Für das laufende Jahr konnten sogar wieder drei fünfte Klassen gebildet werden. Das war 2014/2015 und 2015/2016 nicht der Fall.
Konkurrenz durch die neue Murnauer Realschule fürchtet er somit nicht. Diese sei auch als Entlastung gedacht, betont Schober. Von daher seien die geringeren Zahlen an der Zugspitz-Realschule geplant gewesen. „Für uns sehe ich die Entwicklung positiv“, fasst der Leiter zusammen.
Sinkende Zahlen verzeichnet ebenso die Erzdiözese München und Freising, Trägerin der St.-Irmengard-Realschule in Garmisch-Partenkirchen. Heuer registrierte man dort 471 Anmeldungen (Gymnasium: 512, Fachoberschule: 46). Im vergangenen Jahr waren es an der Realschule 504 gewesen (Gymnasium: 541, FOS: 44) und in 2014/2015 noch 516 (Gymnasium: 572 FOS: 42). Ursula Hinterberger von der Pressestelle des Ordinariats ist es ein Anliegen, auch die Zahlen der anderen Einrichtungen zu nennen. Denn bei den St.-Irmengard-Schulen handle es sich „um einen gemeinsamen Schulstandort“. Und die Zahlen müssten „entsprechend im Kontext gesehen werden“. Im Übrigen habe eine neue Einrichtung wie die Murnauer natürlich Auswirkungen.
Das stellt man auch in der Schlehdorfer Realschule fest, deren Trägerin ebenfalls die Diözese München und Freising ist. „Wir merken schon, dass wir weniger Schüler aus Murnau und den umliegenden Orten haben“, sagt Direktor Manfred Ilitz. Das Ordinariat hat für die Schlehdorfer Realschule eine Mindestzahl von 50 Anmeldungen vorgegeben. Für 2016/2017 kamen 68 zusammen, im Jahr zuvor waren es unter 50. Ilitz und sein Team rührten daher 2016 mächtig die Werbetrommel. Dabei veranstalteten sie unter anderem Schnuppertage. „Das hat sich bewährt, das machen wir auf jeden Fall wieder“, kündigt der Direktor an. Einschreibungen stehen ab Mai an. „Da wird es spannend.“ Die 50er-Marke sei ein „Ansporn“. Ilitz: „Wir geben unser Bestes, eine gute Schule zu sein.“
Fakt ist: Die Schülerströme formieren sich neu. „Das hat auch keiner anders erwartet“, sagt Ralf Havelka, Leiter der Realschule im Blauen Land in Murnau. Aus seiner Sicht funktioniert das. „Die Schüler haben wohnortnah ein Super-Angebot. Das ist das Entscheidende.“
Alle Interessenten aufnehmen kann Murnau freilich nicht. So lehne die Einrichtung Bewerber aus Oberammergau, Bad Bayersoien und Huglfing „eher ab, weil wir sonst mit der Kapazität an unsere Grenzen kommen“, erläutert Havelka. Er sieht in der Murnauer Realschule unterm Strich einen „Gewinn für die Bildungsregion“.
600 junge Menschen besuchen derzeit die Einrichtung. Die Klassen 5, 6, 7 und 8 sind momentan vierzügig. Das heißt: Es gibt vier Klassen je Jahrgangsstufe. Auch für 2015/2016 waren bereits „aufgrund des großen Andranges ausnahmsweise vier statt drei Eingangsklassen gebildet worden“, erklärt Franziska Klein vom Büro des Landrats.
Ist geplant, dass die Realschule Murnau komplett vierzügig wird? Klein verneint. „Die Schule ist nur als dreizügige Schule genehmigt.“ Die Vierzügigkeit in vier Jahrgangsstufen sei lediglich eine Ausnahme. „Mit dieser Beschränkung sollen auch die Interessen etwa der Realschulen in Garmisch-Partenkirchen und Schlehdorf gewahrt werden.“
Merkur online – 10.01.2017 – Roland Lory (Text und Foto)

Schüler-Austausch nach Shanghai: Eine Reise für alle?

Murnau – Jugendliche der Murnauer Realschule haben Einblicke in ein für sie völlig fremdes Leben erhalten: Die 14- bis 17-Jährigen verbrachten im Rahmen eines Austauschs zwei Wochen in Shanghai. Das Projekt mutet elitär an. Doch niemand musste zuhause bleiben.
 China ist mit vielen Vorurteilen belastet – und interkultureller Austausch kann nur von Angesicht zu Angesicht funktionieren. Deshalb zögerte man in der Realschule im Blauen Land nicht, als eine Schule in Shanghai über eine Internet-Plattform einen Schüleraustausch anbot. Vor kurzem sind die Lehrer Kathrin Richter und Thomas Mittelstraß mit 17 Schülern im Alter von 14 bis 17 Jahren wohlbehalten zurückgekehrt.
„Dieser Schüleraustausch war auch für uns Lehrer ein Abenteuer und mit einem gewissen Risiko verbunden“, resümiert Mittelstraß rückblickend. Trotz der vielen organisatorischen Vorarbeiten sind er und seine Kollegin „sehr, sehr froh“, daran teilgenommen zu haben. Nicht nur die Partnerschule, sondern auch das chinesische Bildungsministerium legten größten Wert darauf, dass alles optimal läuft. „Unsere Schüler wurden vom Lokalfernsehen interviewt und mussten ständig Autogramme geben. Außerdem wurden ihre englischen Vorträge zum Beispiel über den deutschen Schulalltag oder landestypische Traditionen von etwa 3000 Leuten gehört“, erzählt der Pädagoge. Am meisten habe ihn aber die Tatsache überrascht, dass der Rektor der chinesischen Schule ihn fragte, was er am Unterricht seiner Schule verbessern könne. „Überhaupt waren die Lehrer keine Linientreuen, sondern extrem aufgeschlossen und interessiert. Sie sprachen zudem perfekt Englisch“, schwärmt Kathrin Richter. Die Tatsache, dass es auch in Klassenzimmern mit 50 Schülern ruhig zuging, sei darauf zurückzuführen, dass Bildung in China einen extrem hohen Stellenwert hat. „Je fremder ein Land, desto intensiver ist das interkulturelle Lernen und desto mehr bleibt bei den Schülern hängen“, meint Mittelstraß.
China-Aufenthalt kostet 1.400 Euro
Doch dass die Realschule nach dem Schüleraustausch mit Mauritius jetzt auch einen mit Shanghai anbietet, hinterlässt einen leichten elitären und bitteren Beigeschmack. Die Kosten für den zweiwöchigen Chinaaufenthalt beliefen sich pro Schüler auf 1.400 Euro. Viel Geld, das bei weitem nicht jede Familie für einen Schüleraustausch des Nachwuchses aufbringen kann. Doch Mittelstraß betont: „Wegen der Finanzierung muss keiner zu Hause bleiben.“ Man finde „für jeden, der mit will, einen Weg. Dafür gibt es verschiedene Fördertöpfe auch außerhalb der Schule. Heuer hat es jedoch keine entsprechenden Anträge gegeben“. Da die Realschule im Blauen Land in einer feierlichen Zeremonie einen Kooperationsvertrag mit der Schule in Shanghai unterschrieben hat, wird dieser Austausch wieder angeboten werden.
Diesmal bekamen die teilnehmenden Jugendlichen ein „All inklusive“-Paket mit einer einwöchigen Studienreise, auf der sie in verschiedenen Hotels untergebracht waren, und einer Woche in einer Gastfamilie. „Am meisten hat gleichermaßen fasziniert und schockiert, was die Chinesen alles essen“, erzählt der 16-jährige Jannis Lau. Kommt etwa Ente auf den Tisch, landete das Tier inklusive Knochen und Kopf auf dem Teller. „Die Chinesen verwerten einfach alles. Wenn ich nachfragte, was es gibt, hieß es immer nur ,Gemüse‘ oder ,Fleisch‘ – mehr war nicht rauszufinden.“
Technischer Fortschritt fasziniert Schüler
Gewöhnungsbedürftig war auch Jannis Bett: „Ein Holzbrett mit einer Decke darüber. Eigentlich bin ich ja Seitenschläfer. Aber das ging gar nicht. In Rückenlage konnte ich dann aber doch schlafen.“ Während sein Bett die Form eines Rennautos hatte, schlief Julia Tömördi in einem rosaroten Hello-Kitty-Modell. Ansonsten war die Wohnung ihrer Gasteltern „viel kleiner als zu Hause, alles sauber und aufgeräumt und jeder Quadratmeter optimal genützt“. Der Kühlschrank stand zum Beispiel im Flur. „Obwohl wirklich alles super organisiert war, bin ich froh, dass ich nicht in China leben muss“, stellt Deborah Brückner klar. Sie mag keine Menschenmassen – und Shanghai hat immerhin 22 Millionen Einwohner.
Der rasche technische Fortschritt der Chinesen hat die Jugendlichen besonders fasziniert: „Es fährt fast jeder einen Elektroroller, und nachts ist so ziemlich alles beleuchtet – vom Baum bis zur Brücke“, erzählt Jannis Lau. Dass der Smog dort so schlimm sei, „ist ein Vorurteil. Wir haben blauen Himmel über Shanghai gesehen, und es gibt auch viele große Parks und Gärten“, erzählt Johannes Wiesendanger. „Den Mundschutz tragen die Bewohner Shanghais auch nicht wegen der Luftverschmutzung, sondern um sich und andere vor Krankheitserregern zu schützen“, ergänzt Kathrin Richter.
Das Ziel, Vorurteile abzubauen und viel über ein fremdes Land zu lernen, hat die Reisegruppe also erreicht.
Merkur online – 22.11.2016 – Michaela Feldmann-Kirschner

Sinnvolle Spende für Liberia

Murnau – Dass in bayerischen Schulen nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch Herz und Charakter der Schülerinnen und Schüler geformt werden sollen, steht so auch in der Bayerischen Schulverfassung. Besonders bemüht hat man sich um diesen Auftrag in den vergangenen Monaten an der Realschule im Blauen Land. Die junge Murnauer Bildungsinstitution spendete eine stattliche Summe an die Hilfsorganisation „PLAN International“.
Die Initiative hierfür ging dabei vom evangelischen Religionsunterricht der 6. Klassen aus, der im Rahmen des großen Schulfestes bereits im Juli 2016 gezielt Spendengelder über einen Flohmarkt und weitere Aktionen vom Kuchenverkauf bis zum Kinderschminken sammelte. „Nach und nach schlossen sich aber weitere Aktionen an“, erklärt Lehrkraft und Organisator Björn Schnee. So spendeten seine Kolleginnen und Kollegen den Reinerlös ihres Austropop-Konzerts, das am Schuljahresende stattfand, und erst kürzlich ging auch das Preisgeld für ein Flüchtlingsprojekt des katholischen Religionsunterrichts mit der Gemeinde Oberau vollständig an PLAN. Am Ende kamen 1131 Euro zusammen.
Ein Betrag, den man nicht so ohne weiteres an jede Hilfsorganisation spendet. „PLAN setzt sich für eine Welt ein, in der sich alle Kinder frei entfalten und entwickeln können“, weiß Schnee. Eines der Hauptziele sei unter anderem der Schutz aber auch die Bildung von Kindern in aller Welt – unabhängig von deren Herkunft oder Religion. Schnee betont besonders, dass sich PLAN einer transparenten Organisation verschrieben hat. „Sie verzeichnen nur 5,7 Prozent an Verwaltungskosten. Diese Hilfe kommt auch nachvollziehbar an!“
In der Realschule entschied sich evangelische Religionsgruppe letztendlich dafür, ihr Geld in der Rubrik „sinnvoll schenken“ an eine Gemeinde in Liberia zu spenden, durch das vor allem der Aufbau der Infrastruktur bzw. der Bau von Solaranlagen zur Energiegewinnung vor Ort unterstützt werden soll. Ein sinnvolle, aber eben auch herzliche Spende – genau so wie es die Schulverfassung einfordert.

Hannes Bräu

„Drei Chinesen“ – aus 300 Kehlen

Mehr Sangeskraft ist kaum möglich: Zum „Aktionstag der Musik in Bayern“ faden sich über 300 Kinder der James-Loeb-Grundschule, des Staffelsee-Gymnasiums und der „Realschule im Blauen Land“ in deren Aula zusammen, um die zuvor im Unterricht einstudierten Lieder kraftvoll erklingen zu lassen. Die alljährliche Veranstaltung der Bayerischen „Landeskoordinierungsstelle Musik“ stand heuer unter dem Motto „Musik verbindet“. Angeleitet von den Pädagogen Christine Hunklinger und Björn Schnee von der Realschule so wie Gymnasiallehrerin Sonja Gauer stimmten die Buben und Mädchen unter anderem das Volkslied „Hintn bei der Stadeltür“, den beliebten Dschungelbuch-Song „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“ und den Klassiker „Drei Chinesen mit dem Kontrabass“ an. Dabei hatten sie besonderen Spaß an den sich in den Strophen ständig ändernden Vokalen. Mit von der Partie war auch das Schulorchester der Gastgeber.
Murnauer Tagblatt – 02./03. Juli 2016 – (HER)

Realschul-Bau auf der Zielgeraden

Murnau – Noch wird am Erweiterungsbau der Murnauer Realschule gearbeitet. Mitte Mai soll das Acht-Millionen-Euro-Projekt bezugsfertig sein. Schon jetzt ist klar, das Interesse an der Einrichtung ist enorm.
In der neuen Zweifachturnhalle bauen Arbeiter gerade eine Prallwand und den Sportboden ein. Im Erweiterungsbau der Murnauer Realschule herrscht ebenfalls geschäftiges Treiben. Firmen widmen sich dort Bodenbelägen und Schrankwänden. „Wir sind gut im Zeitplan“, betont Schulleiter Ralf Havelka. Der Landkreis Garmisch-Partenkirchen befindet sich beim Großprojekt Realschule im Blauen Land mit dem zweiten Bauabschnitt auf der Zielgeraden. An Pfingsten – also Mitte Mai – sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Die Fertigstellung der Außenanlagen werde sich – angepasst an die Pflanzperiode – bis in den Herbst ziehen, sagt Landratsamtssprecher Stephan Scharf.
Exakte Angaben zum aktuellen Stand der Baukosten kann er nicht machen. Denn es seien noch keine Gewerke schlussgerechnet. „Nach der laufend durchgeführten Kostenverfolgung bewegen sich die Baukosten nach wie vor im üblichen Bereich von plus/minus fünf Prozent.“ Das Vorhaben liege somit im Kostenrahmen. Die genehmigten Baukosten belaufen sich nach Scharfs Angaben – ohne bewegliche Ausstattung – für den ersten Bauabschnitt auf rund 10,7 Millionen Euro. Der zweite verschlingt rund 8 Millionen Euro. Er umfasst einen Erweiterungsbau, eine Turnhalle, eine Mensa und Räumlichkeiten für die Mittagsbetreuung sowie sechs weitere Klassenzimmer, die Erweiterung des Lehrerzimmers und Außenanlagen.
Havelka zeigt sich „ganz entspannt“, was den Baufortschritt betrifft. Beim Hauptgebäude war die Situation noch eine andere. Die gegenüber dem Staffelsee-Gymnasium stehende Immobilie wurde mit 12 Klassenzimmern, 15 Funktionsräumen und Büros in einem Rekordtempo von 20 Monaten hochgezogen.
Zum ersten Mal eine zehnte Klasse
Aktuell drücken 470 Kinder und Jugendliche in Murnau die Schulbank. Nächstes Jahr werden es nach Havelkas Angaben „zwischen 550 und 600“ sein. Denn dann wird es erstmals eine zehnte Klasse geben. Die Schule ist dreizügig, hat also drei Klassen je Jahrgangsstufe. Das Interesse der Eltern ist groß, es können gar nicht alle Interessenten aufgenommen werden. So bleibt laut Havelka Oberammergau außen vor und tendenziell auch Huglfing. „Wir wollen die Schülerzahlen so halten, dass es mit unserem Haus zusammenpasst“, sagt der Rektor. Er weiß: „Eine neue Schule erscheint als attraktiv.“ Es gebe eine Menge Schüler, die sich genauso gut am Gymnasium anmelden könnten, „aber aus diversen Gründen zu uns kommen“.
Im Zuge des zweiten Bauabschnitts wird auch die Essensversorgung neu organisiert. Ein Caterer soll die Schüler in Zukunft verköstigen. „Da laufen schon Gespräche“, teilt Havelka mit. Es lägen auch schon Anfragen von Firmen vor.
Im März 2015 wurde die Einweihung der Bildungseinrichtung groß gefeiert. Unter anderem war Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) zu Gast. „Ob und wann es auch für den zweiten Bauabschnitt einen Festakt geben wird, steht noch nicht fest“, sagt Landratsamtssprecher Scharf. Dies müsse zwischen der Kreisbehörde und der Schulleitung abgestimmt werden.
Murnauer Tagblatt – 11. März 2016 – Roland Lory (Text und Foto)

Austausch der anderen Art

Acht- und Neuntklässler der Realschule Murnau verbringen 14 Tage auf Mauritius – Hauptziel: eine neue Welt entdecken
Murnau was viele erst und wenn überhaupt – im Erwachsenen-Alter erleben, durften 13 Acht- und Neuntklässler der Murnauer Realschule genießen: einen 14-tägigen Aufenthalt auf der Insel Mauritius. Mit beim Schüleraustausch der anderen Art dabei: DIE Lehrer Christine Hunklinger und Ferdinand Klingelhöfer.
„Die ganze Zeit war wie ein Traum“, erzählt die Neuntklässlerin Emilia Jakob nach der Rückkehr mit verklärtem Blick. Als wir mit dem Katamaran über das türkisblaue Wasser sausten, konnte ich gar nicht realisieren, dass ich das jetzt wirklich erleben darf.“ Die Tour mit anschließendem Schnorcheln stellte für alle den absoluten Höhepunkt des Austausches statt, dicht gefolgt vom Besuch eines Safari-parks, bei dem die Jugendlichen Zebras und Emus streicheln konnten.
„Grillen auf dem Indischen Ozean, das hat schon was“, erinnert sich Bastian Kolb aus der achten Jahrgangsstufe. Er war mit seinem Rollstuhl beim Schüleraustausch dabei und musste die Erfahrung machen, dass man auf Mauritius wohl noch nicht von Barrierefreiheit gehört hat. „Die Straßen sind sehr schlecht, und auf den meisten Bürgersteigen ist Kopfsteinpflaster verlegt. Das ist für Rollstuhlfahrer nicht so schön.“ Umso dankbarer ist Kolb über die Hilfe seiner Freunde, die den Rollstuhl wenn nötig getragen haben. Aber nicht nur die Schüler blicken auf besondere Tage zurück. Auch das Fazit von Lehrer Klingelhöfer ist positiv: „Es war eine richtig tolle Schülerfahrt bei der nicht gravierend falsch lief.“ Der Konrektor der Schule hat sei seiner Studienzeit einen persönlichen Kontakt zur Deutschlehrerin Ornella Moothoo auf Mauritius. So kam der Austausch der etwas anderen Art zustande.
Billig ist die Reise freilich nicht. Laut Klingelhöfer kostet sie pro Schüler 1.400 Euro, davon macht der Flug 1.100 Euro aus. Ein Ausflug, den sich nur finanzkräftige Eltern leisten können? Klingelhöfer widerspricht. Alle, die sich ernsthaft um Teilnahme bemüht haben, konnten mitfahren.“ Sein Eindruck sei, dass es niemanden gegeben habe, der sich aus finanziellen Gründen ausgegrenzt fühlte. Wer die 1.400 Euro nicht aus eigener Kraft stemmen konnte, bekam einen Zuschuss. Klingelhöfer nennt als Unterstützer den pädagogischen Austauschdienst sowie Organisationen aus der Region.
Ein Gegenbesuch ist für Juni geplant. Und die Realschüler können es kaum mehr erwarten, ihre neuen Freunde wiederzusehen. „Der Abschied nach den zwei tollen Wochen war am Schlimmsten“, sagt Jakob. „Wirklich alle haben geweint. Deshalb haben wir auch fast täglichen Kontakt per Skype.“
Das Hauptziel dieses außergewöhnlichen Schüleraustausches war laut Klingelhöfer ein „kompletter Paradigmen-Wechsel in eine ganze andere, unbekannte Welt“. Vor Ort stellte man aber fest, dass selbst die Jugendlichen auf Mauritius Handys haben. Dafür gibt es in der Kultur, bei der Lebenseinstellung und beim Essen große Unterschiede: So sei es wegen der großen Hitze von teils 40 Grad und der hohen Luftfeuchtigkeit Usus, das Fenster und Türen der Häuser ständig offen stehen. Kakerlaken, Spinnen und anderes Getier im Wohnraum sei deshalb unvermeidbar. „In meiner Gastfamilie gab es jeden Tag Reis, deshalb habe ich den jetzt erstmal von meinem Speiseplan gestrichen“, erzählt Felix Jacobs mit einem Augenzwinkern. Ihm ist bewusst, dass er so eine Erfahrung wie in Mauritius wohl nie wieder machen wird.
Eine „einmalige Erfahrung“ war die Reise auch für Lehrerin Christine Hunklinger. „Ich bin ja noch nicht so lange in diesem Beruf und habe bis jetzt nur Klassenfahrten nach Bad Reichenhall oder so organisiert. Mauritius ist da schon eine ganz andere Hausnummer und mit viel mehr Arbeit schon im Vorfeld verbunden“, resümiert sie. „Ich habe dadurch auch einen ganz anderen Zugang zu den Schülern bekommen – und den Eindruck, jetzt irgendwie dazu zu gehören und nicht länger nur als ihre Vorgesetzte gesehen zu werden.“
Da niemand übermäßig unter Heimweh litt und jeder gesund heimgekommen ist, bezeichnen alle Beteiligten die Reise als gelungen. Viele der Schüler haben sogar schon eine Einladung ihrer Gastfamilie für die Sommerferien.
Murnauer Tagblatt – 11. März 2016 – Michaela Feldmann-Kirschner und Roland Lory

Großprojekt auf der Zielgeraden

Erweiterungsbau und Turnhalle sollen Pfingsten 2016 fertiggestellt sein – Kosten haben sich leicht erhöht
Murnau – Der Erweiterungsbau sowie die Turnhalle der Murnauer Realschule an der Weindorfer Straße stehen bald vor der Fertigstellung. Pfingsten 2016 sollen die letzten Arbeiten rund um den zweiten Bauabschnitt mit einer "leichten Überschreitung der Baukosten" abgeschlossen sein. Das bestätigte Kreisbaumeister Alkmar Zenger bei der jüngsten Schulausschuss-Sitzung in Mittenwald. Die Überschreitungen halten sich nach seinen Angaben in Grenzen: "Die Kostenberechnung liegt momentan bei 6,47 Millionen Euro", erklärt er. Da sich jedoch durch die starke Konjunktur die Baupreise; „teilweise deutlich verteuert" haben, wird der Anstieg der Kosten um ungefähr zehn Prozent prognostiziert. Zenger gibt allerdings zu bedenken, dass erst "etwa 85 Prozent der Aufträge – das entspricht etwa 5,84 Millionen Euro Baukosten – ausgeschrieben beziehungsweise vergeben" sind.
Im "Rahmen des Üblichen" hingegen befinden sich die letzten Mängelbeseitigungen im ersten Bauabschnitt des Realschul-Neubaus, dem Zentralgebäude. "Eine Kostenfeststellung wird derzeit durch die Architekten erarbeitet und liegt noch nicht vor“, erklärt Zenger weiter. „Es wurden sämtliche Gewerke noch nicht schlussgerechnet.“ Nach dem letzten Stand werden sich die Baukosten für den ersten Abschnitt in Höhe von etwa 10,74 Millionen Euro bewegen – „eine Kostensteigerung von nur 0,4 Prozent“ im Rahmen der prognostizierten Baukosten also.
Das Zentralgebäude der Realschule gegenüber dem Staffelsee-Gymnasium wurde mit seinen zwölf Klassenzimmern, 15 Funktionsräumen und Büros in einem Rekordtempo von 20 Monaten hochgezogen (wir berichteten). Bis zur Fertigstellung fand der Unterricht in provisorischen Containern und Ausweichquartieren statt. Im März dieses Jahres war die feierliche Einweihung, zu der Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) nach Murnau 'kam und sich "überwältigt" zeigte. Bis 2016 werden·nun im zweiten Bauabschnitt der Erweiterungsbau, eine Zweifachturnhalle, eine Mensa und Räumlichkeiten für die Mittagsbetreuung entstehen.
Murnauer Tagblatt – 23.11.2015 – Josef Hornsteiner

Soziale Berufe: Nachwuchssuche mit Theaterkunst

Murnau - Acht- und Neuntklässler der Murnauer Realschule führen Theaterszenen auf, um für soziale Berufe zu werben.
Acht Acht- und Neuntklässer der Murnauer Realschule haben diese Woche auf der Bühne gearbeitet – anstatt die Schulbank zu drücken. Sie beteiligten sich an der Kampagne „Herzwerker“ des Bayerischen Sozial- und Pflegeministeriums. Damit wird um Nachwuchskräfte im sozialen Bereich geworben. Deshalb spielen die Kurzgeschichten auch im Kindergarten, in einer Behinderteneinrichtung und im Altenheim. Interessierte können sich die Szenen, die teils sehr lustig sind, aber auch zum Nachdenken anregen, am Donnerstag, 19. November, um 19 Uhr im Atrium der Schule ansehen.
„Die Veranstaltung wird wie eine Talkshow aufgezogen“, verrät Theater-Regisseur Jean-Francois Drozak im Vorfeld. Neben den Theaterszenen warten auf die Besucher auch Fachleute, die in sozialen Einrichtungen der Region arbeiten und über ihre Erfahrungen und Tätigkeiten berichten. „Mit diesem Gesamtpaket soll den Zuschauern vermittelt werden, wie man sich als Herzwerker während der Arbeit nach ethischen Grundsätzen verhält. Außerdem wollen wir zeigen, dass soziale Berufe nicht nur für Gutmenschen geeignet und zudem krisensicher sind“, fasst Drozak eine weitere Intention der Kampagne zusammen.
Während der Proben gibt er den Schülern, die bei einem Casting vor den Herbstferien unter 42 Bewerbern ausgewählt wurden, zahlreiche Tipps. Es wird viel gelacht, die Stimmung ist entspannt. Ernst wird es erst heute Abend, wenn hoffentlich viele Zuschauer den Weg an die Weindorfer Straße finden. Erst wenn die Laien-Darsteller ihre Vorstellung erfolgreich auf die Bühne gebracht haben, beginnt der Stress: Sie müssen den Lernstoff des verpassten Unterrichts nachholen und zahlreiche Hefteinträge nachschreiben.
„Am Anfang war ich deshalb schon skeptisch“, erzählt Carolina Krüger aus der neunten Jahrgangsstufe. „Aber das ist es auf jeden Fall wert – und hat sich für mich persönlich auch gelohnt. Denn eigentlich wollte ich ja zum Radio – aber jetzt werde ich mich um ein Praktikum in einer Behinderteneinrichtung bewerben.“ Ganz ähnlich erging es Loic Herchenröter. Der Neuntklässler engagiert sich schon seit geraumer Zeit in der Kinder- und Jugendarbeit der evangelischen Kirche. Jetzt, nachdem er Teil der „Herzwerker“-Initiative geworden ist, „kann ich mir gut vorstellen, eine Ausbildung zum Erzieher zu machen“, verrät er.
Und was war Jean-Francois Drozaks Motivation, sich für das Projekt – das an sieben bayerischen Schulen Station macht – zu engagieren? „Ich war selbst ein Heimkind und mein Ziel ist es, den Zuschauern zu vermitteln, dass sich nach der Jugendhilfereform in diesen Einrichtungen vieles zum Positiven verändert hat. Ich habe in der christlichen Einrichtung, in der ich lebte super Erfahrungen gemacht und Heilung erfahren“, so der in Belgien geborene Theater-Regisseur. Ihm ist es auch wichtig, dass der Umgang mit den Menschen in sozialen Berufen eine gewisse Wertschätzung voraussetzt, egal ob diese klein, behindert oder alt und pflegebedürftig sind: „Die Leute, die jetzt in Pflege sind, haben schließlich unser Land aufgebaut.“
Murnauer Tagblatt – 19.11.2015 – Foto und Text: Michaela Feldmann-Kirschner

Wann Französisch eine gute Wahl ist

Beim FranceMobil erhalten Kinder spielerisch Einblicke
Murnau – Sprache kann wichtige Brücken bauen und Verständnis erzeugen. Das gilt ganz besonders in Europa, wo viele verschiedene Sprachen gesprochen werden. In der Murnauer Realschule können die Kinder in der siebten Klasse entscheiden, ob sie eine zweite Fremdsprache, nämlich Französisch, lernen wollen oder einen anderen fachlichen Zweig wählen. Um die Entscheidung etwas einfacher zu machen, hat die Schule das FranceMobil eingeladen und damit die Lektorin Coline Eberhard. Sie stammt aus Paris und ist im Auftrag des Institut française und des Deutsch-Französischen Jugendwerks erstmal für ein Jahr in Oberbayern unterwegs um jungen Schülern ihre Muttersprache näher zu bringen. Rund 90 Sechstklässler durften nun in kleinen Gruppen eine Schulstunde lang etwas über Frankreich und seine Sprache erfahren. Spielerisch ging es zu. Zwar äußerte sich Eberhard dabei nur auf Französisch, aber die Schüler haben sie doch meistens verstanden. Als sie einen Buben bat, einen Buchstaben zu nennen, fragte der Angesprochene auf Bayerisch: „I“? – und hatte damit schon eine passende Antwort gegeben.
„Wer in Deutsch oder Englisch bereits eine Begabung für Sprachen feststellt, der sollte sich überlegen, ob Französisch nicht auch etwas für ihn wäre“, sagte Anja Wenzel, die das Fach an der Realschule unterrichtet. Außerdem kann es später den Übergang aufs Gymnasium erleichtern, wo man, wenn man die allgemeine Hochschulreife anstrebt, um die zweite Fremdsprache nicht herum kommt. Und es hat einen weiteren Vorteil, wenn man Französisch wählt: Die Schule pflegt einen Austausch mit einer Einrichtung auf Mauritius, wo bekanntlich auch Französisch Anwendung findet. So weit dachten die Kinder indes wohl nicht – doch sie haben ja noch etwas Zeit für ihre Entscheidung. „Mir hat es gefallen“, sagte Korbinian nach dieser besonderen Französischstunde, „wahrscheinlich werde ich Französisch wählen“.
Die Schüler hatten auch ein paar Fragen an den Gast aus Frankreich, die sie auf Deutsch stellen konnten. Zum Beispiel, ob Colin Eberhard schon auf der Wiesn gewesen ist. Dieses Erlebnis, so musste die Französin mit dem deutschen Nachnamen zugeben, fehle ihr noch. Aber das kann sie ja derzeit gut nachholen.
Murnauer Tagblatt – 28.09.2015 – Heribert Riesenhuber

Neues Logo

Das passt doch zum Namen:  Das neue Logo der Murnauer
"Realschule im Blauen Land" wird von zwei Bergrücken und Blauschattierungen geziert.
Ein stilisiertes, würfelförmiges Gebäude, dahinter zwei angedeutete Bergrücken in unterschiedlichen Blauschattierungen: Das neue Logo der Murnauer „Realschule im Blauen Land“ ist modern gestaltet und sagt Einiges über das Lerninstitut an der Weindorfer Straße aus. „Nachdem wir schon so einen schönen Namen haben, war das Logo der nächste Schritt, um viele Dinge darunter zusammenzufassen“, sagt Rektor Ralf Havelka.
Da Professor Christian Luidl, Ehemann der Realschullehrerin Angelika Luidl, an der Münchner Hochschule für angewandte Wissenschaften lehrt, lag es nahe, diesen Kontakt zu nutzen. Kurz gesagt: Professorin Claudia Fillmann vom Studiengang „Druck und Medientechnik“ stellte ein ganzes Seminar unter das Thema „Realschule im Blauen Land“. Zwölf Studenten des Masterstudiengangs arbeiteten seit März an etwa einem Dutzend Entwürfen, die nunmehr im Rahmen einer Feierstunde den 340 Buben und Mädchen der Schule unter großem Jubel erstmals gezeigt wurden.
Unterstützt von den Schülerinnen Carolina Wilhelm und Amelie Neumeier, präsentierten die Studenten Fenja Löffler und Michael Becher aus dem Projektteam mit Charme die grafisch überaus interessanten Werke, von denen eines den Zuschlag der Schulleitung bekommen hatte. „Wir haben uns die Schule und auch den Markt Murnau angeschaut, um Eindrücke für das Logo zu sammeln“, sagte Löffler, die sich begeistert von der Modernität des Gebäudes sowie von der Schönheit der umgebenden Landschaft zeigte. Das Logo zeige sowohl das prägnante Schulhaus, sowie einen kleinen und einen großen Berg: „Er steht symbolisch für das Heranwachsen.“ Zudem hatten die Studenten eine neue Homepage für die Schule kreiert. Rektor Havelka erläuterte die Herkunft des Begriffs Logo, der aus dem Griechischen stammt und soviel wie Vernunft und Logik bedeutet.
Nach seinen Worten wird das grafische Gebilde künftig auf allen Briefköpfen und Schriftstücken des Hauses sowie vielleicht auch auf einer künftigen Schulkleidung zu sehen sein. Auch die Außenfassade des Hauptgebäudes könnte das Logo schmücken: „Aber das müssen wir erst mit dem Landratsamt abklären.“ Für schwungvoll-frische Unterhaltung mit englischsprachigen Songs sorgte der derzeit fast nur aus Mädchen bestehende Schulchor.
Merkur Online - 30.07.2015 - Heino Herpen

Idee mit gutem Ende

Eröffnung der "Realschule im Blauen Land" mit Festakt und Ministerbesuch
Murnau – Vor drei oder vier Jahren standen Dr. Ludwig Spaenle, Harald Kühn und Dr. Michael Rapp auf einer Wiese an der Weindorfer Straße, gegenüber dem Staffelsee-Gymnasium. Im Gespräch der drei stellte Kultusminister Spaenle einen Geistesblitz in die Runde – und malte gedanklich zu einem Fragezeichen auch gleich ein Ausrufezeichen: „Das wär’s doch, oder?!“ Gemeint hatte er das weitläufige Grundstück als Standort für die neue Murnauer Realschule.
Aus diesem einfachen „Das wär’s doch“ wurde über die Jahre ein starkes „Das ist es!“ Heuer, am Josefi-Tag, war feierliche Eröffnung der „Realschule im Blauen Land“ mit Honoratioren, Ehrengästen und dem christlichen Segen; mit Festreden, Schulband und Chor. Nach dem offiziellen Teil hielten die Erwachsenen bei Häppchen und Sekt Smalltalk. Die Buben und Mädchen bekamen jede Menge Leberkäse, Limo und für den Rest des Tages schulfrei. In seiner Begrüßung hatte Landrat Anton Speer festgestellt, dass es über die Murnauer Realschule nur Gutes zu berichten gebe. Das solle so bleiben, meinte er mit Nachdruck. Und warum auch nicht? Jedenfalls waren alle Redner voll des Lobes über die gelungene Architektur des Baues, über die Einhaltung des Zeit- und Kostenplanes. Kein unwesentlicher Faktor, schließlich geht es um eine Summe von 21 Millionen Euro.
Und vor allem sprachen sie alle übereinstimmend von einer starken „Bürgerdemokratie“ – diesen Begriff prägte Bürgermeister Rolf Beuting in seinem Grußwort. Gemeint sind jene Menschen, die eine Idee von der Realschule entwickelten und beharrlich Kommunal- wie Landespolitiker immer wieder schubsten, diese Idee bis zum guten Abschluss zu bringen: Eine dreizügige Realschule für Buben und Mädchen in Murnau. Was zum Schuljahr 2011/12 als kleine Zweigstelle der Realschule Penzberg mit 54 Schülern und 13 Lehrkräften begann, präsentiert sich nun als selbstständige und moderne Bildungseinrichtung, die konstant wächst.
Platz für 330 Schüler
Noch ist die Murnauer Realschule nicht fertig, bis 2017 entstehen eine Mensa, zusätzliche Klassenzimmer und eine Turnhalle, deren Bodenplatte just am Tag der Einweihung gegossen wurde, mit 80 Lkw-Landungen Beton. Realschuldirektor Ralf Hawelka nennt Zahlen: 330 Buben und Mädchen werden von 25 Lehrkräften unterrichtet. Ihnen stehen in modernst ausgestatteten Räumen zum Beispiel 130 Computer zur Verfügung – aber auch die traditionellen grünen Tafeln, von jeweils sechs Quadratmetern Größe: „Wir nutzen zwar neue Techniken, sind aber von ihnen nicht abhängig.“ Kultusminister Ludwig Spaenle freute sich über den Namen der neuen Schule – „Realschule im Blauen Land“: „Es ist gut und richtig, dass eine Schule nach dem Ort benannt wird, in dem sie daheim ist. In diesem Fall ‚Das blaue Land‘ – das zeugt von Traditionsbewusstsein, aber auch von der Bereitschaft, neue Ideen und Strömungen aufzunehmen.“
Bürgermeister Rolf Beuting appellierte angesichts der Verkehrssituation an der Wein- dorfer Straße an Eltern, die ihre Schützlinge tagtäglich mit dem Auto bis zur Schultüre kutschieren: „Nutzen Sie für den Hol- und Bringdienst bitte den Parkplatz am Kemmelpark. Von dort aus sind es nur 571 Meter bis zur Realschule.“ Es widerspreche nicht den Menschenrechten, so Beuting, ein paar Schritte zu Fuß zu laufen. Ein paar Wünsche für die Zukunft wurden auch formuliert: So sähe es Ralf Hawelka gerne, wenn die Realschulen in Murnau und in Schlehdorf enger zusammenarbeiten würden. Und Bürgermeister Rolf Beuting entwarf die Vision für einer Schwimmhalle: „Wir haben in Murnau über 1000 Schüler, aber keine Möglichkeit einen dringend erforderlichen Schwimmunterricht zu organisieren.
Kreisbote - 26.03.2015 (Günter Bitala)

Platz für 330 Schüler

Beuting appelliert an Eltern: Hol- und Bringdienst am Kemmelpark nutzen
Murnau – Noch ist die Murnauer Realschule nicht fertig, bis 2017 entstehen eine Mensa, zusätzliche Klassenzimmer und eine Turnhalle, deren Bodenplatte just am Tag der Einweihung gegossen wurde, mit 80 Lkw-Ladungen Beton.
Realschuldirektor Ralf Havelka nennt Zahlen: 330 Buben und Mädchen werden von 25 Lehrkräften unterrichtet. Ihnen stehen in modernst ausgestatteten Räumen zum Beispiel 130 Computer zu Verfügung – aber auch die traditionellen grünen Tafeln, von jeweils sechs Quadratmetern Größe: „Wir nutzen zwar neue Techniken, sind aber von ihnen nicht abhängig.“
Kultusminister Ludwig Spaenle freute sich über den Namen der neuen Schule – „Realschule im Blauen Land“: „Es ist gut und richtig, dass eine Schule nach dem Ort benannt wird, in dem sie daheim ist. In diesem Fall ‚Das Blaue Land‘ – das zeugt von Traditionsbewusstsein, aber auch von der Bereitschaft, neue Ideen und Strömungen aufzunehmen.“
Bürgermeister Rolf Beuting appellierte angesichts der Verkehrssituation an der Weindorfer Straße an Eltern, die ihre Schützlinge tagtäglich mit dem Auto bis zur Schultüre kutschieren: „Nutzen Sie für den Hol- und Bringdienst bitte den Parkplatz am Kemmelpark. Von dort aus sind es nur 571 Meter bis zur Realschule.“ Es widerspreche nicht den Menschrechten, so Beuting, ein paar Schritte zu Fuß zu laufen.
Ein paar Wünsche für die Zukunft wurden auch formuliert: So sähe es Ralf Havelka gerne, wenn die Realschulen in Murnau und in Schlehdorf enger zusammenarbeiten würden.
Und Bürgermeister Rolf Beuting entwarf die Vision für eine Schwimmhalle: „Wir haben in Murnau über 1 000 Schüler, aber keine Möglichkeit einen dringend erforderlichen Schwimmunterricht zu organisieren.
Kreisbote – 25.03.2015 – Günter Bitala

Spannende Einblicke

Sezierte Augen, Herzen zum Anfassen, Stabheuschrecken und Wüstenrennmäuse erwarteten die Besucher der Fachschaft Biologie beim Tag der offenen Tür in der Murnauer Realschule. Viele interessierte Eltern, Großeltern und Geschwister war in das erst kurz zuvor offiziell eingeweihte Schulgebäude an der Weindorfer Straße gekommen. So konnten sie sich vor Ort über den Unterrichtsstoff in den verschiedenen Fächern sowie die vorhandenen Räumlichkeiten informieren. Unser Bild zeigt Lehrer Markus Saida, der den Besuchern die Beschaffenheit eines Herzmuskels erklärte. Neben vielen Einblicken in die Lerninhalte und kleine fachbezogene Quiz – die hauptsächlich für die potentiell zukünftigen Fünftklässler ausgerichtet waren – standen auch Einlagen der Cheerleader-Gruppe auf dem Programm. Der Chor und die Schulband gaben mehrere Konzerte. Und der Elternbeirat versorgte die Besucher mit süßen und deftigen Leckereien, die von den Eltern zubereitet und gespendet worden waren.
Murnauer Tagblatt – 23.03.2015 – Feldmann-Kirschner

Murnauer Schulfamilie feiert Einweihung und neuen Namen

In der Region Murnau haben sich die Bildungs-Perspektiven erweitert: Die einstige Zweigstelle der Realschule Penzberg weihte feierlich ihr neues Gebäude ein - und darf sich nun offiziell "Realschule im Blauen Land" nennen.
Bildungsminister Dr. Ludwig Spaenle weihte den Neubau der "Realschule im Blauen Land" feierlich ein und übergab ihn offiziell seiner Bestimmung. Endgültig Vergangenheit ist damit für Schüler wie Lehrer die Zeit der mobilen Klassenzimmer und Ausweich-Quartiere. Was zum Schuljahr 2011/12 als kleine Zweigstelle der Realschule Penzberg mit 54 Schülern und 13 Lehrkräften begann, präsentiert sich mittlerweile als selbstständige, schmucke und moderne Bildungseinrichtung, die konstant wächst. Mittlerweile besuchen 337 Schülerinnen und Schüler in zwölf Klassen die „Realschule im Blauen Land“. Sie werden seit November 2014 bereits in dem neuen Gebäude unterrichtet.
Der Bildungsminister bezeichnete in seinem Grußwort die Realschule als einen "Standort für zukunfts-fähige Bildung, der alle Besonderheiten der Region unter einem Dach zusam-menführt und damit Identität stiftet“. Eine moderne Schule wie die "Realschule im Blauen Land“ werde dem Anspruch gerecht, die ganze Persön-lichkeit von Schülerinnen und Schülern zu fördern. Auch stelle sie einen gemeinschafts-stiftenden Ort dar. Hier werden Weichen für die Zukunft gestellt und Karrieren auf den Weg gebracht, so Spaenle.
Bildung braucht Mut zur Investition
Auch die Rekordbauzeit des ersten Bauabschnitts von 20 Monaten würdigte der Bildungsminister. Spaenle rief die gewaltige Investitionssumme von 21 Millionen Euro – durch Freistaat und Landkreis Garmisch-Partenkirchen – ins Gedächtnis:  „Beste Bildung braucht Mut zur Investition.“ Bis 2016 wird in Murnau weiter gebaut: Im zweiten Bauabschnitt werden die Zweifachturnhalle, der Mensa-Bau, sechs Klassenzimmer und ein größeres Lehrerzimmer in Angriff genommen.

Eine Bereicherung für die Bildungsregion

Murnau – Murnaus Realschul-Neubau wurde feierlich eingeweiht. Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) zeigte sich von der Architektur „überwältigt".
Die 337 Murnauer Realschüler und 25 Lehrkräfte haben sich gut eingelebt in ihrem neuen Domizil an der Weindorfer Straße. Bereits im November des vergangenen Jahres war in dem Zentralgebäude der Betrieb aufgenommen worden (wir berichteten). Jetzt folgte – mit etwas Verspätung - die feierliche Einweihung. Aus der Landeshauptstadt war dazu prominenter Besuch angereist: Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) übergab den Neubau der „Realschule im Blauen Land“, so die offizielle Bezeichnung, seiner Bestimmung – und sparte nicht mit lobenden Worten. „Das ist etwas ganz Besonderes“, betonte der Spitzenpolitiker.
Etliche Ehrengäste, darunter Vertreter der Politik und des öffentlichen Lebens, sowie die Schulfamilie hatten sich zu dem Festakt in der Aula versammelt. „Ich bin überwältigt von dieser Architektur“, schwärmte Spaenle in seinem Grußwort. In der Tat ist der quaderförmige Komplex mit dem Lichthof in der Mitte beeindruckend. Spaenle bezeichnete die Lehrstätte als einen „Standort für zukunftsfähige Bildung, der alle Besonderheiten der Region unter einem Dach zusammenführt und damit Identität stiftet“. Eine moderne Schule wie diese werde dem Anspruch gerecht, die ganze Persönlichkeit der Schüler zu fördern.
Landrat Anton Speer (Freie Wähler) sprach von einem „Meilenstein in der Landkreisgeschichte“. Es sei ein großzügiges Schulhaus entstanden, „das hervorragend für seinen Zweck geeignet ist.“ Der Chef der Kreisbehörde - der Landkreis ist als Sachaufwandsträger für die Realschule zuständig - ist sich sicher, dass sich die Investition auszahlt. Denn damit werde die Bildungsregion gestärkt. Zusammen mit dem Staffelsee-Gymnasium und der Mittelschule sei in Murnau ein richtiges Schulzentrum gewachsen.
Es war ein harter Kampf vieler Eltern und Volksvertreter, bis die Realschule 2011 - anfangs nur für Buben – genehmigt und später auch für Mädchen geöffnet wurde. Daran erinnerte Direktor Ralf Havelka mit einer bemerkenswerten Geste: Er würdigte das Engagement der Elterngruppe, die 2009 fast 7000 Unterschriften für die Schaffung des mittleren Bildungsweges gesammelt hatte – und beschenkte die beiden Hauptinitiatorinnen, Bettina Böhringer und Anna Schlegel, mit Blumensträußen. „Ohne Sie beide stünden wir heute nicht hier“, so Havelka.
Murnaus Bürgermeister Rolf Beuting (ÖDP/Bürgerforum) hob unter anderem den Standortvorteil hervor, den Murnaus Schullandschaft mit sich bringe, und erinnerte daran, dass jetzt für den Schwimmunterricht noch eine Schwimmhalle fehle. Hier wäre eine „bezahlbare Lösung“ notwendig.
Und was sagen die Kinder zu ihrer neuen Schule? „De ist wirklich schee gworden“, meinten die beiden Nachwuchs-Moderatorinnen Amelie und Carolina. Umrahmt wurde die Feierlichkeit von einem bunten, musikalischen Programm, das die Schüler und ihre Lehrer einstudiert hatten. Den kirchlichen Segen erteilten Murnaus katholischer Pfarrer Siegbert Schindele und sein evangelischer Kollege Andreas Fach.
Das Zentralgebäude der Realschule wurde mit seinen zwölf Klassenzimmern, 15 Funktionsräumen und Büros in einem Rekordtempo von 20 Monaten hochgezogen. Bis zur Fertigstellung fand der Unterricht in provisorischen Containern und Ausweichquartieren statt. Die dreizügige Realschule befindet sich im Aufbau und zählt derzeit zwölf Klassen von der fünften bis zur achten Jahrgangsstufe. Bis 2016 wird weiter gebaut: In einem zweiten Abschnitt entstehen ein Erweiterungsbau, eine Zweifachturnhalle, eine Mensa und Räumlichkeiten für die Mittagsbetreuung. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 21 Millionen Euro (inklusive Grunderwerb).
Merkur Online – 19.03.2015 – Andreas Seiler

TalentCAMPus im Erlhaus

Foto und Video, Schauspiel, Tanz, Gesang, Sport und Internet zum Mitmachen
Murnau – Das war schon immer so: junge Menschen wollen sich darstellen und in Szene setzen. Die neuen Medien bieten dazu schier unbegrenzte Möglichkeiten, bergen aber bislang nicht gekannte Gefahren: Ein unvorteilhaftes Foto, ein peinliches Video lassen sich kaum mehr aus dem weltweiten Netz entfernen; im schlimmsten Fall kann das zu Mobbing führen oder bei Bewerbungen von Nachteil sein.
Es geht auch anders, findet Heinfried Barton. Gemeinsam mit der Mittel- und Realschule sowie dem Erlhaus entwickelte der Geschäftsführer ein Konzept, wie sich die jugendlichen fast schon professionell im Internet präsentieren können. Der Workshop in den Osterferien richtet sich an Jungs und Mädchen im Alter zwischen zwölf und 15 Jahren. Einen Kennenlernabend dazu gibt es am Montag, 9. Februar, um 18:30 Uhr im Jugendzentrum Erlhaus (Kemmelpark). Barton konnte bekannte Referenten gewinnen: Matthias Gerstner (Schauspieler und Regisseur), Johanna Effenberger (Musical-Darstellerin und Regisseurin), Verena Nießner (Pädagogin für Tanz, Schauspiel und Gesang), Veronika Maier (Gesang), Daniel Lang (Regisseur für Film und Fernsehen).
Johannes Templer vom Erlhaus sagt: "Die Workshop-Teilnehmer bekommen kein fertiges Programm vorgesetzt, sondern sollen ihre Kreativität und eigene Ideen entwickeln. Die Referenten helfen bei der Umsetzung." Erfreulich: Wegen einer Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung ist die Teilnahme am TalentCAMPus 2015 kostenlos. Infos gibt es bei der Vhs Murnau, Tel. 08841 2288.
Kreisbote – 07.02.2015 – Günter Bitala

Freizeitgestaltung noch bunter

Spende für Offene Ganztagsschule Murnau
Murnau - Den Nachmittag in der Schule verbringen? Kein Problem für die Schüler von Gymnasium und Realschute Murnau, die die Offene Ganztagsschule besuchen. Von Langeweile ist bei ihnen nichts zu spüren. Eine Spende über 350 Euro der VR-Bank Werdenfels ermöglicht jetzt den Ankauf neuer Spielgeräten und Material für Kunstprojekte.
"Damit können wir die Nachmittag für die Schüler noch bunter und kreativer gestalten", freut sich Marlene Erhard von der Caritas und Leiterin der Offenen Ganztagsschule. Das sehen auch Ralf Havelka, Direktor der Realschule, und Rupert Grübl, 3. Direktor des Staffelsee-Gymnasiums, so: ,,Mit der Spende wird die wichtige Arbeit, die die Caritas für die Eltern leistet, unterstützt", bekräftigen sie.
"Vor allem profitieren von der Mittagsbetreuung gleich zwei Schuten", ergänzt Franziska Weitl, Jugendberaterin bei der VR-Bank. "Wir freuen uns daher sehr, ein so großartiges Projekt zu unterstützen."
Die offene Ganztagsschule wird seit nunmehr vier Jahren am Staffelsee-Gymnasium (seit drei Jahren in Zusammenarbeit mit der Staatlichen Realschule) gemeinsam mit der Caritas Garmisch-Partenkirchen angeboten. Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 10 können hier zwischen zwei und vier Nachmittagen pro Woche von 13 bis 16 Uhr betreut werden – und zwar ohne Kosten für die Erziehungsberechtigten. Die Betreuung umfasst sowohl eine Unterstützung bei den Hausaufgaben wie auch ein umfangreiches Freizeitprogramm.
Kreisbote – 04.02.2015 (wsl)

Unterricht im Paradies

Fremde Kultur:
Drei Buben aus dem Landkreis waren an Mauritius-Austausch beteiligt – Unvergessliche Eindrücke und wahr Freundschaften

Murnau – Dass der Unterricht wegen eines Wirbelsturms zwei Tage ausfällt, ist zugegebenermaßen nicht sehr wahrscheinlich im Landkreis Garmisch-Partenkirchen. Andreas Feldmayer (15) und Dionys Ram (14) haben diesen Fall dennoch erlebt – auf Mauritius. Die beiden Achtklässler, die die Murnauer Realschule besuchen, kommen gerade von einem besonderen Schüleraustausch zurück. Dank des stellvertretenden Schulleiters, Ferdinand Klingelhöfer (35), konnten die Burschen zusammen mit einem Schulkameraden und insgesamt 20 Penzberger Schülern an dem Projekt teilnehmen und unvergessliche Eindrücke sammeln. Während Andere die ersten beiden Januarwochen zuhause mit Lernen oder Hausaufgaben verbrachten, verabschiedeten sich die Drei mit ihrem Lehrer ins Südsee-Paradies.
Bereits vergangenes Pfingsten waren 16 Mauritier im Alter von 15 bis 16 Jahren in Bayern zu Gast. Doch den Unterschied zwischen den Kulturen merkt man laut Klingelhöfer, der das Projekt durch persönliche Kontakte ermöglichen konnte, erst so richtig, wenn man selbst in dem fremden Land ist. Aber es zeichnete sich schon bei dem Zusammentreffen im Sommer ab, dass das Leben auf Mauritius sehr anders ist als hier im Blauen Land. Besonders die Klischees der Deutschen – sie seien diszipliniert, strukturiert und immer pünktlich – schienen sich in den Augen der Insulaner zu bewahrheiten. „Sie fanden es wahnsinnig toll, wie pünktlich Bus und Bahn hier immer sind“, berichtet der 35-Jährige und fügt lachend hinzu, dass es für sie unvorstellbar sei, wie hierzulande alle über die Bahn schimpfen.“ Auf Mauritius kommt der Bus, wenn er eben mal vorbeifährt. Einen Plan gibt‘s da nicht.“
Ein eigenes Bild konnten sich die Burschen von der Realschule machen, als sie zu Gast in dem Inselstaat waren. Besonders gefallen hat Ram und Feldmayer, dass sie nicht wie Touristen behandelt wurden, sondern wie Familienmitglieder. „Das war wirklich stark“, erzählt Feldmayer, der aus Uffing kommt. Auch der stellvertretende Schulleiter ist überzeugt, dass sich durch den Austausch richtige Freundschaften entwickelt hätten. „Ich würde die Familie im Laufe des Lebens gerne noch mal besuchen“, bestätigt ihm der Spatzenhauser Dionys Ram.
„Der Zauber lag darin, dass der Austausch aus Freundschaft entstanden ist“, erklärt Klingelhöfer. Er betont, dass auch die Mauritier maßgeblich zu dem Erfolg beigetragen hätten. „Das Gemeinschaftsgefühl war überwältigend. Sie haben das nicht als Pflicht gesehen, sondern eher nach dem Motto: Es ist cool, dass sie da sind, jetzt zeigen wir ihnen, was für eine fantastische Insel wir haben!" Sie führten die Bayern in ihr Paradies ein und brachten sie an ihre Lieblingsorte, fernab der Touri-Strände.
Dementsprechend schwer und tränenreich war der Abschied nach 14 Tagen. Es gab ein großes Fest in Dirndl und Lederhosen, die Gastfamilien führten den traditionellen Tanz Sega auf. Jeder zeigte dem Anderen seine Kultur, ließ ihn daran teilhaben; Das berührte den Lehrer besonders: "Da geht einem das Herz auf, wenn das so funktioniert. Dafür lohnt sich der Aufwand.“
Murnauer Tagblatt – 24./25. Januar 2015 – Marie Schnürer

Eine Investition in die Zukunft

Landrat übergibt Schlüssel der „Realschule im Blauen Land“ an Schulleiter Ralf Havelka
Murnau – Es ist geschafft: Landrat Anton Speer übergab am vergangenen Dienstag den Schlüssel zur neu gebauten Realschule in Murnau an Schulleiter Ralf Havelka. Damit konnten die 333 Schüler aus ihrem Container-Provisorium in die funkelnagelneuen Klassenzimmer umziehen.
Zur kurzen Feier war Harald Kühn (CSU, MdL) gekommen, der in seiner Zeit als Landrat von Garmisch-Partenkirchen die Einrichtung der Schule maßgeblich vorangetrieben hatte. Die neue Realschule ist eine gute Investition in die Zukunft unserer Kinder. Mit Gymnasium, Mittelschule und Realschule hat Murnau jetzt ein Schulzentrum bekommen, das nicht allerorten zu finden ist“ lobte Kühne.
Landrat Speer erinnerte an die Schritte zur Verwirklichung der Realschule. Da war zum Schuljahr 2011/2012 die Gründung mit dem Unterricht in Containern. Es folgte die Öffnung der ursprünglich nur für Buben gedachten Schule auch für Mädchen. Im Mai 2013 kam Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle zum ersten Spatenstich an die Weindorfer Straße. „Wir haben mit der Schlüsselübergabe den Startschuss in den neuen Räumen gegeben. Der Festakt mit kirchlicher Weihe und einem Tag der offenen Tür ist für Mitte Februar 2015 geplant“, sagte Speer.
Natürlich ist die Schule noch lange nicht fertig gebaut. „Wir konnten wie geplant das Zentralgebäude mit zwölft Klassenzimmern und 15 Funktionsräumen in Betrieb nehmen, dazu das Büro des Schulleiters und Lehrerarbeitsplätze. In einem zweiten Bauabschnitt folgen weitere Klassenzimmer, eine Mensa und eine Turnhalle. Damit wäre bis 2016 die vorgesehene Dreizügigkeit erreicht“, erklärte Kreisbaumeister Christoph Schreyer. Rund 21 Millionen Euro stehen für den Bau der Schule zur Verfügung.
Nach der Schlüsselübergabe beschloss der Schulausschuss des Landkreises Garmisch-Partenkirchen am Nachmittag den Namen der neuen Bildungsstätte: „Realschule im Blauen Land“.
Kreisbote – 22.11.2014 – Günter Bitala

Neues Gebäude, neuer Name!

Murnau – Murnaus Realschule heißt künftig „Realschule im Blauen Land“. Dies beschloss der Schulaussschuss des Kreistages einstimmig. Die Sitzung fand in dem Anfang dieser Woche eröffneten neuen Hauptgebäude an der Weindorfer Straße statt. Für die Bildungseinrichtung ist der Landkreis als Sachaufwandsträger zuständig.
Einen entsprechenden Namensvorschlag hatte die Schulfamilie – also Eltern, Schüler und Lehrer – nach intensiven Beratungen eingereicht. „Mit diesem Namen werden ausschließlich positive Attribute verbunden: der wohlbekannte kunsthistorische Hintergrund, die einzigartige Verbindung von Berglandschaften, Seen sowie dem Murnauer Moos“, begründete Direktor Ralf Havelka die Entscheidung. Unter weiter: „Damit einhergehende Werte sind: Heimatverbundenheit, Liebe zu und Respekt vor der Natur sowie Offenheit gegenüber Neuem, was beispielsweise typisch für die Kunstepoche des Blauen Reiters war.“ All dies seien Inhalt die man auch den Jugendlichen vermittle. Nun muss nur noch das Bayerische Kultusministerium seine Zustimmung erteilen. Dies dürfte reine Formsache sein.
Die Ausschussmitglieder nutzen die Gelegenheit zu einem Rundgang durch das imposante Gebäude – und waren allesamt sehr angetan. Wie bereits berichtet, wurde der viergeschossige Komplex in einer Rekordbauzeit von etwa eineinhalb Jahren fertiggestellt. „Das ist sehr gelungen“, sagte Landrat Anton Speer /Freie Wähler). Damit sei in Murnau ein richtiges Schulzentrum entstanden – seiner Meinung nach eine Bereicherung für den Landkreis. In unmittelbarer Nähe befinden sich das Staffelsee-Gymnasium und die Mittelschule. Auf dem Realschulgelände steht jetzt noch der zweite Bauabschnitt an – mit einem Erweiterungsbau, einer Mensa und einer Zweifachturnhalle. 2016 soll alles fertig sein. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 21 Millionen Euro
Murnauer Tagblatt – 20. November 2014 – Andreas Seiler

Schlüssel für neue Realschule

Mit der symbolischen Schlüsselübergabe durch Landrat Anton Speer an den Leiter der neuen Realschule Murnau, Ralf Havelka, ist ein Großprojekt im Beisein aller 330 Schüler seiner Bestimmung übergeben worden. „Murnau kann sich glücklich schätzen, und wir schwätzen uns glücklich, dass wir endlich in diesem wunderschönen neuen Schulhaus zu Hause sind“, unterstrich Schulleiter Havelka. Als „sehr erfreulich“ wertete Landtagsabgeordneter Harald Hühn, dass die Kostenschätzung von insgesamt 21 Millionen Euro nicht überschritten wird. Unser Bild Zeigt: v. l. Schülersprecher Dionys Ram, Projektleiter Tilman Gappa, Landrat Anton Speer, Harald Kühn (CSU) und Schulleiter Ralf Havelka.
Murnauer Tagblatt – 19.11.2014  – Herpen

Kinder und Lehrer glücklich: Unterricht startet im neuen Murnauer Realschulgebäude

Murnau – Es dauerte am Montagmorgen nur wenige Minuten, da hatten Murnaus Realschüler ihr neues Schulgebäude an der Weindorfer Straße lautstark in Beschlag genommen.
Im Zuge einer Art Schnitzeljagd durften die rund 330 Kinder das viergeschossige Gebäude, das in einer Rekordbauzeit von eineinhalb Jahren errichtet worden war, erkunden. Auch wenn nach dem Umzug Ende vergangener Woche noch einige Rest- und Einräumarbeiten zu erledigen sind, konnte der Unterricht wie geplant aufgenommen werden - ein Meilenstein für den Schulstandort Murnau.
Bei der Versammlung in der Aula war die Freude bei allen Beteiligten riesengroß: „Heute ist einer der schönsten Tage in meinem Leben, zumindest der schönste in meinem Berufsleben“, meinte Direktor Ralf Havelka - nachdem, passend zur Stimmung, der Gute-Laune-Hit „Happy“ (Pharrell Williams) die Lautsprecheranlage eingeweiht hatte. Als der Chefpädagoge seine Schützlinge fragte, ob sie denn mit dem Domizil zufrieden seien, gingen alle Daumen nach oben.
„Es ist alles so schön neu“, meinte auf Tagblatt-Nachfrage etwa Martin aus der 8 c. Und sein Klassenkamerad Daniele fügte hinzu: „Es ist schon etwas Besonderes, dass wir die Ersten sind.“ Das etwa 25-köpfige Lehrerkollegium sieht es nicht anders. „Am schönsten ist, dass wir alle unter einem Dach sind“, betonte Carolin Stucke in Anspielung auf die Platzprobleme, unter denen bislang die 2011 genehmigte Realschule litt, die sich im Aufbau befindet. Der Unterricht war auf mehrere Standorte verteilt, fand in provisorischen Containern, an der Mittelschule und am Staffelsee-Gymnasium statt – nicht gerade ideale Bedingungen. Doch damit ist jetzt Schluss, die Schulgemeinschaft ist endlich vereint. „Das ist ein Quantensprung“, sagte Havelka. „Das ist ein sehr wertiges Haus. Wir haben nichts auszusetzen.“
In der Tat macht das Bauwerk einen modernen und soliden Eindruck. Es wurde auf Funktionalität, technische Feinheiten und eine Wohlfühlatmosphäre geachtet. Ins Auge fallen der Lichthof in der Mitte des quaderförmigen Komplexes, die großen, hellen Fenster, die geräumige Aula mit einer Sitztreppe und die wiederkehrenden Materialien. Dazu zählen die Sichtbetonwände, die Verschalungen, Schrankwände und Türen aus Lärchenholz sowie die Steinböden.
Raummangel dürfte jetzt ein Fremdwort sein. Neben den rund 30 Zimmern für den Klassen- und Fachunterricht stehen zahlreiche Funktionsräume zur Verfügung. Besonders stolz ist Havelka auf die hochwertige Ausstattung. Diese reicht von professionellen Werkzeugen in den Werkräumen über moderne Computer-Arbeitsplätze bis hin zu Experimentierkästen für die Naturwissenschaften. In den Klassenzimmern kommen moderne und konventionelle Elemente zum Einsatz. So sind dort Computer, Dokumentenkameras und Beamer ebenso zu finden wie traditionelle Kreidetafeln. Hinzu kommen nützliche Details, ob die mobilen Wände des Mehrzweckraums, Schließfächer, in denen die Schüler ihre Siebensachen verstauen können, oder ein Flatscreen, auf dem Unterrichtsvertretungen angezeigt werden.
Das Großprojekt Realschulbau, für den der Landkreis als Sachaufwandsträger zuständig ist, ist noch nicht abgeschlossen. Es folgt Bauabschnitt zwei – mit einem Erweiterungsbau, einer Mensa und einer Zweifachturnhalle. Im Frühsommer 2016 soll alles fertig sein. Die Gesamtkosten (inklusive Grunderwerb) belaufen sich auf rund 21 Millionen Euro.
Murnauer Tagblatt – 18.11.2014 – Andreas Seiler

Lehrer ziehen ins neue Schulhaus

Die Schüler der Murnauer Realschule hatten am Freitag frei – und die Lehrer mussten schleppen. Sie zogen mit ihrem Hab und Gut ins neue Schulhaus an der Weindorfer Straße um. Das imposante Bauwerk wird den Pädagogen sowie den gut 300 Kindern und Jugendlichen ab Montag eine neue Heimstatt bieten. Zum ersten Mal sind dann alle unter einem Dach vereint. Bislang fand der Unterricht in Containern, an der Mittelschule und am Staffelsee-Gymnasium statt. Der zweite Bauabschnitt der Realschule, der die Sporthalle die Mensa und einen Erweiterungstrakt umfasst, soll demnächst begonnen werden.
Murnauer Tagblatt – 15./16. November – Christian Kolb

Realschulfamilie fiebert Umzug entgegen

Murnau – Mitte November ist es endlich soweit: Das neue Hauptgebäude der Murnauer Realschule an der Weindorfer Straße kann bezogen werden – nach einer Rekordbauzeit von gerade mal eineinhalb Jahren.
Einen genauen Termin nennt das Landratsamt, das als Sachaufwandsträger für die Bildungseinrichtung zuständig ist, nicht. Dem Vernehmen nach soll der Unterricht in dem viergeschossigen, quaderförmigen Komplex mit dem Lichthof in der Mitte am Montag, 17. November, starten - wenn alles glatt läuft.
Die offizielle Eröffnung mit der Politprominenz ist für Anfang 2015 geplant. Angeblich sollte es bereits diese Woche nach den Herbstferien losgehen. Doch es sind offenbar noch Restarbeiten zu erledigen, die den Zeitplan nach hinten verschoben haben.
„Die Vorfreude ist enorm“, sagt Direktor Ralf Havelka. „Wir werden den ersten Tag ganz besonders gestalten.“ Und auch die Elternschaft ist mehr als zufrieden. „Das neue Schulhaus ist grandios“, lobt der Elternbeiratsvorsitzende Christian Kolb.
Die Schüler und Lehrer dürften aufatmen, wenn sie das Domizil bezogen haben. Denn bislang ist die 2011 genehmigte Realschule, die sich im Aufbau befindet, auf mehrere Standorte verteilt - nicht gerade eine Idealbedingung. Der Unterricht findet in provisorischen Container-Unterkünften, in der Mittelschule und am Staffelsee-Gymnasium statt. „Das ist kein Dauerzustand. Wir haben gewisse Einschränkungen“, beklagt Havelka. Dies treffe vor allem auf den Fachunterricht zu, zu dem etwa Informatik, Werken, Kunst, Physik und Chemie zählen. In dem neuen Gebäude sind dafür ausreichend Räume vorhanden - und die erforderliche Ausstattung. „Wir haben nichts auszusetzen“, betont Havelka. Beim Einrichtungskonzept habe man auf eine gesunde Mischung aus modernen und altbewährten Elementen gesetzt. So befänden sich beispielsweise in jedem Klassenzimmer ein Beamer und ein Computer, aber auch eine traditionelle Kreidetafel. Übrigens: Ein Teil des Inventars, ob Tische, Stühle oder Lehrmaterial, ist schon vorhanden und wird von Umzugsfirmen in das Bauwerk gebracht.
Ein Wermutstropfen bleibt: Auf dem neuen Areal gehen die Bauarbeiten weiter. Das besagte Hauptgebäude ist nämlich der erste Bauabschnitt des rund 21 Millionen Euro teuren Großprojekts (inklusive Grunderwerb). Dieser sieht ein Raumprogramm für eine zweizügige Schule (zwei Klassen pro Jahrgangsstufe) vor, der zweite ermöglicht die Dreizügigkeit. Vorgesehen sind ein Erweiterungsbau, eine Mensa, eine Zweifachturnhalle und Räume für die Mittagsbetreuung. Im Frühsommer 2016 soll alles fertig sein.
Die Realschule erfreut sich eines großen Zulaufs. Die drei fünften Klassen sind mit 94 Schülern gut voll. Die Obergrenze liegt bei 96. Die Lehrstätte hat jetzt rund 330 Schüler, verteilt auf zwölf Klassen (5. bis 8. Jahrgangsstufe), um die sich 24 Lehrkräfte kümmern. Im Vollausbau (5. bis 10. Jahrgangsstufe) sind es gut 500 Schüler.
Es verwundert nicht, dass angesichts dieser Beliebtheit der Ruf nach einer Vierzügigkeit laut wird. Im Ort hält sich hartnäckig das Gerücht, dass es für diese Aufstockung bereits konkrete Schubladenpläne gebe. „Ich gehe davon aus, dass das irgendwann kommen wird“, meint Elternvertreter Kolb. Doch von offizieller Seite wird dies nicht bestätigt. Dazu der Sprecher des Landratsamtes, Stephan Scharf: „Eine Erweiterungsmöglichkeit bis zur Vierzügigkeit ist auf dem Grundstück baulich möglich. Derzeit wird jedoch dafür kein Bedarf gesehen.“ Murnauer Tagblatt – 04.11.2014 – Andreas Seiler

Realschule: Hauptgebäude fast fertig

Neue Einrichtung an der Weindorfer Straße soll im Herbst den Betrieb aufnehmen. Vorfreude ist riesig
Murnaus neue Realschule an der Weindorfer Straße wächst im Rekordtempo. Es ist kaum zu glauben: Der Spatenstich ist nicht einmal eineinhalb Jahre her. Und schon ist das imposante, viergeschossige Hauptgebäude fast fertig – und damit der erste Bauabschnitt. In dem quaderförmigen Komplex mit dem Lichthof in der Mitte muss nur noch der Innenausbau fertiggestellt werden.
Im Landratsamt, das als Sachaufwandsträger für die Bildungseinrichtung zuständig ist, herrscht Optimismus: „Alle Arbeiten werden mit Hochdruck zu Ende geführt und liegen im Kosten- und Zeitplan“, sagt Behördensprecher Moritz Jäger. Das heißt: Noch heuer im Herbst soll der Schulbetrieb in dem neuen Domizil starten. Die provisorische Unterbringung in den Containern an der Mittelschule hat dann endlich ein Ende. Ein konkretes Datum für den Umzug kann Jäger nicht nennen. Fest steht nur: Zum Schulbeginn am 16. September werde man diesen sicher nicht schaffen. Dem Vernehmen nach werden die Herbstferien anvisiert.
Schüler und Lehrer müssen sich dann - trotz aller Freude über das Schulhaus - auf Beeinträchtigungen einstellen. Denn die Bauarbeiten auf dem Areal gehen weiter. Wie bereits berichtet, berücksichtigt der besagte erste Abschnitt nur ein Raumprogramm für eine zweizügige Schule (zwei Klassen pro Jahrgangsstufe), der zweite ermöglicht die Dreizügigkeit. Vorgesehen sind ein Erweiterungsbau, eine Mensa, eine Zweifachturnhalle und Räume für den Mittagsaufenthalt. Das gesamte Großprojekt soll um den Jahreswechsel 2015/2016 abgeschlossen sein. Die Gesamtkosten inklusive Grunderwerb belaufen sich auf stolze 21 Millionen Euro.
Im Ort hält sich hartnäckig das Gerücht, dass aufgrund der hohen Nachfrage eine Aufstockung zur Vierzügigkeit längst ausgemachte Sache sei. Dies verneint Jäger. Entsprechende Überlegungen gebe es nicht. Die Erweiterung sei lediglich geprüft worden - und „wäre im Rahmen des Bebauungsplanes noch realisierbar“.
Über mangelnden Zulauf kann sich die Realschule nicht beschweren. Laut Direktor Ralf Havelka liegen für die Fünfte im kommenden Schuljahr rund 90 Anmeldungen vor. Damit sind die drei Klassen gut voll. Die 2011 genehmigte Lehrstätte, die sich im Aufbau befindet, hat dann um die 340 Schüler, verteilt auf zwölf Klassen (5. bis 8. Jahrgangsstufe). Den Stoff vermitteln rund 25 Lehrkräfte. Im Vollausbau (5. bis 10. Jahrgangsstufe) werden voraussichtlich gut 500 Schüler (18 Klassen) die Einrichtung besuchen.
Die Schulfamilie freue sich riesig auf den Umzug, betont Havelka. „Darauf haben wir alle hingefiebert.“ Der Unterricht in den Containern sei als Übergangslösung in Ordnung. „Das hat gut hingehauen“, sagt der Pädagoge - und verweist auf die große Unterstützung durch die Mittelschule und das Staffelsee-Gymnasium. Allerdings müsse man schon Abstriche hinnehmen. So falle beispielsweise das Freizeit- und Spielangebot auf dem kleinen Pausenhof nur sehr eingeschränkt aus. Auch fehlten eigene Räume für den Fachunterricht, ob nun für Kunst, Werken oder Informatik.
Auch die Eltern sind von dem Neubau ganz angetan. „Der ist sensationell. Die Klassenzimmer sind nach den modernsten Erkenntnissen eingerichtet“, schwärmt Christian Kolb, Vorsitzender des Elternbeirats.
Die Murnauer Realschule braucht jetzt nur noch eins: einen einprägsamen Namen. Eine Liste mit Vorschlägen soll bereits im Landratsamt eingegangen sein. Angeblich wird als Favorit eine Kombination mit dem Begriff „Blaues Land“ gehandelt.
Murnauer Tagblatt – 30./31.08.2014 – Andreas Seiler

Ein Rohbau in Rekordzeit

Wie ein Pilz ist der Rohbau der neuen Murnauer Realschule aus dem Boden geschossen. Nach nur sechseinhalb Monaten Bauzeit wurde am Freitag Richtfest an dem Gebäude an der Weindorfer Straße gefeiert. Und die Verantwortlichen sind sich einig: Wenn das so weitergeht, können die Schüler im Herbst 2014 ihr neues Domizil beziehen.
Murnau – So schnell die Errichtung des Rohbaus für die Realschule seit dem Spatenstich im Mai 2013 nun vonstatten ging, so zäh war im Vorfeld das Ringen, dass es überhaupt zu einer solchen für Murnau kommt. Aber: „Der Erfolg hat viele Väter“, wie der Landtagsabgeordnete Harald Kühn (CSU) bei seiner Dankansprache an alle am Bau Beteiligten am Freitag bei der Richtfest-Feier in der Aula des Staffelsee-Gymnasiums betonte. Und in diesem Falle – ganz entscheidend – auch viele Mütter. Denn in erster Linie ist es dem hartnäckigen Engagement von Eltern zu verdanken, das der Ort eine gemischt-geschlechtliche Realschule haben wird. Und so versäumten weder Kühn noch der amtierende Landrat Anton Speer (Freie Wähler) und andere Redner wie Murnaus Bürgermeister Dr. Michael Rapp (CSU) es dieses Mal, deren Engagement hervorzuheben.
Bereits 2007 war es zu ersten Anstrengungen von Eltern gekommen, eine Realschule nach Murnau zu holen. Anfang 2011 wurde grünes Licht gegeben, zunächst aber nur für eine reine Knabenrealschule. Und so ging das Ringen weiter, bis das Ministerium schließlich im Sommer 2012 die Öffnung auch für Mädchen und im Sommer 2013 eine damit nötig gewordene Erweiterung auf einen dreizügigen Bau genehmigt. Realschulleiter Ralf Havelka ließ die Ereignisse noch einmal Revue passieren: Im Herbst 2011 startete die Knabenrealschule Murnau mit zwei Klassen in einem provisorischen Containerbau an der Mittelschule. Im Schuljahr 2012/2013 waren es vier Klassen, mit vier Mädchen. mit Sondergenehmigungen. heute sind es drei fünfte, drei sechste und zwei siebte Klassen mit insgesamt 217 Schülern, darunter 40 Mädchen.
Voraussichtlich elf Klassen mit zirka 300 Schülern werden, wenn alles nach Plan läuft, im Herbst 2014 im Gebäude an der Weindorfer Straße Einzug halten. Beinahe in Rekordzeit und ohne Zwischenfälle hat die Firma Riedel Bau dort den Rohbau für die zunächst zweizügige Schule mit 12 Klassenzimmern, 15 Fach- und Mehrzweckräumen, Lehrerzimmern und Verwaltungstrakt entstehen lassen. Ab Frühjahr 2014 soll der zweite Bauteil erfolgen. Dann wird das Gebäude mit einem L-förmigen Anbau in Richtung Osten nochmal um sechs Klassenzimmer plus Mensa erweitert. Im Westen, Richtung Mitteranger, entsteht die Turnhalle. „21 Millionen Euro inklusive Grunderwerb nimmt der Landkreis dafür in die Hand“, betonte Anton Speer. „Das ist gut angelegtes Geld und wir sind im Rahmen, sowohl mit dem Zeitplan als auch mit den Kosten. Wir hoffen, das alles reibungslos weitergeht.“
Das hofft auch Ralf Havelka: „Zehn Monate müssen wir noch Geduld haben.“ Er freue sich sehr auf die Schule, die „überragend“ sei, hoch eben, kompakt und zweckmäßig. Aber auch schön werde sie, mit Holz, Glas, Schiefer- und Holzböden. Diejenigen, die diese Vorfreude teilen, sind seine Schüler. Zunächst in der Aula mucksmäuschenstill, inspizierten die Mädchen und Buben nach dem Richtspruch mit Feuereifer das Innere ihres neuen Schulhauses. Schülersprecher Dionys Ram hatte diese Freude in seine charmanten Ansprache in der Aula bereits kundgetan: „Wir sind froh, dass ein so großes Haus gebaut wird, in dem wir viele Stunden verbringen dürfen“, meinte er nicht ohne verschmitztes Grinsen.
„Auch für die Lehrer soll es dort gemütlich werden, damit sie immer gut gelaunt sind.“
Trotz der im Kreistag laut gewordenen Kritik an der Firma Riedel Bau wegen möglicher Ausbeutung der rumänischen Arbeiter, lobte Havelka die „fleißige, stets kollegiale und konstruktive“ Bautruppe,. „Ihr hab einen super Job gemacht.“ Und: „Ich bin mir sicher, dass diese Männer gut bezahlt wurden.“
Murnauer Tagblatt – 30.11.2013 – Michaela Sperer

Alles bestens auf der Realschul-Baustelle in Murnau

Murnau – Das Landratsamt Garmisch-Partenkirchen hat gute Neuigkeiten: Es sieht keine Hinweise dafür, dass beim Realschul-Bau in Murnau rumänische Wanderarbeiter ausgebeutet werden.
Das Landratsamt Garmisch-Partenkirchen gibt Entwarnung: Beim Bau der Realschule in Murnau, deren Träger der Kreis ist, soll alles seine Richtigkeit haben. „Es gibt keine Hinweise", erklärte Amts-Jurist Simon Untergruber im Kreistag, dass dort gegen gesetzliche Vorschriften verstoßen werde. Überprüft wurde dies wegen des Verdachts, dass rumänische Wanderarbeiter mit Hungerlöhnen abgespeist worden sein könnten.
Diese Mutmaßung stand im Raum, nachdem der Erweiterungsbau für das Murnauer Unfallklinikum Ende Oktober in die Schlagzeilen geraten war. Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung berichtete von vier rumänischen Arbeitern, die unter miserablen Bedingungen untergebracht waren und nach eigenen Angaben nur einen Stundenlohn von 61 Cent bekamen. Die beauftragte Firma Riedel Bau, die wiederum mit einem rumänischen Subunternehmer zusammengearbeitet hat, wies diese Vorwürfe zurück. Trotzdem blieben die hiesigen Lokalpolitiker skeptisch. Im Kreisausschuss wurden, wie berichtet, Befürchtungen laut. Denn schließlich entsteht auch die Realschule unter der Führung von Riedel Bau. Damals konnte Kreisbaumeister Christoph Schreyer keine Angaben über die Subunternehmer machen, die auf der Baustelle im Einsatz waren. Im Kreistag bestätigte Untergruber dann, was befürchtet wurde: „Radu Bau wird dort eingesetzt." Erstmals wurde öffentlich der Name des rumänischen Subunternehmers genannt.
„Wir haben Nachforschungen angestellt", führte Untergruber aus. Und nach denen gebe es praktisch keine Anzeichen für Versäumnisse. Die Arbeiter seien in Containern untergebracht. Außerdem würden ihre Unterschriften vorliegen, dass sie den gesetzlichen Mindestlohn bekommen. Ob das wirklich so ist, bleibt jedoch die Frage. Wie berichtet, sind in der Branche nach Auskunft der Industriegewerkschaft Bau etliche Tricksereien Usus, um den Lohn zu drücken. Und dazu würden auch gefälschte Papiere gehören.
Kreisrat Martin Wohlketzetter (SPD) wies in diesem Zusammenhang auf zusätzliche Vertragsbedingungen hin, mit denen die Landeshauptstadt München bei ihren Auftragsvergaben arbeitet. Darin heißt es zum Thema Subunternehmer beispielsweise: „Der Auftragnehmer darf Leistungen nur an Nachunternehmer übertragen, die fachkundig, leistungsfähig und zuverlässig sind." Solche vertraglichen Fixierungen seien gegebenenfalls eine Handhabe, wenn Wohlketzetter zufolge ein begründeter Verdacht besteht.
Garmisch-Partenkirchens Bürgermeister Thomas Schmid (CSB) hatte im Kreisausschuss vorgeschlagen, die Verantwortlichen von Riedel Bau in den Kreistag einzuladen. Dort sollten sie Rede und Antwort stehen. Wie Landratsamts-Mitarbeiter Untergruber erklärte, hat das Unternehmen dies abgelehnt. Die Kreisräte könnten aber in die Firma kommen und sich dort informieren. „Die ist allerdings in Schweinfurt."
Murnauer Tagblatt – 21.12.13 – Nadja Hoffmann

Lehrer werden es "gemütlich" haben

Richtfest für Realschule in Murnau: Kosten- und Zeitplan werden eingehalten
Wie auf Knopfdruck stürmten 200 Buben und Mädchen zum Richtfest in ihre zukünftige Realschule. Die vielen Ehrengäste des Festaktes bekamen angesichts des neugierigen Gewusels eine eindrucksvolle Vorstellung davon, wie es ab Herbst 2014 in dem Gebäude an der Weindorfer Straße zugehen wird.
Wie bei solchen Gelegenheiten üblich, reihten sich vor dem Hebauf-Spruch der Handwerker die Grußworte der Honoratioren aneinander. Der amtierende Landrat Anton Speer betonte dabei, dass der Bau voll im Kosten- und Zeitplan liege. Die Einweihung ist für Herbst 2014 vorgesehen. Ein gutes halbes Jahr ist seit dem Spatenstich mit Kultusminister Ludwig Spaenle vergangen. Das scheint für ein Vorhaben dieser Art als Rekordzeit zu gelten, wie alle Redner einstimmig betonten. Wichtiger allerdings sei, so Realschulleiter Ralph Havelka, dass bislang kein Arbeiter und keiner der vielen Zaungäste zu Schaden gekommen sind. Dem Realschulleiter stand die Vorfreude auf das fertige Gebäude ins Gesicht geschrieben – der erste Bauabschnitt umfasst nämlich zwölf Klassen- und 15 Funktionsräume. Dazu kommen das Büro für den Schulleiter und zusätzliche Lehrerarbeitsplätze. In einem zweiten Abschnitt werden weitere Klassenzimmer gebaut, eine Mensa und wohl auch eine Turnhalle. 21 Millionen Euro stehen dafür zur Verfügung, sagt Anton Speer. Harald Kühn (MdL) ließ in seinem Vortrag die Historie der Murnauer Realschule Revue passieren. Bürgermeister Dr. Michael Rapp erwähnte die gute Zusammenarbeit aller beteiligten Gremien und Behörden. Im Mittelpunkt seines Grußwortes standen jedoch die Eltern, die durch ihre Beharrlichkeit die Entstehung der Schule konstruktiv begleiteten. Seine gespannte Erwartung teilt Schulleiter Ralph Havelka mit den Jugendlichen, die demnächst einen großen Teil ihres Alltags in dem Gebäude verbringen werden. Schülersprecher Dionys Ram lobte schon einmal die „gute Aussicht“, die man beispielsweise vom zukünftigen Biologiesaal aus auf das Hörnle haben wird. Der Siebtklässler dachte in seiner Ansprache auch an die Erwachsenen, die sich in dem geräumigen Lehrerzimmer „gemütlich“ einrichten werden. Die musikalische Begleitung des gelungenen Richt- festes hatten der Schulchor der fünften Klassen, die Flößberg-Musi und die Jazz-Combo übernommen.
Kreisbote – 11.12.2013 – Günter Bitala

Im Sternenbild des Bärenhüters

Besonderes Geschenk zur offiziellen Amtseinführung Havelkas
Während einer kleinen Feierstunde wurde Ralf Havelka offiziell zum Leiter der Staatlichen Realschule Murnau ernannt. Die entsprechenden Urkunden nahm der Pädagoge aus der Hand von Ernst Fischer, Ministerialbeauftragter am Kultusministerium, entgegen. Havelka steht der Schule bereits seit deren Gründung im Jahr 2011 vor. In seinem Grußwort ging Harald Kühn (MdL) auf die Bedeutung qualifizierter schulischer Erziehung ein: Nur mit Bildung könne man die Gesellschaft gestalten. Das gelte im Kommunalen ebenso wie bundesweit und international. Anton Speer erinnerte in seiner Funktion als amtierender Landrat an den Neubau der Realschule Murnau, für die Ende November das Richtfest und im Herbst 2014 der Bezug auf dem Stundenplan stehe.
Was schenkt man einem neu ernannten Realschulleiter? Dieser Frage stellte sich auch das Murnauer RS-Kollegium und organisierte für den Chef etwas für die Ewigkeit: Die Patenschaft für ein Himmelsgestirn im Sternbild des Bärenhüters. Das Bild zeigt (vo. v. li.) Leonhard, Tabea, Verena, Robin und Leon, die die Feierstunde zur Ernennung von Ralf Havelka (re.) zum Leiter der Murnauer Realschule moderierten, und Ernst Fischer.
Kreisbote – 15.11.2013 – Günter Bitala

Havelka übernimmt offiziell das Ruder

Havelka übernimmt offiziell das Ruder
Ralf Havelka muss ein beliebter Chef sein: Er wurde gestern bei seiner offiziellen Amtseinführung als Leiter der neuen Murnauer Realschule mit symbolträchtigen Geschenken und Lob nur so überschüttet. Als Höhepunkt erhielt er aus den Händen des Ministerialbeauftragen Ernst Fischer die Ernennungsurkunde. Der Festakt in der Aula des Staffelsee-Gymnasiums, an dem Vertreter des Schulwesens, Politiker, Eltern und Schüler teilnahmen, war eigentliche eine reine Formsache. Havelka (43) ist nämlich bereits seit der Gründung im Jahre 2011 für die Realschule verantwortlich.
Landrat Anton Speer (Freie Wähler) sprach von einer „turbulenten Startphase“, die Havelka „ruhig und umsichtig“ gemeistert habe. In der Tat ist die Entwicklung der ursprünglich als Buben-Realschule geplanten Lehrstätte beachtlich Erst wurde sie auch für Mädchen geöffnet, dann der Ausbau zur Dreizügigkeit beschlossen. Und wenn alles glatt läuft, kann das neue Schulgebäude (Kosten: 21 Millionen Euro) im Herbst 2014 bezogen werden, das derzeit an der Weindorfer Straße entsteht. Bis dahin findet der Unterricht in einem Containerdorf auf dem Parkplatz der Mittelschule statt. „Wir sind dabei eine gute Sache weiterzubringen“, sagte Havelka, der sich selbst als Teamplayer bezeichnete. Oberstes Ziel sei die optimale Ausbildung der Kinder.
Murnauer Tagblatt – 06.11.2013 – Andreas Seiler

Minister kommt zum Spatenstich

Spatenstich für Realschule Murnau erfolgte kurz vor den Ferien – Namenspatron gesucht
Murnau – Richtige Schaufeln haben die Honoratioren um Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle beim Spatenstich zur Realschule Murnau in die Hand genommen, nicht nur so neumodisch auf den Buzzer gedrückt, wie eine Woche vorher anlässlich des Baubeginns zur Umgehungsstraße Saulgrub am 6. Mai ...
Spatenstiche sind kommunalpolitische Highlights, heißt es doch für alle Verantwortlichen, dass bereits eine weite Wegstrecke zur Verwirklichung eines Bauprojektes gegangen wurde. Diesen Zwischenstand gilt es in berechtigter Weise mit Blasmusik, Festreden und Häppchen vom Buffet zu feiern. Wohl aber in dem Wissen, dass noch ein dickes Stück Arbeit bevorsteht. Bislang war es die Zeit der Theoretiker und Planer, jetzt ist für viele Monate das Geschick der Handwerker gefragt. Es ist ein schöner Tag für Murnau und für die Bildungsregion im Landkreis Garmisch-Partenkirchen, freuen sich Bürgermeister Dr. Michael Rapp und Landrat Harald Kühn gleichermaßen. Die rund 21 Mio. Euro, die die Realschule Murnau schließlich kosten soll, sind – so Rapp – eine „gute Investition in die Zukunft unserer Kinder“. Harald Kühn erinnert in seinem Grußwort daran, dass ohne die Beharrlichkeit der Eltern, aber auch ohne die verständnisvolle Einsicht und Hilfe von Seiten des Kultusministeriums sowie die baurechtliche Vorarbeit durch die Marktgemeinde Murnau und der Kreisgremien die Schule nicht in der jetzt geplanten Form umgesetzt werden könnte. Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle betont, dass Murnau im Verbund von Gymnasium, Mittelschule und Realschule ein Schulzentrum bekomme, das man nicht allerorten findet. Schulleiter Ralf Havelka erinnert an die drei Schritte zur Verwirklichung der Realschule Murnau: - Gründung zum Schuljahr 2011/12; - Öffnung auch für Mädchen; - Spatenstich für eine dreizügige Realschule; das heißt drei Klassen pro Jahrgangsstufe, die in zwei Schritten gebaut wird – zuerst das Zentralgebäude und die Klassenzimmer für eine Zweizügigkeit, danach die modulare Aufstockung der Räume auf die Dreizügigkeit mit Mensa und Doppelturnhalle. Laut Kühn sieht der ehrgeizige Terminplan vor, dass die Schüler bis zum Herbst 2014, vielleicht sogar bereits zum Schuljahresbeginn 2014/ 15 in die neuen Gebäude umziehen können. Der Landrat mahnt dabei an, die Zeit zu nutzen, einen geeigneten Namenspatron für die Schule zu suchen.
Kreisbote – 18.05.2013 – Günter Bitala

Realschule Murnau: Kultusminister setzt Spatenstich für den Neubau

In Murnau setzte Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle den Spatenstich für den Neubau der Staatlichen Realschule. Rund 21 Millionen Euro soll das neue Prestigeprojekt kosten. „Mit dieser Modellschule knüpfen wir das Netz der regionalen Bildungsangebote noch enger“, so der Minister.
„Ich freue mich, dass der Bau der Realschule Murnau zusammen mit dem Landkreis Garmisch-Patenkirchen und dem Markt Murnau realisiert werden kann. Damit knüpfen wir das Netz der Bildungsangebote noch enger“, erklärte Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle beim Spatenstich zum Baubeginn der neuen Staatlichen Realschule in Murnau. „Mir ist es ein persönliches Anliegen, den jungen Menschen in Bayern Zukunftschancen und Bildungsangebote zu eröffnen, die ihren Interessen und Talenten entsprechen. Die Realschule nimmt dabei im gegliederten bayerischen Schulsystem neben der Mittelschule und dem Gymnasium einen wichtigen Platz ein. Sie begleitet die Schülerinnen und Schüler auf ihrem individuellen Bildungsweg und bereitet sie beispielsweise auf die Fachoberschule oder eine duale Ausbildung vor“, ergänzte der Minister.
Die Realschule Murnau wurde im Schuljahr 2011/12 als Außenstelle der Heinrich-Campendonk-Realschule Penzberg gegründet. Im aktuellen Schuljahr besuchen rund 110 Schüler zwei fünfte und zwei sechste Klassen an der Realschule in Murnau. Für das kommende Schuljahr konnten sich auch Mädchen anmelden, so dass sich für das Schuljahr 2013/14 drei Eingangsklassen abzeichnen. Spaenle sieht die steigenden Anmeldezahlen als Erfolg der pädagogischen Arbeit vor Ort und dankte dem kommissarischen Leiter der Realschule Murnau, Ralf Havelka, sowie den Lehrkräften der Schule für ihren Einsatz. Die erfreuliche Zahl der Einschreibungen mache einen dreizügigen Ausbau erforderlich, so der Minister.
Die Kosten für den Neubau einer dreizügigen Realschule belaufen sich voraussichtlich auf etwa 21 Millionen Euro. Kultusminister Spaenle dankte Landrat Harald Kühn für das Engagement im Vorfeld und die hohen Investitionen des Landkreises Garmisch-Patenkirchen. Der Minister sicherte auch einen finanziellen Beitrag des Freistaates zu. Der Dank des Kultusministers richtete sich zudem an den 1. Bürgermeister des Marktes Murnau, Dr. Michael Rapp, der die Realisierung der Baumaßnahme unterstützt und die Kooperation zwischen der Staatlichen Mittelschule und der Staatlichen Realschule Murnau mit vorangetrieben hat.
„In Murnau arbeiten die Mittelschule und die Realschule eng zusammen und fördern so die Durchlässigkeit zwischen den Schularten. Damit unterstützen sie erfolgreiche Bildungsbiografien“, betonte Minister Spaenle. „Mit dem Neubau kann diese Kooperation zwischen Mittel- und Realschule fortgesetzt und ausgebaut werden. Ich wünsche der Schulgemeinschaft in Murnau für die kommende Wegstrecke weiterhin viel Motivation, ungebrochene Tatkraft und gutes Gelingen bei den anstehenden Herausforderungen“, so der Kultusminister.
Murnauer Tagblatt – Stand: 14.05.2013 – Bilder: Christian Kolb

Murnau bekommt eine größere Realschule

Schülerzahlen werden zwar nach wie vor nicht verraten. Aber es zeichnet sich ab, dass Murnau eine Realschule mit drei Klassen pro Jahrgangsstufe bekommt – eine Nummer größer als bislang genehmigt.
Dies erklärt Ludwig Unger, Sprecher des Bayerischen Kultusministeriums. „Es läuft wohl auf eine Dreizügigkeit hinaus“, sagt er. Die Baupläne dazu liegen bereits in der Schublade. Zur Erinnerung: Am vergangenen Montag konnten Eltern ihre Kinder in Murnau für die neue Bildungseinrichtung einschreiben – erstmals auch Mädchen. Von der Menge der Anmeldungen hängt ab, wie groß der Neubau wird, der gegenüber dem Staffelsee-Gymnasium entstehen soll. Doch die Schulleitung und die Behörden wollten keine Daten nennen.
Insider sind sich seit Längerem ziemlich sicher, dass genügend Anmeldungen für die Dreizügigkeit zusammenkommen. Mindestens 67 dürften dazu nötig sein. Diese Einschätzung scheint sich jetzt zu bestätigen. Der Spatenstich wird kommenden Dienstag, 14. Mai, ab 13.30 Uhr gefeiert. Dazu hat sich Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) angekündigt.
Murnauer Tagblatt – 10.05.13 (as)

Feierliche Einweihung mit Herrn Dr. Spaenle