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Schülerblog

Im Wahlfach "Crossmedia" werden wöchentlich neue Inhalte erstellt und im "Blog im Blauen Land" gezeigt.

Hohes Niveau auf digitaler Ebene:

Murnauer Schülerblog „Blog im Blauen Land“ als beste Online-Schülerzeitung Bayerns ausgezeichnet
Der Schulalltag ist für Schülerinnen und Schüler seit Monaten eingeschränkt. Schulveranstaltungen fallen reihenweise aus. Ein Schulleben findet kaum mehr statt. Raus aus dem Schulhaus, Abstand halten, Maske tragen. Für viele sicherlich bedrückend. Aber es gibt sie noch, die guten Nachrichten. Im Rahmen des Blattmacher-Wettbewerbs, dem offiziellen Schülerzeitungswettbewerb der bayerischen Schulen, organisiert von der Süddeutschen Zeitung und dem bayerischen Kultusministerium, holte sich nun der „Blog im Blauen Land“ von der Realschule in Murnau im Blauen Land Platz eins in der Kategorie Online-Schülerzeitungen. Eine Premiere in doppelter Hinsicht: Erstmals überhaupt wurde diese Kategorie nicht „außer Konkurrenz“ angegeben sondern auch mit drei Preisträgern geführt, die abgestuft die Plätze einnahmen. Die Sieger werden damit auch das erste Mal im „Club der Besten“ aufgenommen, die durch besondere Seminare noch weiter geschult werden, allerdings ein Jahr bei der Preisverleihung der Blattmacher pausieren müssen. Hinzu kommt für den Sieger ein stattliches Preisgeld über 500 Euro. „Geld, das wir wieder in die Zukunft unseres Projekts stecken können“, freut sich Hannes Bräu, der als betreuender Lehrer den Murnauer Blog über 5 Jahre aufgebaut und professionalisiert hat. „Ab jetzt sind wir erstmal für ein Jahr der Standard, den es zu erreichen gibt und wir werden alles geben, um noch besser zu werden.“
Das Votum der Jury fiel dabei überraschend klar aus. Weder die Online-Zeitung „Sidekick“ vom Adam-Kraft-Gymnasium Schwabach noch „HFGwaaf“ vom Hochfranken-Gymnasium Naila konnte den Murnauern das Wasser reichen. Der Blog im Blauen Land überzeugte vor allem durch seine Aktualität, dem professionellen Podcast, den so unterschiedlichen Themen und der Qualität der Texte, „die wirklich gut geschrieben sind“, konnte auch der bayerische Kultusminister Michael Piazolo bestätigen.
Der Stand auch im Zentrum der sehr ungewöhnlichen Preisverleihung. Aufgrund der Corona-Pandemie produzierten die Organisatoren ein Video, in dem alle Preisträger bekanntgegeben wurden (diesen Ehrungsfilm kann man unter folgendem Link bis 14. Dezember einsehen: https://www.km.bayern.de/schueler/meldung/7121/bayerns-beste-schuelerzeitungsredaktionen-werden-digital-ausgezeichnet.html#film). In der Realschule im Blauen Land versammelte sich die Redaktion des Blogs, um gemeinsam die Siegerehrung anzusehen und auch die Bekanntgabe der frohen Nachricht entgegen zu nehmen. Denn: Im Vorfeld wusste man nur, dass man unter den besten drei Online-Schülerzeitungen gehört, nicht aber, dass man gewonnen hatte. „Der Preis ist auch eine Würdigung der harten Arbeit unserer Schülerinnen und Schüler während der Corona-Pandemie“, meint Bräu. Auch in den Wochen und Tagen, als die Wahlfächer praktisch ausgesetzt wurde, traf man sich online, recherchierte und publizierte. Allein 30 Artikel entstanden während der Monate März bis Juli 2020, als von einem regelmäßigen Schulalltag keine Rede sein konnte.
Ob man den Erfolg in zwei Jahren wiederholen kann, darauf kann man gespannt sein, denn die Konkurrenz in Bayern wächst beständig. In diesem Jahr gab es so viele Einsendungen im Digitalbereich wie noch nie. Auch ein Ergebnis der Fortbildungsarbeit des Ministeriums und den Impulsen der Süddeutschen Zeitung. „In Bayern sind wir im Vergleich zu vielen anderen Bundesländern noch digitales Entwicklungsland. Aber es gibt viel Potenzial“, sagt Bräu. Und das will er auch bei seinem Team noch weiter wecken. 2021 will man mit einer eigenen Videosparte aufwarten, um noch crossmedialer zu werden.

Blog im Blauen Land goes Süddeutsche

Club der Besten: Schülerblog gewinnt beim „Blattermacher“-Wettbewerb von SZ und Kultusministerium

Im März 2017 fing alles an. Ein Online-Blog sollte die Schülerzeitung an der Realschule in Murnau ersetzen. Gefühlt tausend technische Probleme und Fragen taten sich auf. Unzählige Male wurde das Layout getauscht, verändert und umprogrammiert. Danach folgte Beitrag auf Beitrag. Bild um Bild. Und später kam noch der Podcast hinzu. Nun, zweieinhalb Jahre später ist man schon am Ziel: Der „Blog im Blauen Land“ (www.blogimblauenland.de) wurde am 22. Juli 2019 in Anwesenheit des Bayerischen Kultusministers Prof. Dr. Michael Piazolo im Rahmen des Schülerzeitungs-Wettbewerbs „Blattmacher“ – ausgerufen und organisiert von der SZ und dem Kultusministerium – als eine der drei besten Online-Schülerzeitungen Bayerns ausgezeichnet und nimmt damit auch am Bundeswettbewerb der Länder für Schülerzeitungen teil, um das Land Bayern zu vertreten. „Das ist der Lohn für zwei Jahre harte Arbeit“, meint Lehrkraft Hannes Bräu, der den Blog an der Schule initiierte, mit den Schülerinnen und Schülern aufbaute und bis heute betreut. Der Preis ist auch eine Resultat der hervorragenden Arbeit von Daniel Weber, der 2017 als Abschlussschüler mit dem nötigen Know-How im Bereich Informatik und Webdesign in Zusammenarbeit mit dem Team die Seite programmierte.
Aktuell will man in Murnau sein. Tagesjournalismus hat man sich auf die Fahne geschrieben. „Jede Schulwoche zwei Beiträge, das ist unser Ziel“, erklärt Bräu. Fast immer konnte man diesen Wert einhalten. Über 200 Artikel inklusive Bilder, Texte, Videos und Podcasts tummeln sich mittlerweile auf der Seite. Fast ein Online-Archiv für die Schule zum Stöbern. Die Jury beim „Blattmacher“-Wettbewerb lobte vor allem die Aktualität der Beiträge und den thematischen Mix aus Artikeln, die einerseits das Schulleben kommentieren und andererseits Themen aus dem Leben da draußen. Vor allem auf den Bereich „Gaming“ hatte sich die Redaktion im vergangenen Schuljahr konzentriert, wobei in den Sommerferien 2018 die weltgrößte Spiele- und Entertainmentmesse Gamescom in Köln besucht wurde, für die man eigens „Wild-Cards“ vom Veranstalter für das Event ausgehändigt bekam, um am Pressetag vor allen regulären Besuchern die Messe unter die Lupe zu nehmen.
Von Anfang setzte man auf crossmediale Publikationsformen. So hat der Blog bis dato 15 Folgen seines eigenen Podcasts („Hörsturz“) zu unterschiedlichsten Themen angefertigt. Neben einer „regulären“ Folge bietet „Hörsturz“ mittlerweile eine „Kompakt-Version“, die nicht länger als fünf Minuten dauert und den Charakter einer Nachrichtenshow besitzt. Der Podcast war es, der die Jury des Wettbewerbs ebenfalls sehr stark überzeugte.
In Zukunft will das Team vom Blog im Blauen Land wachsen – personell und damit auch weitere Medien in ihre Berichterstattung einbauen. „Der Preis an sich kam deshalb überraschend, weil wir uns erst für nächstes Schuljahr mehr vorgenommen hatten und so richtig durchstarten wollten“, erklärt Bräu. Eine eigene Videosparte soll es geben. Eine noch professionellere Ausstattung für die Gestaltung des Podcasts. Dazu eine möglichst datenschutzkonforme Verbreitung der Inhalte auf sozialen Netzwerken. Auch wieder so ein schöner Vorteil, online zu arbeiten: Die Zeit steht nie still. Der technische Fortschritt bietet neue Möglichkeiten, neue Ideen und Publikationen. Wir sind gespannt!
Bilder und Artikel zur Preisverleihung findet man natürlich auf   www.blogimblauenland.de
Hannes Bräu